#8: Die Rätsel der Küste, italienischer Aberglaube, teures Venedig
Shownotes
Die Themen:
Was bringt Unglück, was bringt Glück in Italien? Warum darf Brot nie auf der runden Seite liegen, und was hat es mit dieser verflixten 17 auf sich?
Wird Venedig bald unbezahlbar?
Und welche Orte im Adriaraum sind besonders geheimnisvoll?
Das italienische Wort: »abuso di segnalazione acustica«.
Interviewpartner: Georg Lux und die geheimen Orte. Sein Buch heißt »Lost Places in der Alpen-Adria-Region«. Seinen Alpen-Adria-Newsletter gibt es hier.
Bücher unterm Sonnenschirm: »Shakespeare – wie ich ihn sehe« – Bill Bryson, Goldmann.
Die Partner der achten Folge
Ca‘ Savorgnan
Mehr Informationen über den Borgo: info@gradese.it
FVG Bike Trail
Eine Radrundfahrt Anfang September durch die Region ohne Stress. Link: www.fvgbiketrail.com
Fragen, Wünsche, Anregungen? Wen wollt ihr mal als Gast hören, welche Themen soll ich mir vornehmen, was würdet ihr wirklich gern wissen? Schreibt mir: radioadria@gmx.de
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Blog: www.postausitalien.com
Der Podcast ist eine Produktion von www.studiovenezia.de
Transkript anzeigen
00:00:00: Buongiorno und herzlich willkommen bei Radio Adria, dem Podcast aus Italien.
00:00:10: Hier dreht sich alles um la Deutsche Vita, um das Lebensgefühl zwischen Espresso und
00:00:16: Apparativo, um die kleinen Geheimnisse und großen Geschichten dieses wunderbaren Landes.
00:00:21: Ich bin Stefan Maywald, Autor und Wahlitaliener aus Grado und ich nehme euch mit auf eine
00:00:27: Reise voller Sonne, Genuss und Italianita. Also zurücklehnen, entspannen und ein bisschen
00:00:35: Italien ins Leben lassen. Andiamo!
00:00:37: Folge Nr. 8 Willkommen. Danke für eure vielen Zuschriften und Themenvorschläge und Anregungen.
00:00:51: Ich hätte echt nicht gedacht, dass mir das alles so viel Spaß macht und ich freue mich sehr,
00:00:56: dass alles bei euch so gut ankommt. Heute ist ein bisschen die Geheimnisfolge. Auf vielfachem
00:01:04: Wunsch von euch geht es um den italienischen Aberglauben und ich habe Gioch Lux zu Gast,
00:01:10: einen Autor, der sich mit den Mysterien im Adria-Raum befasst. Vorab ganz kurz abonniert
00:01:17: diesen Podcast, dann verpasst ihr keine neue Folge und werdet Teil der Familie. Und je mehr
00:01:24: Abonnenten es gibt, desto öfter kann ich mit euch plaudern und gute Gäste einladen. Vor dem
00:01:30: Aberglauben beginnen wir aber mit einer Meldung, die es in sich hat. Die wichtigsten Schlagzeilen.
00:01:39: Kostet der Eintritt in Venedig bald 100 Euro pro Person und Tag? Das jedenfalls fordert der
00:01:50: Juwelier Cetrak Tokacian, Vorsitzender und Sprecher der Geschäftsleute vom Markusplatz,
00:01:56: was es alles gibt. Er sagt, Venedig wird von Billichtouristen überflutet, die nichts kaufen
00:02:02: und sich noch den Tellernudeln teilen. Er nennt sie tatsächlich Hungerleider. Selbst vor den
00:02:09: öffentlichen Brunnen würden sich Schlangen bilden, weil sich viele nicht mal mehr eine
00:02:13: Wasserflasche kaufen. Krass Forderung, aber der Overtourism wird tatsächlich immer problematischer.
00:02:20: Das gilt für viele Städte der Welt. Florenz, Barcelona, Dubrovnik, aber in Venedig ist es
00:02:27: aufgrund der Enge eben doppelt schlimm. Und es ist fast unmöglich, eine Stadt wie Venedig
00:02:33: einfach hermetisch abzuregeln und die Zugänge zu kontrollieren, weil es so viele Möglichkeiten
00:02:39: gibt, in die Stadt zu kommen, per Auto, Zug, Flugzeug, Ferien vom Festland, Privatboote,
00:02:45: auch per Rad. Bei kleinen Inseln wie zum Beispiel Capri klappt das fabelhaft. Es gibt eben nur wenige
00:02:51: Ferien und wenn es drüben zu voll wird, legt die Fähre eben nicht mehr ab. Eine schnelle
00:02:57: Lösung für Venedig hat wohl keiner. Ich rufe ja seit Jahren dazu auf, über Nacht zu bleiben.
00:03:02: Mehrere Nächte am besten, je länger desto besser. Erst am Abend und am frühen Morgen ist Venedig
00:03:09: richtig schön. Und ob nun ausgerechnet der Vorsitzende der Geschäftsleute am Markusplatz
00:03:15: Grund zur Klage hat, weiß ich nicht. Ich habe vor zwei Jahren mal ein Urengeschäft dort betreten.
