#7: Triest und der Kaffee, Venedig und die Millionen

Shownotes

Die Themen:

Alles über den perfekten Kaffee aus der Kaffeehauptstadt Triest, die besten Tipps für Filter- und Siebträger-Enthusiasten und Ausgehtipps für eine der faszinierendsten Städte Italiens.

Die Schlagzeilen: 

Schiedsrichter sollen zu Beginn der Saison besser geschützt werden, das Rätsel der Autobahngebühren -- und Venedigs Altmeister Canaletto erzielt einen neuen Auktionsrekord (hier geht's zum FAZ-Artikel mit Bild).

Und: 

Es gibt Einzelheiten über das Trampeltier am Strand von Grado sowie Tipps für Gorizia, Europas Kulturhauptstadt 2025.

Bücher unterm Sonnenschirm:

James Kestrel, »Fünf Winter«, Suhrkamp Verlag, 15 Euro.

Die Partner der siebten Folge: 

Ca' Savorgnan

Mehr Informationen über den Borgo: info@gradese.it

FVG Bike Trail

Eine Radrundfahrt Anfang September durch die Region ohne Stress. Link: www.fvgbiketrail.com

Fragen, Wünsche, Anregungen? Wen wollt ihr mal als Gast hören, welche Themen soll ich mir vornehmen, was würdet ihr wirklich gern wissen? Schreibt mir: radioadria@gmx.de

Mehr vom Autor: 

Facebook: Stefan Maiwald

Instagram: @buchundwein

Blog: www.postausitalien.com

Der Podcast ist eine Produktion von http://www.studiovenezia.de

Transkript anzeigen

00:00:00: Buongiorno und herzlich willkommen bei Radio Adria, dem Podcast aus Italien.

00:00:10: Hier dreht sich alles um la Deutsche Vita, um das Lebensgefühl zwischen Espresso und

00:00:16: Apparativo, um die kleinen Geheimnisse und großen Geschichten dieses wunderbaren Landes.

00:00:21: Ich bin Stefan Maywald, Autor und Wahlitaliener aus Grado und ich nehme euch mit auf eine

00:00:27: Reise voller Sonne Genuss und Italianita. Also zurücklehnen, entspannen und ein bisschen Italien ins

00:00:35: Leben lassen. Andiamo! Hallo ihr Lieben, Folge Nummer 7 und wir sind schon bei 12.000 Downloads.

00:00:49: Fantastico. Aber reden wir nicht lange rum und nehmen den Schwung gleich mit. Worum geht es

00:00:57: in dieser Folge? Es dreht sich viel um Triest, eine meiner Lieblingsstädte, es dreht sich viel um

00:01:04: Café und wir reisen auch nach Venedig und Gorizia. Ich sage übrigens viel lieber Gorizia als Gertz.

00:01:12: Vorher ein paar Dinge, die in den letzten Wochen in Italien passiert sind und die euch bestimmt

00:01:19: interessieren. Die wichtigsten Schlagzeilen. Als erstes erzähle ich euch von zwei neuen

00:01:28: Verordnungen. Einmal geht es um Fußball, einmal um Autos. Zwei sehr italienische Themen. Als erstes

00:01:37: sollen Schiedsrichter besser geschützt werden. So wie in Deutschland und Österreich auch wurden

00:01:43: in den unteren Liegen immer häufiger Schiedsrichter angegriffen, beleidigt und gar geschlagen. Ab

00:01:49: der neuen Saison werden sie unter besonderen Schutz gestellt, indem die Strafen für Übergriffe

00:01:54: massiv erhöht werden. Wer einen Schiedsrichter angreift, macht sich genauso schuldig wie jemand,

00:02:01: der einen Polizisten angreift. Wer also rabiat wird, dem Drohnen ab dieser Saison, die in diesen

00:02:08: Tagen beginnt, Haftstrafen zwischen zwei und fünf Jahren bei besonders schwerer Körperverletzung

00:02:14: gar acht bis sechzehn Jahre. Allein in der vergangenen Saison wurden mehr als 600 Angriffe auf

00:02:21: Schiedsrichter in den italienischen Liegen gemeldet. Ich denke, diese Zahl wird sich hoffentlich sehr

00:02:28: bald reduzieren. Thema Autos und etwas unerfreulicher, die Autobahngebühren erhöhen sich pünktlich zum

00:02:37: August, zur Ferienzeit also. Pro 1.000 Kilometer soll es einen Euro mehr kosten. Ich denke,

00:02:45: das wird niemanden von uns abschrecken. Und ob das Dekret wirklich durchgesetzt wird, ist wie immer

00:02:51: unklar. Denn der Zeitpunkt wirft kein gutes Licht auf die Politiker. Klar. Wundert euch also nicht,

00:02:59: wenn die Autobahngebühr ein paar Cent mehr kostet. Die italienische Zahl. 27,5 Millionen Pfund. Was

00:03:12: für ein Hammerpreis. Bei Christie's in London hat Canalettos fast anderthalb Meter breites

00:03:19: Bild der Rückkehr des Bucci in Toro, der Barcke des Venetianischen Dojen zum Landungssteg am Himmelfahrtstag

00:03:26: alle bisherigen Auktionsrekorde gebrochen. Die FAZ schreibt, selbst in Zeiten, in denen der