00:03:22: Vielleicht war es sogar das von Herrn Settrak Tokatian und ich hatte durchaus auch eine Kaufabsicht.
00:03:28: Dort wurde mir aber schon auf der Schwelle gesagt, man sei restlos ausverkauft, selbst die
00:03:34: Vorführ- und Vitrinenmodelle seien schon weg, Arrivederci. Hm, jammert da einer auf sehr hohem
00:03:41: Niveau? Wenn ihr Ideen zu Venedig habt, schreibt sie mir in die Kommentare. Dann lese ich sie hier
00:03:46: in der nächsten oder übernächsten Folge vor. Jetzt reden wir über den Aberglauben. Und da habe
00:03:54: ich eine der größten Expertinnen Italiens im Haus, nämlich meine Frau. Wir haben auch Freunde in
00:04:00: Süditalien, wo der Aberglaube noch verbreiteter ist, aber selbst die sagen, dass meine Frau alle
00:04:06: schlägt. Das Wichtigste vorab. Die italienische Unglückszahl ist die 17, nicht die 13. Die meisten
00:04:15: italienischen Hotels haben keine Zimmernummer 17, in Hochhäusern gibt es keine 17. Etage. Bei
00:04:21: einigen Flugzeugen der Ita Airways, früher all Italia, gibt es keine 17. Sitzreihe. Und übrigens
00:04:29: Sicherheitsheiber auch keine 13. Reihe, man ist ja international. Der französische Autohersteller
00:04:35: Renault benannte sein Modell R17 für den italienischen Markt in R177 um. Wisst ihr, warum die 17? Der
00:04:45: schlechte Ruf dieser Zahl liegt mehr als 2000 Jahre zurück, denn schon die Römer fürchten die 17.
00:04:52: Das hat mit ihrer Schreibweise zu tun. X, V, I, I. Bei einer Umstellung ergibt sich V, I, X, I. Das
00:05:02: spreche ich jetzt nicht aus. Es heißt aber, ich habe gelebt. Also, ich bin tot. Doch nicht nur
00:05:10: dieses Anagramm ist für den schlechten Ruf der 17 verantwortlich. Es war ausgerechnet die 17.
00:05:15: Legion, die im Teutoburger Wald vernichtend geschlagen wurde. Statt Freitag dem 13. ist in
00:05:21: Italien der Unglückstag Freitag der 17. oder auch Dienstag der 17. Eine Reise darf weder auf einem
00:05:29: Freitag noch auf einem Dienstag beginnen oder enden. Es gibt das Sprichwort. Nedevenere,
00:05:35: nedemarte, nonzisbosa e nonziparte. Auch geheiratet soll an beiden Tagen nicht. Manche Hochzeitsveranstalter
00:05:45: bieten Rabatte von 50 bis 70 Prozent für diese Tage an. Meistens vergeblich. Der Freitag bringt
00:05:52: Unglück, weil Jesus an einem Freitag gekreuzigt wurde. Aber was hat der Dienstag verbrochen? Ganz
00:05:58: einfach. Marte Di ist im italienischen und auch in anderen romanischen Sprachen nach dem Kriegsgott
00:06:05: Mars benannt. Und was wäre das für ein Omen für die Ehe? "Aufgespannte Schürme in geschlossenen
00:06:12: Räumen bringen den Tod", sagt meine Frau. "Es ist inzwischen auch für mich kaum zu ertragen,
00:06:18: im Hausflur meiner Wohnung in München all diese zum trockenen, aufgespannten Regenschürme zu
00:06:23: sehen. Ich vermute, das Haus wird in naher Zukunft von einem Kometen getroffen und hoffentlich bin
00:06:30: ich dann gerade in Grado. Schwarze Katzen bringen auch in Deutschland und Österreich Unglück. Aber
00:06:36: meine Frau macht es hier ganz radikal. Läuft vor ihr eine über die Straße, übrigens ganz egal ob
00:06:43: von links oder von rechts? Wartet sie bis ein ahnungsloser Spaziergänger sie überholt und
00:06:49: den Schicksalsfaden zerreißt, so nennt sie das. Auch mit dem Auto fährt sie eiskalt rechts ran und
00:06:56: lässt dem Luxusauto aus dem Norden die Vorfahrt. Wichtig fürs Hotelgewerbe, niemals zu dritt ein
00:07:03: Bett beziehen. Zum Betten machen sind zwei Leute genug. Wer es zu dritt macht, riskiert, dass
00:07:10: einer der drei krank wird und ein zweiter stirbt. Wer auf einer Treppe beim Hochgehen stolpert,
00:07:17: wird bald heiraten. Wer beim Untergehen stolpert, wird bald Geld verlieren. Vielleicht wegen der
00:07:23: Krankenausrechnung. Wenn zwei Personen zugleich dasselbe sagen, müssen sie sich hintereinander an
00:07:29: Nase, Ohr und wieder der Nase berühren, sonst werden sie nie die große Liebe finden. Ein Schaukelstuhl
00:07:36: soll nicht sinnlos vor sich hinschaukeln, wenn man sich aus ihm erhoben hat. Sonst lädt man böse