00:03:33: Markt für Altmeister gemälde sich im Abwärtstrend befindet, gibt es Lichtblicke. Gleich fünf

00:03:39: Bieter aus Asien, Europa und Nordamerika riefen immer höhere Preise auf. Und Canaletto,

00:03:46: 1768 gestorben, gehört damit zu den teuersten Malern der Geschichte. Und ich habe eine besondere

00:03:54: Beziehung zu ihm. Denn eines seiner Bilder ist das Cover meines historischen Romans der Knochenraub

00:04:00: von San Marco. Und jetzt reisen wir nach Trieste. Ich liebe Trieste. Es duftet nach mehr, seilt sich

00:04:09: und irgendwie gemütlich. Es duftet gleichzeitig auch nach Kaffee. Verlockend. Das ist hier in

00:04:17: Trieste kein Trick. Denn als erstes liegt Trieste am Meer. Und zwar so richtig am Meer, nicht an

00:04:26: einem Inlandshafen, nicht an einem Flussdelter. Und die Adria ist heute ziemlich kabelig,

00:04:32: wie es an der Nordseeküste heißt. Vengang im Mittelmeer? Doch, der kommt vor. Gerade hier in

00:04:38: Trieste, wenn die berüchtigte Bora an Markisen, Dachziegeln und überkrunden Zähnen rüttelt.

00:04:45: Und ich liebe auch das Essen hier. Wie könnte es anders sein? Die Triestiner Tradition des Essens

00:04:54: soll, weil sie so ungewöhnlich ist, hier kurz erklärt werden. Ein Buffett ist eine kleine

00:05:01: Kneipe, die ein Euro Wein vom Fass ausschenkt und dazu herzhafte Köstlichkeiten serviert. Schon

00:05:07: vormittags kehrt man zum Rebekinen ein, dem deftigen Frühshoppen und stimmungsvoller lässt sich

00:05:14: kaum ins Stadtleben eintauchen, etwa im Dajovani direkt am Theater. Dort bin ich am liebsten. Aber es

00:05:22: gibt noch weitere interessante Orte, etwa das Dabeppi. Und im Gran Malabar, eher eine Inoteka,

00:05:29: lässt Krimi Autor Faitainichen seinen Ermittler Proteo Laurenti speisen. Faitainichen will

00:05:36: ich übrigens auch mal in den nächsten Wochen in diesen Podcast einladen. Und das muss man erst

00:05:41: mal schaffen, einem Süditaliener wie Laurenti so viel mittägliche Deftigkeit schmackhaft zu

00:05:46: machen. Einer wie Laurenti ist mit Triestiner Speisekarten überfordert. Wir Tedeschi und

00:05:53: Austriacchi hingegen verstehen vieles schnell. Graffen, Gugelupf, Snjappe, dazu gibt es Kaiserfleisch,

00:06:01: Gulasch, Palacinke und Strodel. Die Tradition des Rebekinen geht angeblich auf die Hafenarbeiter

00:06:09: zurück, die früh mit dem Ausladen der Schiffe begannen und im Laufe des Vormittags eine Stärkung

00:06:14: brauchten. Das vormittägliche Schlemmen mit einem Gläschenwein heißt auch Miranda Triestiner,

00:06:21: die sich frei mit dem schönen, leider im Aussterben befindlichen Gabelfrüstück übersetzen

00:06:27: lässt. Triest tut der Seele gut, besonders kreative Gemüter fühlen sich hier wohl. Früher waren

00:06:35: es Stendal, Rilke, James Joyce, Umberto Saba und Italo Svevo. Heute sind es Claudio Margris,

00:06:43: der schon erwähnte, Phaitheinchen oder Susanna Tamarro mit ihrem Weltbesseller G,

00:06:48: wohin dein Herz dich trägt. Susanna ist übrigens die Großnichte von Italo Svevo,

00:06:55: der eigentlich Hector Schmitz hieß. Und der war einer der ersten berühmten Personen,

00:07:01: die bei einem Autounfall ums Leben kam, nämlich im Jahr 1928. Da fuhr er gegen einen Baum.

00:07:08: Reiner Maria Rilke war allerdings gar nicht so häufig in Triest. Der feine Poelt genoss

00:07:15: eher die prächtige Abgeschiedenheit des Schlosses Induino, ein paar Kilometer davor. In welchem

00:07:21: ihn seine Förderin, die Gräfin Marie von Thurn und Taxis Hohenlohe, ab 1912 immer wieder wohnen

00:07:28: ließ, oft sogar allein. Allein, aber mit all ihren Angestellten. Ja, er wird sich dort schon

00:07:36: wohlgefühlt haben, als Hochadliger auf Zeit, wo ihm der Weltschmerz aufs Allerschönste gemildert

00:07:41: wurde. Seine zehn Duinéser Elegien erschienen 1923. Jetzt aber wie angekündigt zum Café,

00:07:52: denn keine Stadt ist stärker von Café geprägt als Triest. Dabei waren die Venetianer die ersten,

00:08:00: die mit Café in Büro kamen. Ein Gesandter brachte die Bohne im Jahr 1570 aus dem Orien mit. Die

00:08:09: Signori der Serenissima probierten und verzogen angewidert das Gesicht. Sie blieben lieber bei

00:08:16: ihrem süßen, dickflüssigen Kakao, der aus dem neu entdeckten Kontinent im Westen kam.

00:08:21: Triest dagegen erkannte das Potenzial und monopolisierte den Handel. Das Marketing war

00:08:29: erfolgreich. Statusimbol, Wachmacher, Medizin gegen alle Leiden und das wichtigste vielleicht

00:08:35: Aphrodisiacum. Die Caféhäuser wurden die Adelspaläste der Kaufleute. Hier durfte

00:08:43: zudem frei geredet werden. Hier gerte es, hier versammelten sich bald Revoluzer. Die Caféhäuser

00:08:49: gaben den Wutbürgern ihre konspirativen Treffpunkte. So trafen sich im 1830 gegründeten

00:08:57: Tomaseo die Irredentisten, die Triest lieber unter Italienischer als unter österreichischer

00:09:03: Herrschaft sehen wollten, so wie in Venedig im Florian. Eine Einstellung, die durchaus lebensgefährlich

00:09:09: war. Auch Attentatspläne gegen den Kaiser in Wien wurden geschmiedet. Nun muss man wissen,

00:09:16: dass Triest nicht bloß 100 Jahre lang zu Österreich gehörte wie Venedig oder Gradung,

00:09:21: sondern mehr als 500 Jahre. Erst dank des Geldes der Habsburger wurde aus der Fischersiedlung

00:09:28: ein bedeutender Seehafen. Aber undank ist eben der Weltlohn. Bald kamen auch die Literaten.

00:09:36: Im Caféhaus bist du unter Menschen, aber allein heißt es. Und bis heute ist das passende Café

00:09:42: in Italien eine Glaubensfrage, genau wie der Fußballverein. Angeblich wechselt man eher den

00:09:48: Lebenspartner als den Lieblingsklub und so ähnlich ist es mit dem Ort des ersten Cafés am Morgen.

00:09:54: Der Espresso aus fauchenden Siebträgermaschinen gehört zum Leben wie das Schwätzchen mit dem

00:09:59: Barista und der Blick in die rosafarbene Gazetta dello Sport. Eine Zeitung,

00:10:05: über die ich in einem der nächsten Podcasts sicher nochmal ein bisschen mehr erzählen werde.

00:10:08: Erst danach beginnt der Alltag. Auch ein Espresso zum Abschluss des Abends ist

00:10:15: für viele Italiener heilig, insbesondere für meinen Schwiegervater. Aber wie bekommt man einen

00:10:21: wirklich guten Café, eine perfekte ölige Pfütze, einen Godshot, wie es die Enthusiasten nennen,

00:10:28: mit Bordmitteln hin, also ohne gewaltige Siebträgermaschinen? Wichtig ist der Durchlauf. Espresso-

00:10:36: Maschinen müssen ständig in Betrieb sein. Mindestens 50 Espresso pro Tag sollte sie schaffen,

00:10:42: erklärte mir vor ein paar Jahren Enrico Maltoni, der die größte Sammlung von Café-Maschinen

00:10:47: weltweit besitzt. Sein Museum ist in der Nähe von Mailand, lohnt sich. Einen Porsche jagt man ja

00:10:54: auch nicht, zweimal auf die maximale Umdrehungszahl und lässt ihn dann in der Gerate stehen.

00:10:59: Apropos Auto, auch wegen der Ausstoßmenge sind die Cafés an den italienischen Autogrillraststätten so

00:11:07: unverschämt gut. Ilborn Café si beve al bar, sagt Maltoni. Und so sehe ich alle meine deutschen

00:11:15: und österreichischen Freunde, um ihre tollen Espresso-Maschinen beneide. In Italien kenne

00:11:21: ich niemanden, der so ein Wunderwerk daheim hat. Ilborn Café si beve al bar. Ein

00:11:29: kurzer historischer Exkurs. Einst trank man den Café, wie Tee. Man übergoss das Pulver aus den

00:11:35: Bohnen einfach mit heißem Wasser. Manchmal filterte man das Pulver heraus und manchmal nicht. Und

00:11:42: wie es mit unserem Bürokafé geht, wurde der Café schnell, schal, kalt, bitter. Wäre es nicht

00:11:49: möglich, einen Café alles Presso zu machen. Frisch und genau dann, wenn der Kunde ihn ordert,

00:11:55: der erste Geniestreich erfolgte im Jahr 1901 von einem Tüftler namens Luigi Bezzera. Wasser

00:12:03: wurde in einem großen Kessel bis zum Verdampfen erhitzt und durch ein Ventil nach draußen

00:12:09: entlassen, wo es auf den gemahlenen Café traf. Nicht schlecht, aber immer noch eine ziemlich

00:12:15: bitterer Angelegenheit, denn das Wasser war meist schon Wasserdampf und der ist heißer als 100

00:12:20: Grad. Das Café-Pulver verbrannte, das Gestränk schmeckte entsprechend. Aber immerhin, der Café

00:12:28: kam frisch Dampfen zu den Kunden. Für die ersten Ungetüme brauchte man ein Patentino,

00:12:35: eine Bedienerlaubnis. Und der Bedienende hieß nicht Barista, sondern Machinista-Maschinist.