00:07:42: Geister zum Verweilen ein. Der Pullover ist links herum angezogen, das Hemd falsch geknöpft,
00:07:48: eigentlich unverzeihlich in Italien, aber interessanterweise bringt das Glück, außer
00:07:54: vielleicht beim wichtigen Geschäftstermin. Drei Dinge, die in Italien niemals verschenkt
00:08:00: oder angenommen werden dürfen. Schuhe, Einstecktücher, Messer. Schuhe laden den Liebsten oder die Liebste
00:08:07: zum Fortlaufen ein. Einstecktücher trocknen Tränen, Messer zerschneiden Beziehungen. Es gibt aber einen
00:08:14: Trick. Man gibt dem anderen dafür einfach einen Zend oder was man immer für eine Münze gerade
00:08:20: griffbereit hat. Dann war es ein Kauf, kein Geschenk. Und das ist ein großer Unterschied. Also wir haben
00:08:28: gelernt, es ist die 17, nicht die 13. Ausnahme? Niemals. Wirklich niemals dürfen 13 Personen an
00:08:37: einem Tisch setzen. Das erinnert ans letzte Abendmahl und wir wissen ja, wie das für
00:08:43: Jesus ausging. Bei uns passiert es nicht selten, dass wir genau 13 Personen am Tisch sind. Meine
00:08:49: Frau löst das Problem mit einer Marwell-Figur des fünfjährigen Sohnes unserer Freunde,
00:08:54: welche am Kopfende platziert wird und selbstverständlich ein eigenes Gedäck bekommt. Und damit sind wir 14.
00:09:01: Reden wir über den Aberglauben beim Essen und Trinken. Auch nochmal ein ganzer Kosmos. Eine
00:09:08: Gabelfeld zu Boden. Unangekündigter Besuch steht vor der Tür. Salz dürft ihr niemals von Hand zu
00:09:15: Hand reichen. Stellt das Salzfass auf dem Tisch ab und der andere muss von dort zugreifen. Mancher
00:09:21: Orts gilt das auch fürs Olivenöl. Salz verschüttet? Ein ernstes Problem. Aber alles wird gut, wenn
00:09:30: ihr eine Prise der verstreuten Kostbarkeit über beide Schultern werft. Niemand darf im Restaurant
00:09:35: genau an der Ecke sitzen, sonst findet der oder die nie einen Ehepartner. Brot darf nie
00:09:43: umgedreht, also mit der runden Seite nach unten, auf den Tisch oder in den Korb gelegt werden,
00:09:49: denn das bringt Unglück. Komisch, oder? Dafür gibt es zwei Erklärungen. Dahinter steckt zum einen,
00:09:57: dass das Brot den Leib Christi symbolisiert und daher mit besonderem Respekt zu behandeln ist.
00:10:03: Zum anderen soll der Brauch an Gerichtsorten entstanden sein. Das ist jetzt eine richtig spannende
00:10:09: Geschichte. Die Henker waren die meistverachteten Menschen in der Gemeinde. Niemand wollte mit
00:10:15: ihnen zu tun haben. Die Bäcker weigerten sich beispielsweise, ihnen Brot zu verkaufen und
00:10:20: wenn, dann nur jenes von niedrigster Qualität. Daher erließ der König ein Gesetz, dass die
00:10:26: Bäcker dazu verpflichtete, alle Kunden gleich zu behandeln. Der letzte Satz lautete, und wenn
00:10:32: die Bäcker keine Henker als Kunden haben wollen, dann werden die Bäcker bald Kunden der Henker.
00:10:38: Die stolzen Bäcker verkauften den Henkern so dann das Brot, aber sie reichten es mit einer
00:10:44: despektierlichen Geste über den Ladentisch, nämlich mit der Oberseite nach unten. Und etwas,
00:10:50: das ich just letzte Woche von meiner Tochter lernte, es bringt Unglück mit Wasser anzustoßen.
00:10:56: Apropos Anstoßen, das gilt in Italien als Unfein, man hebt das Glas, aber stößt es nicht
00:11:03: gegeneinander. Über diese Sitten und Gebräuche können wir ja mal in einer anderen Folge reden.
00:11:08: Glücksbringer sind in Italien, wie bei uns, das Vierblättrige Kleblatt und das Hufeisen.
00:11:15: Darüber hinaus wirkt das Reiben von Metall gegen alles Böse. Wer also beispielsweise auf der
00:11:21: Treppe stolpert und den finanziellen Verlust verhindern will, sollte schnell seinen Hausschlüssel
00:11:26: in die Hand nehmen. Tokare Ferro hilft immer. Der berühmteste Glücksbringer in Italien ist
00:11:32: der Corno oor Cornetto, ein rotes Horn, dessen Form an eine Chili-Schote erinnert. Fast jeder
00:11:39: Italiener, vor allem im Süden, trägt irgendwo so ein Amulett bei sich, bevorzugt als Schlüsselanhänger.