00:12:41: Hin und wieder explodierte ein Kessel. Erst 1948 hatte Akille Gadja die Königsidee. Ein Kölben,

00:12:51: den der Maschinist mit einem Hebel bediente, brachte ordentlich Druck auf das Wasser, um es

00:12:56: durch das Café-Pulver zu pressen. So musste das Wasser nicht mehr kochend heiß sein und endlich

00:13:02: entstand unter dem Druck von neun Bar die Creme, die leicht schaumige Espressochrone,

00:13:08: die zunächst unter dem Verdacht stand, giftig zu sein. Oder zumindest ein Gepanche des Barmans.

00:13:13: Con Cramer Naturale mussten die Hersteller der Maschinen beschwören. Aber bei aller Liebe,

00:13:20: diese neunbare Druck kann ich nicht aufbringen. Zwar hatte ich mir immer eine Siebträgermaschine

00:13:27: anschaffen wollen, aber als ich sie mir endlich leisten konnte, traf ich eben den Café-Maschinensammler

00:13:32: Maltoni, der mir davon abrät. Und deswegen trinke ich meinen Café jeden Morgen in der Bar bei Pino.

00:13:39: Und so ist das Buch "Meine Bar in Italien" entstanden. Aber das ist eine andere Geschichte.

00:13:45: Und deswegen treffe ich in Trieste Paulo. Er ist als kleines Kind in einen Kessel-Café-Bohnen

00:13:52: gefallen und weiß daher alles, wirklich alles über Café. Während Enrico Maltoni mit seinem

00:13:58: technischen Wissen und schlagbar ist, punktet Paulo mit Zunge und Gaumen. Dass er seine

00:14:04: Passion zum Beruf gemacht hat, ist typisch italienisch. Er ist Handelsreisener in Sachen

00:14:10: Café, verdritt eine mittelgroße Marke und ist für Venezien und das Friol zuständig. 60.000

00:14:17: Kilometer fährt er im Jahr. Aber am Ende jeder Reise, ob in den Nachbarort oder von Trieste

00:14:23: nach Treviso, wartet am Ende ein guter Café. Es ist Anfang Juli, das Wetter zeigt sich

00:14:29: gewittrig und auch Paulos Stimmung ist umwölkt. Ich war gestern zur Generaluntersuchung bei

00:14:35: einem neuen Arzt, erklärt der große Mann mit den breiten Schultern, gerade 60 Jahre alt geworden.

00:14:41: Und er fragte mich, seit wann ich denn Diabetes hätte. Was für Diabetes fragte ich? Und er,

00:14:47: ja, sie haben eindeutig Diabetes. Wir müssen mit einer strengen Diät anfangen. Und ich,

00:14:53: aber erst ab September. Eine sehr italienische Antwort würde ich sagen. Als Kompromiss hat er

00:15:00: heute den Tag mit einem grünen Tee begonnen, was eine freudlose Angelegenheit ist. Und Café

00:15:06: ist sicher nicht schuld an seiner Diabetes, er trinkt nur zwei Fützchen am Tag. Jetzt aber

00:15:12: bestellt er einen Café. Was in Italien immer ein Espresso ist und in Trieste auch einfach Nero

00:15:18: genannt wird. Trieste hat tatsächlich eine eigene Kaffeesprache entwickelt. Ein Café

00:15:23: Machiato ist ein Capo, ein Cappuccino ist ein Café Latte. Komisch aber wahr. Paulo selbst hat

00:15:30: auch keine Siebträgermaschine daheim, sondern nur eine Moca, womit diese hübschen, meist silbernen

00:15:36: Kännchen gemeint sind. Fast immer von der Firma Bialetti, die direkt auf den Herd gestellt werden

00:15:42: und das kochende Wasser nach oben durch das Café Pulver steigen lassen. Auch wenn das, was aus

00:15:48: der Maschine kommt, im deutschen Sprachgebrauch gern Espresso genannt wird, ist es doch in Italien

00:15:53: eine eigene Gattung. Und das oft benutzte deutsche Wort Espresso-Kännchen ist irreführend. Daher

00:16:00: ziehen wir in diesem Podcast das italienische Moca durch. Übrigens mit allem K. Kein Espresso,

00:16:07: aber eben auch kein Filtercafé. Moca eben. Es gibt, auch das ist typisch Italien, keinen

00:16:14: großen lebensverändernden Tipp, um einen guten Café hinzubekommen. Es sind zwei, drei Details,

00:16:20: die entscheidend sind. Paulo empfiehlt vor allem gemahlenen Café und das gilt also auch für Filtercafé

00:16:27: Leute im Kühlschrank aufzubewahren. Bei ganzen Wohnen können es zumindest nicht schaden. Falls vom

00:16:34: Tag gemahlener Café übrig geblieben ist, einfach in ein Plastiktüttchen umfüllen und in den

00:16:39: Kühlschrank tun. Was fast immer jeden Café verbessert, natürliches Mineralwasser statt

00:16:45: Leitungswasser nehmen. Leitungswasser ist meistens zu kalkhaltig und die Partikel können schnell

00:16:51: die feinen Filter verstopfen. Was dem Café die Wirkung nimmt, erklärt mir Paulo. Und da haben

00:16:57: wir es. Es ist nicht die große Magie, sondern der Blick für die Kleinigkeiten. Und auch hier zeigt

00:17:04: sich die italienische Philosophie, der Materia prima, bedingungslos zu vertrauen und ihr ein

00:17:10: bestmögliches Dasein.

00:17:12: zu garantieren. Am Tag nach meinem Treffen mit Paulo klingelt das Telefon. Eine unbekannte

00:17:20: italienische Handynummer. Normalerweise antworte ich nie bei unbekannten Rufennummern und sehr

00:17:26: oft auch nicht bei Bekannten. Aber dieses Mal tat ich es. Und das war ein großes Glück.

00:17:31: Denn am Telefon meldete sich Matteo, ein Kollege Paulos. Die Anfrage eines Deutschen nach dem

00:17:38: perfekten Kaffee hatte in der Rösterei schnell die Runde gemacht. Aber vielleicht haben die

00:17:43: Kaffeentusiasten ja auch nur Angst, dass ich ihr kulturelles Erbeversauer in diesem Podcast.

00:17:49: Jedenfalls, wenn Paulo schon als ausgesprochener Kenner gelten darf, ist Matteo halb Mensch,

00:17:56: halb Kaffeebohne. Für den Lebensmittelchemiker müsste eine Steigerung des Wortes "Leidenschaft"

00:18:03: erfunden werden, wenn es um Kaffee geht. Anderthalb Stunden dauert das Telefonat

00:18:07: und noch einmal anderthalb Stunden brauche ich, um meine Notizen in lesbare Form zu bringen. Hier

00:18:14: kommen für euch die wichtigsten Stichworte. Ich zitiere ab jetzt Matteo. Wenn du bei mir die

00:18:20: Schränke öffnest, findest du zwei Dutzend Kaffeemaschinen jeder Art. Aber das gehört wohl

00:18:25: zu meinem Beruf dazu. Natürlich kannst du auch einen guten Kaffee ohne Siebträgermaschine machen.

00:18:31: Jede Zubereitungsform hat Vor- und Nachteile. Aber die Methode, die unsere Tradition des

00:18:37: gemeinsamen Genießens am besten trifft, ist das Mokka-Kännchen. Jetzt ich noch mal kurz im

00:18:43: Original spricht Matteo von "Convivialità", das so schwer zu übersetzen ist wie die "Spaghettata",

00:18:49: die vom Wörterbüchern vorgeschlagene Geselligkeit trifft es nicht genau. Matteo weiter. Ich selbst

00:18:57: habe drei Mokka-Kannen daheim. Von der Single-Edition bis zu der ganz großen Kanne für zehn Personen.

00:19:02: Aber die Prinzipien bleiben dieselben. Das Wasser für den Kaffee sollte Zimmertemperatur haben oder

00:19:09: sogar leicht angewärmt werden, damit dem gemahlenen Kaffee jeder thermische Stress erspart wird.

00:19:15: Das Wasser solltest du bis knapp unter maximalen Füllstand eingießen. Das Kaffeepulver, das genau

00:19:22: bis zum Ende des Trichtereinsatzes reichen sollte, darf nicht gedrückt werden und muss schön gleichmäßig

00:19:27: gestrichen sein. Keine zu heiße Flamme. Kaffee in den Kühlschrank oder nicht in den Kühlschrank?

00:19:34: Keine einfache Frage. Denn der Kühlschrank hilft zwar bei der Bewahrung der Aromen,

00:19:39: aber der Kaffee, ob Bohne oder gemahlen, sollte rechtzeitig vor der Zubereitung aus dem Kühlschrank

00:19:45: geholt werden, um Zimmertemperatur zu erreichen. In den Rakollitore, das Kannenoberteil, solltest du

00:19:53: ein paar Tropfen Wasser geben, gerade so, dass der Boden bedeckt ist. Das sorgt dafür,

00:19:58: dass die ersten Kaffeetropfen nicht auf das glühend heiße Metall treffen und für unangenehm

00:20:03: bittere, verbrannte Noten sorgen. Die Flamme so schnell wie möglich abstellen,

00:20:08: wie die ersten Tropfen aufgestiegen sind. Bitte nie Leitungswasser nehmen. Es ist praktisch immer

00:20:14: dem natürlichen Mineralwasser unterlegen. Es folgen ein paar komplizierte chemische

00:20:19: Begründungen, die das belegen und die ich mit ziemlicher Sicherheit nur unvollständig

00:20:23: wiedergeben könnte. Wer mit Milch für einen Cappuccino-Schaum arbeiten will,

00:20:28: sollte frische Vollmilch nehmen. Nur die gibt die perfekte Creme. Wer dagegen einen Schuss

00:20:33: kalte Milch bevorzugt, ist mit fettrelozierter Milch am besten beraten. Auch hier frisch nicht

00:20:38: pasteurisiert. Zucker dient nicht nur zum Süßen, sondern auch als Geschmacksverstärker. Das gilt

00:20:45: im positiven, wie im negativen Sinn. Schlechter Kaffee wird durch Zucker noch schlechter.

00:20:50: Ich plädiere für weißen Zucker, weil andere Zucker- und Süßstoffe zu viel Eigengeschmack

00:20:56: mitbringen. Ideal sind 2 Gramm Zucker für einen Espresso. Das ist etwa ein halbes Tütchen.