00:11:45: Der unklare Ursprung dieses Symbols liegt in der Steinzeit. Manche vermuten wegen seiner
00:11:51: vagefallischen Form der Corno könnte etwas mit Fruchtbarkeit zu tun haben. Aber Wissenschaftler
00:11:59: reden ja immer von fallischen Dingen, wenn sie nicht so recht weiter wissen. Und überhaupt,
00:12:03: Cornetto, gehörnt, heißt im Italienischen, wie im Deutschen, dass der Partner einen betrügt. Wenn
00:12:10: man aber das Horn bei sich trägt, scheint das irgendwie auch für die Ehe oder die
00:12:14: Partnerschaft gut zu sein. Ja, es ist eine komische Welt. Und als Letztes, vor ein paar Monaten habe
00:12:22: ich in einer Bank gelesen. Erzählen vom Kredit, sagte meine Frau. Es gibt nämlich in Italien folgenden
00:12:30: Aberglauben. Wer einen laufenden Bankkredit abzuzahlen hat, stirbt nicht. Deswegen muss man
00:12:37: möglichst immer einen Kredit am Laufen haben, ist doch klar. Und vielleicht haben Italiener
00:12:42: deswegen eine Wohneigentumsquote von 80 Prozent. Aber gläubisch zu sein ist ein Zeichen von
00:12:48: Dummheit, sagte der Autor und Regisseur Eduardo de Filippo einmal. Aber es nicht zu sein bringt
00:12:55: Unglück. Bildungsauftrage das italienische Wort. Dieses Mal ist es ein richtiges Monstrum. Und ich
00:13:06: bin gespannt, ob ich es beim ersten Mal richtig rausbringe. Nämlich abuso die Szenialationen
00:13:12: Akustika. Es geht ums Hupen. Das Hupen ist ein eigener italienischer Dialekt und mindestens so
00:13:19: faszinieren wie die Pfeifsprache auf den kanarischen Inseln. Ein kurzer Hupton ist ein freundlicher
00:13:25: Ansturbser. Zwei kurze Hupthöne sind ein Gruß für einen guten Freund, den man am Straßenrand
00:13:31: erkannt hat. Ein langer Hupton gilt als Auffordung, nun aber endlich loszufahren. Und wer zweimal
00:13:37: länger auf der Hupe steht, sucht den Fahrer, der seine Einfahrt zugeparkt hat. In den Großstädten
00:13:44: im Süden, besonders in Neapel, kommt das Hupen in dem schleichenden, chaotischen Großstadtverkehr
00:13:50: in noch einigen weiteren Nuancen daher. Obwohl die Polizei fleißig Strafzettel gegen den
00:13:56: Achtung abuso, also Missbrauch, die Szenialationen Akustika ausstellt. Nach Artikel 156, der
00:14:05: italienischen Straßenverkehrsordnung, sind Strafen von bis zu 516 Euro vorgesehen. Und jetzt zum
00:14:13: Interview. Ich habe wieder einen Gast, Georg Lux. Er ist ein geschätzter Kollege von mir und leitender
00:14:24: Redakteur der kleinen Zeitung, die in Wirklichkeit die größte Tageszeitung Österreichs ist. Und er ist
00:14:32: ein Adria-Experte der anderen Art. Denn während bei mir der Sonnenschein dominiert, hat Georg
00:14:37: gemeinsam mit Fotograf Helmut Weichselbraun ein Buch über die dunkleren, oft skurrileren Seiten des
00:14:44: Adria-Raums geschrieben. Der Titel lautet "Lost Places in der Alpen-Adria-Region". Dort geht es um
00:14:52: geheimnisvolle Bauruinen, versteckte Kirchen, gescheiterte Großprojekte, heimliche Bunker und
00:14:58: Höhlen. Es ist ein faszinierendes Buch. Willkommen, lieber Georg. Servus, danke schön für die
00:15:05: Änderung. Ich habe mir für diesen Podcast einen Fragebogen überlegt. Es gibt zehn Standardfragen,
00:15:10: die ich jedem Gast stelle. Und es gibt anschließend Fragen zu dem Gast selbst. In diesem Fall geht
00:15:16: es natürlich um die Lost Places. Bist du bereit für die Fragen? Auf geht's. Los geht's mit den
00:15:21: Standardfragen. Deine Lieblingspasta. Eindeutig karbonarer, obwohl ich als aufmerksamer Leser
00:15:28: deiner Kolumne weiß, dass es die nicht überall gibt oder geben.
00:15:32: sollte. Und vor Kurzem habe ich dann nochmal eine Spargelkarbonara gegessen im Golfklub
00:15:37: "Sensor Confini in Tarvisio". Großartig, auf Italienisch glaube ich, sonst korrigiere
00:15:43: mich bitte Karbonara di Asparagi. Deine italienische Lieblingsstadt. Das ist jetzt eine sehr gemeine
00:15:51: Frage, denn eigentlich habe ich eine Lieblingsregion in Italien. Das ist das ein kerntenangrenzende
00:15:59: Kanalteil, dass wir Kärnten und Österreicher ja gar nicht so als italienisch wahrnehmen,
00:16:04: sondern es ist eigentlich altösterreichisch und steht vorübergehend unter italienischer
00:16:09: Verwaltung. Aber nachdem du noch in einer Stadt gefragt hast, Palermo war ich gerade in der
00:16:15: Vorwoche. Sehr geile Stadt. Natürlich habe ich mir die berühmten Mumien in der Kapuziner
00:16:20: Gruft angeschaut. Und eine Stadt, die ich unbedingt ebenfalls noch besuchen möchte, war schon mehrmals
00:16:26: dort für unser Buch "Vergessene Paradiese". Das ist im Norden von Friau Liuli-Schwederzian-Saccile.
00:16:31: Eine Stadt, die ein bisschen am Venedig erinnert und in der Nähe wirklich magische Quellen hat. Die
00:16:37: Quellen des Flusses Livenza. Ein wunderbarer Ort. Wir haben tolle Fotos für unsere Bücher gemacht.
00:16:43: Ich war leider nur dienstlich dort, aber ich will es privat auf alle Fälle nachholen. Dein italienischer
00:16:49: Lieblingsurlaubsort. Keine Frage. Lieblingsurlaubsort ist und bleibt gerade. Gibt es
00:16:56: ein italienisches Gericht, das du nicht so gern magst? Da können wir gleichhin gerade bleiben bei
00:17:00: dieser Frage. Diese Fischsuppe, diese traditionelle geht gar nicht. Deine erste Erinnerung an Italien.
00:17:08: Bibione, Urlaub mit den Eltern, Ferienwohnungen, Strand, Sonnenschirm, Sandburg, mehr. Wenn du zu Hause
00:17:16: bist, was gehört für dich zu einem italienischen Abend? Das ist jetzt eine Fangfrage. Für mich
00:17:22: ein guter italienischer Abend zu Hause in Kärnten, in Österreich findet bei mir nicht zu Hause statt,
00:17:29: also nicht in der Wohnung, sondern der findet statt im Alpoeta. Das ist der Top Italiener in
00:17:36: Villach. Die Chefin Benita, eine Sicilianerin, eine waschechte, faire Preise, tolle Stimmung.
00:17:43: Eigentlich Italien pur. Bester italienischer Song? Gente di mare, 1987. Das ist die Zeit,
00:17:51: dass der Songkontest noch als musikalisches Ereignis ernst genommen wurde. Wie sieht dein
00:17:56: persönlicher idealer Tag in Italien aus? Nur am Strand liegen, dass er geht. Gar nicht. Es muss
00:18:01: auch ein mindestens einlost Place dabei sein. Bisschen Kultur, Museum und da natürlich Essen und
00:18:07: Trinken. Das kann ich besonders gut. Man sieht es im Podcast zum Glück nicht. Das perfekte Getränk
00:18:12: zum abendlichen Blick aufs Meer? Das ist ein Negroni. Also wenn man schon am Meer sitzt,
00:18:16: soll man sich nicht mit Kleinigkeiten, mit geringem Alkoholgehalt aufhalten,
00:18:19: mit einem Apparol spritzt. Das kann ja jeder. Da muss schon eine Grone her. Dein persönlicher
00:18:26: Geheimtipp an der Adria Küste? Das ist jetzt schwierig, weil ich mich ja auch sehr oft im
00:18:31: Hinterland aufhalte und nicht nur an der Küste im Hinterland. Ist mein Tipp jedenfalls die Bar
00:18:35: Loire in Camp Rosso, in Kanaltal. Ein wunderbar authentisches Lokal, faire Preise. Es geht am
00:18:42: Abend die Post ab. Auch unter Tags ist es dort sehr nett. Die Schielehrerinnen, die im Winter
00:18:47: Monte Luciari arbeiten, helfen dort im Sommer als Kellnerinnen aus. Und an der Küste wäre mein
00:18:53: Tipp das Al Baratolo, ein Lokal am Kanal Grande in Borgo Terresiano in Trieste. Dort gibt es unter
00:19:01: anderem, man hören Staune, Pizza Cabonara. Welche der Lost Places fasziniert dich am meisten?
00:19:08: Das ist auch eine sehr schwierige Frage, aber für deinen Podcast Radio Adria relativ leicht
00:19:13: zu beantworten. Besonders faszinierend war natürlich für mich oder ist noch immer die sogenannte
00:19:19: Geisterinsel Provelia vor dem Lido di Venezia. Das ist eine unbewohnte Insel, derzeit unbewohnte
00:19:25: Insel betreten verboten, bekannt aus Funk und Fernsehen. Weil dort nämlich vom Discovery Channel
00:19:31: bis zu Galileo von Pro7 sich schon Kamerateams stundenlang herumgetrieben haben. Teilweise
00:19:36: auch die Nacht dort verbracht haben und dann behauptet haben, es spuckt auf dieser Insel.