00:21:02: Wenn du noch Fragen hast, melde dich jederzeit. Welche Fragen, lieber Matteo, hätten nach

00:21:09: unserem Gespräch dennoch offen bleiben können. Grazie die Quore. Und weil Sommer ist, geht es

00:21:16: jetzt wieder ans Meer. Ich lese euch ein Kapitel aus "Mein Leben am Strand vor", was bei Lesungen

00:21:22: immer sehr, sehr gut ankommt. Es geht auch anders, der daneben benehmer. Wahrscheinlich fragt ihr

00:21:30: euch. Gibt es unter all diesen geschmeidigen Italienern am Strand einen, der das alles nicht

00:21:36: versteht, der die feinen Regeln des sommerlichen Miteinanders bricht, der die Grenzen der

00:21:41: Signorilitas sprengt, der sich aus Ignoranz unangenehm daneben benimmt. Aber ja, so ein Trampeltier

00:21:49: gibt es. Liebe Hörerinnen und Hörer, ich präsentiere euch voller Stolz Alberto. Der Name ist geändert,

00:21:57: wie bei einigen, aber nicht bei allen. Und wie bei allen handelte sich meine schmerzhaft reale

00:22:04: Person. Er ist ein gedrungener Typ, gleichmäßig gebräunt mit vollem Haar, kleinem, aber nicht

00:22:10: unangenehmen hervorstehenden Bierbauch und ordentlich sitzender Badehose. Er sieht aus,

00:22:15: wie viele recht gut situierte Italiener mit Saisonendauerkarte, auf die man an

00:22:19: diesem Strandbereich trifft. Und man würde nichts arges vermuten. Meine Schwiegermutter war die

00:22:25: Erste, die mich gegen ihn aufstachelte, als sie mich, als ich neu zur Familie stieß, mit dem Strand

00:22:31: und seinen Personen vertraut machte. Seit 20 Jahren kommt er auf jedes unserer Feste, von allen von

00:22:37: uns. Aber glaubst du, dass er ein einziges Mal auch nur einen Café ausgegeben hätte? Geiz und

00:22:43: mangelnde Gastfreundschaft sind in Italien, was ich schon vor 20 Jahren verstanden hatte,

00:22:47: ein schwerwiegender Vorwurf und das völlig zu Recht. Alle geizigen Menschen, die ich in meinem

00:22:54: Leben kennengelernt habe, waren zugleich äußerst unsympathisch. Denn Geiz kommt mit vielerlei

00:22:59: Beifang daher, darunter Neid, Verklemmtheit, Bauanschläue, manipulativer Persönlichkeit und

00:23:05: Main-Character-Syndrom, einem etwas unscharfen, neuen psychologischen Begriff. Dane etwa beschreibt,

00:23:12: dass sich die Welt ja ohnehin nur um einen Selbstdreh und man niemandem etwas schulde.

00:23:17: Die sozialen Medien helfen allen Gefährdeten dabei kräftig, sie in ihrem Wahnglauben zu bestätigen,

00:23:24: kurzer Exkurs zu meiner Schwiegermutter. Sie kommt seit 20 Jahren in jede meiner

00:23:29: Italien Bücher vor. Aber seit zwei Sommern geht sie nicht mehr an den Strand, was wir alle sehr

00:23:34: bedauern. Sie sieht nicht mehr gut und hat Angst, am Strand unglücklich zu stürzen.

00:23:39: Zurück zu Alberto, dem Danebenbenehmer. Erstens macht er gern meinen Akzent nach,

00:23:47: was ich bei unseren ersten Begegnungen weggelächelt habe, inzwischen aber unfassbar

00:23:52: unverschämt finde. Eine meiner letzten Begegnungen mit ihm war just vor dem Café Manzoni. Ich weiß es

00:23:59: noch genau. "Ich habe dich noch gar nicht am Strand gesehen", fragte er mich. Doch ich war

00:24:05: gestern Nachmittag dort, Jeri Pomeriggio. Weil ich das R nicht rollen kann, wiederholte er übertrieben

00:24:11: mit röchelndem R mein Jeri Pomeriggio und freute sich über seine brillante Imitation,

00:24:17: während ich ihn gern mit Würge malen im Halsbereich heimgeschickt hätte. Zweiter Exkurs in diesem

00:24:23: Kapitel. Auch viele Italiener können das R nicht rollen, darunter meine ältere Tochter.

00:24:28: Langjährig geübte Sprecher können es aber überspielen, indem ihr geröcheltes R fast

00:24:34: so klingt wie ein gerolltes R. Früher hielt man das für behebbar. Meine Schwester bekam im Schauspiel

00:24:42: Unterricht die Aufgabe 20 Minuten am Tag schnell hintereinander DT DT DT zu sagen, um die vordere

00:24:49: Zungenspitze zu trainieren. Doch inzwischen weiß man, dass das rollende oder nicht rollende R

00:24:56: angeboren ist und keine Übung dabei hilft, es sich drauf zu schaffen. Etwa 20 Prozent aller

00:25:02: Menschen können es nicht. Ein berühmter Nichtkönner war Gianni Agnelli, der große Playboy und

00:25:09: Vierchef. Er hat das R ganz bewusst röchelnd ausgesprochen und einfach behauptet, ich spreche

00:25:15: es richtig aus, ihr anderen macht es falsch. In dieser Position bin ich noch nicht. Die Aktion,

00:25:22: die Alberto am ganzen Strand und auf jeden Fall in meiner Familie zur Person anom Gratamachte war

00:25:28: folgende. Mein Schwiegervater lud zum 70. Geburtstag, der Feierort, seine Dachterrasse am Haupthafen. Er

00:25:38: ließ sich nicht lumpen, bestellte einen Catering Betrieb und verschickte Einladungen. Auch wir

00:25:42: waren ordentlich eingebunden. Aber für einen solchen Geburtstag gehörte sich das ja auch.