00:19:41: Dieser Insel hat sich bis vor Jahrzehnten ein Altersheim befunden. Die Ruinen stehen
00:19:45: nach wie vor drauf. Sie sind einsturzgefährdet, deshalb ist er offiziell betreten verboten.
00:19:49: Wir waren natürlich für unsere Lost Places Bücher vor Ort einmal. Die größte Challenge war
00:19:54: allerdings nicht, sich auf der Insel irgendwie durchzukämpfen, aufzuhalten, sondern jemanden zu
00:19:58: finden, der uns hinbringt. Und wir haben tatsächlich dann jemanden gefunden. Im dritten Anlauf ist
00:20:03: es gelungen, dass wir auf dieser Insel sozusagen ausgesetzt werden und dort in Ruhe fotografieren
00:20:07: können. Wir haben keine Geister gesehen, aber wir hatten trotzdem ein bisschen Angst. Nämlich die
00:20:12: Angst, dass der Mann, der uns mit dem Boot hingebracht hat, uns nicht holen kommt. Aber er ist uns
00:20:17: holen gekommen, sonst wäre ich heute nicht da. Ist dir schon mal irgendwas Unheimliches passiert?
00:20:21: Ja, es war tatsächlich eine unheimliche Begebenheit einmal in Kroatien, in einer Höhle. Unheimlich
00:20:27: vor allem deswegen, weil ich bis heute nicht weiß, ob wir zu Recht Angst hatten in diesem Moment.
00:20:31: Also wir waren in dieser Höhle, eine Quellhöhle, aus der ein Fluss entspringt. Mein Kollege Helmut Wechselbraun
00:20:36: fotografiert und ich. Und während er fotografiert hat, habe ich so durch die Gegend geleuchtet und
00:20:40: plötzlich schauen mich zwei Augen an. Es waren definitiv nicht die Augen eines Menschen und mein
00:20:46: Gehirn hat mir dann gesagt, Höhle, große Augen, größer als ein Mensch, das ist ein Bär. Ich habe
00:20:52: dann nur meinen Fotografen gepackt, gesagt, Bär, raus und wir sind gemeinsam sehr, sehr schnell aus
00:20:58: dieser Höhle hinaus und auch aus dem ganzen Tal hinaus. Also wir haben nicht vor der Höhle gewartet
00:21:02: und schaut, ob ich wirklich einen Bären gesehen habe. Ich bin mir bis heute nicht sicher, bin aber
00:21:08: froh, lieber einmal zu viel, zu schnell davon rennen, als einmal zu lange warten.
00:21:13: Gab es mal Ärger mit den Behörden? Da bin ich mir ganz sicher, dass da doch mal die Polizei
00:21:19: vorbeischaut hat. Richtig Ärger hatten wir in Italien noch nie, aber es gab eine sehr,
00:21:24: sehr lustige Begebenheit. Wir machen ja auch Reisen auf den Spuren unserer Bücher. Das heißt,
00:21:28: wir fangen mit 10, 20, 30 Personen in einem Bus zu den Lost Places, damit die Leute dort die
00:21:34: Geschichte kennenlernen und Fotos machen können. Und wir waren mit so einer Reise unterwegs zum
00:21:38: ehemaligen Grenzbahnhof an der österreichischen Grenze schon auf italienischer Seite, Tarvisio
00:21:43: Centrale, seit mehr als 25 Jahren verlassen, ein wunderbarer Ort für tolle Fotos. Und ich sage
00:21:49: noch beim Aussteigen zu den Leuten, wenn da keine Reminiere kommen, Scherzhalber habe das gesagt,
00:21:53: sagen wir einfach, dass wir nur den Radlweg angeschaut haben, der unten vorbei geht,
00:21:56: da geht der Ciclovia, bei Adria unten vorbei. Und tatsächlich, als wir zurück zum Bus kommen,
00:22:00: stehen dort hinter dem Bus zwei Karabinäre. Als sie dann gesehen haben, da kommt nicht
00:22:06: eine Person aus dem Bahnhofsgelände heraus, sondern mehrere, haben sie sich wahrscheinlich
00:22:11: gedacht, oh Gott, das könnte in Arbeit ausarten, wenn wir die alle beamts handeln oder abstrafen.
00:22:16: Sie haben uns dann freundlich über die Straße geholfen und in Ruhe weiterfahren lassen.
00:22:20: Wurde jetzt mal richtig gefährlich beim Klettern oder in einer Höhle?