00:25:47: Mein Schwiegervater lud die ganze Strandklicke seiner Generation ein. Die, der Geburtstag ist

00:25:54: schon 16 Jahre her, wenig Deckungsgleich mit den aktuellen Personen in dem Strandbuch ist. Auch

00:26:00: Alberto erhielt wohl oder übel eine Einladung. Am nächsten Tag kam Alberto zu uns unter den

00:26:07: Sonnenschirmen und sagte, er könne nicht kommen. Habe aber die Einladung an eine Cousine weitergegeben,

00:26:13: die mit ihrer Freundin an jenem Tag zufällig in Grado sein werde. Wohlgemerkt eine Cousine,

00:26:19: die niemand von uns kannte. Und selbst denn, ihr wisst, worauf ich hinaus will. Mein Schwiegervater

00:26:25: hatte die Größe nichts zu sagen. Eine Größe, die ich vermutlich nicht aufgebracht hätte. Meine

00:26:32: Frau konnte auch nicht an sich halten und bemerkte, na, das sind aber keine Konzertkarten. Alberto

00:26:38: lachte, als hätte meine Frau einen köstlichen Scherz gemacht. Und tatsächlich tauchte eine Woche

00:26:44: später auf der Feier meines Schwiegervaters die Cousine mit ihrer Freundin auf und ließ es sich

00:26:49: gutgehen. Wir können ganz beruhigt sein. Es gibt in jedem Land, an jedem Strand und an jedem Meer

00:26:55: Töpel, Igumanen und Idioten. Uncretino würde Valentina sagen. Inzwischen ist Alberto auch schon

00:27:04: jenseits der 70 und seltener am Strand. Und er erkennt mich vermutlich nicht mehr. Ich laufe

00:27:10: jedenfalls gruslos an ihm vorbei. Diese Gnadenlosigkeit hätte ich vor 20 Jahren nicht gehabt. Nun habe

00:27:17: ich sie. Denn ich will unbedingt verhindern, dass ich als Erwidrung meines Bonjournos ein

00:27:22: geröcheltes, mir den Tagverderbnis Bonjourno zurückbekomme. Nachtrag kurz vor Drucklegung

00:27:30: des Buches. Ich hatte ein schlechtes Gewissen über einen zumindest entfernten Freund meines

00:27:36: Schwiegervaters so übel zu sprechen, auch wenn ich seinen Namen geändert habe. Und Wirklichkeit

00:27:42: heißt er Luigi. Also saß ich an einem Septemberabend mit dem Schwiegervater zusammen und schilderte

00:27:48: ihm den Inhalt des Kapitels. Er konnte sich zunächst an nichts davon erinnern, ein wahrer

00:27:54: Signore. Diese Fähigkeit, Dinge zu verdrängen, möchte ich auch mal haben. Dann fiel ihm doch

00:28:01: noch etwas ein. Alberto, alias Luigi, stand nämlich einmal vor meiner geschätzten Schwiegermutter an

00:28:07: der Supermarktkasse und musste 8 Euro bezahlen, hatte aber nur große Scheine im Geldbeutel.

00:28:13: Was ich bislang nicht erwähnt hatte, er ist sehr wohlhabend im Gehirn in Grado mindestens drei

00:28:19: Wohnungen und in Turin ein paar mehr Familienhäuser. Mirella fragte er, hast du vielleicht 10 Euro?

00:28:25: Mirella gab sie ihm und wartet bis heute auf die Rückzahlung. Dass sie von sich aus nie nachgefragt

00:28:33: hat, versteht sich von selbst. Kurt Erath-Demonstrandum hätte mein neunmal kluger Mathelehrer unter

00:28:40: dieses Kapitel geschrieben. "Bücher und dem Sonnenschirm". Heute schwanken wir ordentlich

00:28:49: zwischen guter Laune und bret harten Fakten. Ich hoffe, das macht euch nichts aus. Hier kommt

00:28:56: ein knallhater Krimi mit einer genialen Grundidee. Fünf Winter von James Castrell. Wir sind im Jahr

00:29:04: 1941 ein brutaler Mord an einem jungen Paar auf Hawaii, steht kurz vor der Aufklärung. Doch dann

00:29:11: kommt Pearl Harbor, der Angriff der Japaner. Und der Protagonist, Detective Joe McGrady, ist gerade

00:29:17: in Hongkong, wird dort verhaftet und verschleppt und taucht ausgerechnet in Japan unter. Nach

00:29:24: fünf Wintern, also nach dem Ende des Krieges, kehrt McGrady als private Detektiv nach Hawaii zurück,

00:29:30: fest entschlossen, den Fall, der ihn nie losließ, endlich abzuschließen. Ein richtig heißer Thriller

00:29:37: und eine Liebesgeschichte dazu. Das Buch ist mit Preisen überschüttet worden und ich bin mir

00:29:43: ziemlich sicher, dass Hollywood sich auch schon die Rechte gesichert hat. Also, lest es jetzt und

00:29:49: wenn der Film mit Brad Pitt kommt, könnt ihr lässig abwinken und sagen, na, hab ich schon gelesen.