00:22:23: Ungefährlich ist das Ganze eigentlich nie, aber es ist uns, glaube ich, verfolgt, zum Glück
00:22:29: noch nie irgendetwas passiert. Außer wir sind halt beim Weg zum Lost Place oder beim Weg
00:22:34: wieder zurück zum Auto irgendwo ausgerutscht oder gestolpert. Direkt an einem Lost Place oder
00:22:39: in einem Lost Place ist man dann so vorsichtig, dass man sich ja teilweise wie auf rohen Eiern
00:22:44: bewegt, weil die Gefahr, die Hauptgefahr in so einem leer stehenden Gebäude geht ja meistens
00:22:49: nicht von der Decke aus. Man schaut dann instektiv immer rauf, sondern eigentlich ist die Gefahr der
00:22:53: Boden, dass der Boden nachgeben könnte oder ganz, ganz blöd ist uns auch schon passiert,
00:22:57: aber wir sind heil rausgekommen, dass man in irgendeinem aufgelassenen Stause stecken bleibt
00:23:01: im Schlamm. Welche Top 3 Lost Places, die man gefahrlos besichtigen kann, würdest du den
00:23:08: Hörerinnen und Hörern empfehlen? Top 1 natürlich, der alte Bahnhof, schon erwähnt,
00:23:13: Tavizio Gentrale, direkt an der Grenze zu Österreich. Vor 25 Jahren verlassen worden von
00:23:18: den italienischen Eisenbahnern, die dort sehr, sehr viel zurückgelassen haben. Nur die Schienen
00:23:22: hat man ausgebaut, dort verläuft jetzt der berühmte Ciclovia Alpe Adria, der Radweg von Salzburg nach
00:23:27: Grado. Und das treiben sich auch immer wieder Personen herum auf diesem Bahnhof, muss man
00:23:32: ein bisschen aufpassen, er dient als Kulisse für erotische Fotoshootings und auch für
00:23:37: erwachsenen Filme, wenn man das so nennen kann. Illegale Produktionen natürlich. Top 2,
00:23:44: wir nähern uns jetzt schon dem Meer, ist der Cole di Osoppo, also wenn man so eine biergige
00:23:48: Landschaft nach dem Canalteil weiter Richtung Meer kurz vor Udine verlässt, taucht nach der ersten
00:23:54: Brücke über den Taliamento, rechts ein Hügel auf, der berühmte Cole di Osoppo, ganz leicht zu
00:23:59: erreichen, man fährt vom Ort Osoppo, von der Stadt Osoppo, einfach die Straße hinauf. Oben
00:24:03: gibt es ein Lokal mit einem tollen Friolano, eine wunderbare Aussicht und 2000 Jahre Festungsgeschichte.
00:24:09: Also von den Römern bis am Schluss zu den Italienern, dazwischen die Venezianer, die Franzosen,
00:24:14: die Österreicher, alle haben auf diesem Berg irgendwas gebaut. Die Ruinen kann man sich
00:24:19: bis heute anschauen, auch die Höhle, in der eine frühchristliche Heilige gewohnt hat, ist
00:24:23: alles ein Wortfreilichtmuseum und wie gesagt, man kann mit dem Auto bis vor die Tür fahren.
00:24:28: Mein dritter Tipp, wenn man schon kurz vor Grado ist oder in Grado Urlaub macht und dann vielleicht
00:24:34: ein Stückchen ins Landesinnere zurückfährt, man sollte sich unbedingt auch Palmanova anschauen,
00:24:40: die Stadt in Sternform mit einer Befestigungsanlage aus der Zeit der Venezianer. Teilweise kann
00:24:46: man in diese Befestigungen auch noch hineingehen, in diese alten Mauern, in diese Gänge, wenn man
00:24:50: eine Taschenlampe mit hat, hineinleuchten. Es ist mittlerweile auch ein Museum eingerichtet
00:24:54: worden. Es gibt einen Wanderweg, der rundherum führt, auf alle Fälle für jeden Lost Places
00:24:58: Fan und für jeden, der es noch werden will, zum hineinschnuppern ein tolles Erlebnis.
00:25:02: Gibt es ein neues Adria-Projekt oder keine Fortsetzung? Hier in Grado gäbe es nämlich auch
00:25:08: ein paar Lost Places. Fortsetzung ist es keine, aber stimmt, es gibt ein neues Projekt, viel
00:25:14: darf ich noch nicht verraten haben oder so viel. Es spielt in Italien, es wird auch in Grado
00:25:21: ein bisschen spielen, nicht nur in Grado, aber auch in Grado und ich fürchte, es wird auch
00:25:25: der Stefan Maywald vorkommen. Vielen Dank, lieber Georg. Alles über sein Buch findet
00:25:30: ihr in den Shownotes. Der heutige Buch-Tipp passt sehr gut zur Geheimnisfolge. Shakespeare
00:25:42: wie ich ihn sehe, von Bill Bryson. Nein, keine Angst, wir reden nicht über die Interpretation
00:25:48: von Heimlet oder Macbeth, sondern über das, was wir über William Shakespeare wissen und
00:25:54: das ist unfassbar wenig. Obwohl er eine Million Wörter geschrieben haben muss, haben wir
00:26:01: nur ganze 14, die gesichert von ihm stammen, darunter sechsmal seine Unterschrift, in der
00:26:07: er seinen eigenen Namen jedes Mal unterschiedlich buchstabiert. Wir wissen nur von drei Tagen
00:26:13: in seinem Leben, wo er an jenem Tag wirklich war. Und weil wir so wenig wissen, gibt es
00:26:19: die abenteuerlichsten Theorien um ihn. Die Bill Bryson, alle genüßlich zerlegt. Das Buch
00:26:25: ist ein echtes Lesevergnügen und macht richtig Lust auf Shakespeare. Weitere Informationen
00:26:30: wie immer in den Shownotes. Jetzt lese ich euch noch ein ganz kurzes Kapitel aus mein
00:26:38: Leben am Strand vor. Ein Lieblingskapitel meiner Lektorin und irgendwie sehr, sehr gut passend
00:26:47: zum August, denn ich hoffe, ihr liegt alle gerade irgendwo am Strand oder im Garten oder
00:26:52: am Badeteich. Die horizontale Lebensart. Der Strand ist der Ort der Liegen und des Liegens.
00:27:02: In jedem Fall findet das Leben hier weitgehend in der horizontalen Stadt. Selbst die fleißigsten,
00:27:09: produktivsten, rastlosesten Menschen geben irgendwann nach und nehmen die Ruheposition
00:27:15: ein. Und doch sorgt das Liegen auf eigenartige Weise für kreative Momente. Ich kann nicht
00:27:23: nachdenken, wenn ich nicht liege, schrieb Truman Capote. Das Liegen ist die positivste
00:27:30: unaufdringlichste Form der Fortschrittsverweigerung, des Inhaltens statt vorwärtsstürmens. Schon
00:27:37: der Blick. Er schweift in die himmlische Unendlichkeit, nicht auf ein festes Ziel vor Augen. Oder
00:27:44: auf die Seiten eines Buches. Die Reise in eine andere Welt. Der liegende Mensch ist ein
00:27:51: harmloser, eleganter, waagerechter Mittelfinger, wieder die Hektik der Welt. Das Liegen ist
00:28:00: das horizontale Pendant der traumartigen Spaziergänge des melancholischen Flaneurs, der, obwohl
00:28:07: er geht, oft kein bestimmtes Ziel vor Augen hat, schreibt Bernd Brunner in seinem Buch
00:28:12: "Die Kunst des Liegens". Liegen ist die Antithese zu allen modernen Aufforderungen an den Menschen.
00:28:18: Und es ist die bequemste Position, die uns möglich ist. Sie verbraucht keine Kalorien
00:28:25: und verlangt keinerlei Muskelkraft. Deswegen wird das Liegen oft mit Faulheit verwechselt
00:28:31: und ist im Alltag, jedenfalls außerhalb der Schlafenszeiten, verpönt. Und vielbeschäftigte,
00:28:37: die sich ein Nöckerchen gönnen wollen, haben als Entschuldigung den schrecklichen Begriff
00:28:42: des "Power-Napping" erfunden. Am Strand sind keinerlei Ausreden nötig. Wir ergeben uns
00:28:49: mit Wonne der Schwerkraft. Und wer uns des Müsichgangs bezichtigt, dem halten wir einen Satz
00:28:55: des englischen Schriftstellers Gilbert Keith Chesterton entgegen. Der Erfinder des ermittelnden
00:29:01: geistlichen Potter-Brown erkannte in seinem Essay "On Lying in Bad" erschienen 1909, dass das
00:29:09: berühmteste Kunstwerk der Geschichte nicht nur im Liegen erschaffen, sondern auch erdacht worden
00:29:14: sein musste. Nur weil sich Michelangelo, der alterwürdigen Beschäftigung des "Imbed Liegens"
00:29:21: hingab, kann er herausgefunden haben, wie die Decke der sikstinischen Kapelle zu einer
00:29:27: furchterweckenden Nachgestaltung des göttlichen Dramas umzuwandeln wäre, das nur im Himmel spielen kann.
00:29:34: So, das war's für heute. Was gibt es Neues vom Schreibtisch? Jeden Freitag gibt es von mir
00:29:43: die mediterrane Wochenschau auf postausitalien.com mit Neuigkeiten aus Grado und der Adria.
00:29:49: Kostenlos und werbefrei natürlich. Ihr könnt die mediterrane Wochenschau ganz einfach oben auf
00:29:55: der Startseite bei postausitalien.com abonnieren. Dann bleibt ihr auch über alle meine Buchprojekte
00:30:03: auf dem Laufenden, denn es wird ein ganz heißer Herbst, das verspreche ich euch. Apropos
00:30:09: abonnieren. Abonniert auch diesen Podcast, wenn ihr es noch nicht getan habt und empfiehlt
00:30:15: ihn gern weiter. Würde mich riesig freuen. Und jetzt erstmal einen Kaffee bei Pino. Bis bald.
00:30:26: Das war Radio Adria, der Italien-Podcast. Wenn euch diese Folge gefallen hat,
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00:30:46: Grazie mille und bis zur nächsten Folge. Bleibt Deutsche Wieter.
00:30:55: [Musik]
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