00:29:53: Und jetzt gibt es fünf Tipps für Gorizia. Gorizia ist ja europäische Kulturhauptstadt

00:30:02: 2025 und der Tourismus geht ordentlich ab. Vielleicht plant ihr ja einen Besuch dort.

00:30:09: Meine Töchter haben dort ihre Schulzeit verbracht und sind dort bestens vernetzt und deswegen

00:30:16: gibt euch Beatrice jetzt Ausgeh-Tipps. Hallo, ich bin wieder Beatrice und da Gorizia dieses

00:30:24: Jahr Europas Kulturhauptstadt ist, werde ich einige Tipps geben. Also, ich habe dort das

00:30:31: Gymnasium besucht und habe vielen Freunden, die in Gorz leben. Einer von ihnen, Philippo Plätt,

00:30:38: hat vor ein paar Monaten sein eigenes Lokal eröffnet und das heißt Kvils. Er bietet lokale

00:30:45: Weine und frische Produkte, leckere Cocktails und Films mehr. Tatsächlich kommt er aus einer

00:30:52: familiengespürten Restaurante in Gorz und das heißt Maida. Gorz liegt auf den Grenzen mit

00:31:00: Slowenien und teilt viele kulinarische Traditionen. Eine Trattoria, die man nicht verpassen darf,

00:31:06: ist Trattoria da Gianni. Charakteristisches Restaurante berühmt für seine riesigen

00:31:12: Portionen und das Hauptgericht ist das Lubianska. Das ist eine Art Schnitzel, aber gefüllt mit Schinken

00:31:19: und Käse. Neben Theatrum Verdi findet man mehrere lokale Entweder zum Frühstücken oder am Abend

00:31:26: zur Operitivo. So, ich wünsche euch eine schönen Zeit in Gorizia. Hier ist Stefan wieder. Ich

00:31:34: wollte Beatrice noch ergänzen, dass die Trattoria da Gianni so große Lubianska Portionen macht,

00:31:40: dass sie die Lubianska in einem Pizzakarton servieren. Der passt nämlich auf keinen Teller mehr

00:31:46: dieses Schnitzel. So, ein Tipp noch von mir ist die Trattoria alla Luna, die schon in der

00:31:53: dritten Generation von derselben Familie geführt wird. Bei Elena gibt es typische Spezialitäten,

00:31:58: köstliche Aufschnittplatten, Gnocchi mit Bratensauce, Gulasch, Cevapcici und eine

00:32:06: fabelhafte Weinauswahl. Ihr merkt schon an der Speiseauswahl. Wir sind sehr, sehr nah dran an

00:32:14: Slowenien. So ihr Lieben, ich habe richtig Lust auf Kaffee bekommen. Ihr bestimmt auch. Die Folge

00:32:24: ist fast zu Ende. Ich gehe gleich zu Pino, bestelle ein Kaffee, der bei uns Espresso heißt und wie

00:32:30: wir gelernt haben in Trieste Nero. Was gibt es Neues vom Schreibtisch? In ein paar Wochen

00:32:36: kommen zwei neue Bücher raus, darüber reden wir bald. Aber aktuell gibt es meine Porzellanmanufaktur

00:32:42: als Hörbuch, alle drei Teile, gelesen von dem Schauspieler Nils Kretschmer. Worum geht es?

00:32:48: Um eine Familiendynastie zwischen Stunde Null und Wirtschaftswunder, direkt an der Grenze zwischen

00:32:54: West und Ost. Um eine Manufaktur in Scherben, um zwei Schwestern, die um den Wiederaufbau

00:33:00: kämpfen. Der Bruder ist im Krieg verschollen. Deutschland 1947 liegt in Trümmern. Es ist

00:33:08: ein Überlebenskampf zwischen Schwarzmarkt, Schmuggeln und Spionagen. Hört doch mal rein.

00:33:14: Und wie ihr wisst, jeden Freitag gibt es von mir die mediterane Wochenschau auf postausitalien.com

00:33:21: mit Neuigkeiten aus Grado und der Adria. Kostenlos und werbefrei natürlich. Ihr könnt die mediterane

00:33:28: Wochenschau ganz einfach oben auf der Startseite abonnieren. Apropos abonnieren, abonniert

00:33:35: auch diesen Podcast, wenn ihr es noch nicht getan habt und empfiehlt ihn gern weiter, würde mich

00:33:41: riesig freuen. Bis bald. Das war Radio Adria, der Italien-Podcast. Wenn euch diese Folge gefallen

00:33:54: hat, abonniert den Podcast und lasst uns eine Bewertung da. Das hilft uns, noch mehr Menschen

00:34:00: zu begeistern. Für mehr Italienitar folgt mir auf Instagram oder besucht meinen Blog postausitalien.com.

00:34:07: Grazie mille und bis zur nächsten Folge. Bleibt Deutsche Vita!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.