#56: Warum stehen hier überall Ruinen?
Shownotes
Hier kommen die bunten Neuigkeiten von der Adria, darunter:
- Investoren stürmen die Küste.
- Nachhaltiger Tourismus in Venedigs Lagune – ja, das geht!
- Intelligente Mülltonnen: Das angekündigte Desaster
- Trinkgeldexplosion in Triest
- Falsche Beschuldigungen um gestohlenes Geld
- Die Foibe, ein italienisches Trauma
- Gnadenlose Blitzer in Slowenien
- 200 Kilogramm Muscheln gehen in Venedig baden.
- Influencer in Padua hinterziehen Steuern.
- Ein Einbrecher in Triest lässt sich gehen.
Das Schwerpunktthema in dieser Folge:
- Warum stehen in Italien mitten auf den Feldern so viele Bauruinen?
Außerdem gibt es Italien-Themen für Kenner, darunter:
- Eure Kreativität ist gefragt: Wer hat eine Logo-Idee?
- Weine aus dem Collio trotzen dem Trend.
Die italienische Weisheit lautet: »Non si può avere la botte piena e la moglie ubriaca.«
Mein kommendes Buch heißt »Don Giovanni und Maria – Tumult an der Adria«. Hier steht mehr.
Fragen, Wünsche, Anregungen? Wen wollt ihr mal als Gast hören, welche Themen soll ich mir vornehmen, was würdet ihr wirklich gern wissen? Schreibt mir: radioadria@gmx.de
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Der Podcast ist eine Produktion von www.studiovenezia.de
Transkript anzeigen
00:00:06: Buongiorno und herzlich willkommen bei Radio Adria, dem Podcast aus Italien.
00:00:11: Hier dreht sich alles um la Deutsche Vita – um das Lebensgefühl zwischen Espresso und Aperitivo, um die kleinen Geheimnisse und großen Geschichten dieses wunderbaren Landes!
00:00:22: Ich bin Stefan Maywald, Autor- und Wahlitaliener aus Grado und ich nehme euch mit auf eine Reise voller Sonne Genuss und Italianità also zurücklehnen entspannen und ein bisschen Italien ins Leben lassen.
00:00:37: Andiamo!
00:00:45: Buongiorno aus Grado, ich komme gerade aus Pinos Bar.
00:00:50: und ist es denn zu glauben?
00:00:52: Der Personalmangel macht auch vor ihm nicht halt.
00:00:56: zum ersten Mal seit mehr als dreißig Jahren führt die Inoteka wieder einen Ruhetag ein jedenfalls über die Wintersaison.
00:01:07: an Montagen sind wir ab jetzt alle Heimatlos.
00:01:11: Wie soll das nur gehen?
00:01:14: Ich weiß es auch noch nicht!
00:01:16: Egal, rein in die Folge Es gibt jede Menge cooler Neuigkeiten.
00:01:22: Was erwartet euch in dieser Woche?
00:01:24: Investoren stürmen die Küste Nahfältiger Tourismus in Venedig Ja, das geht.
00:01:31: Wer von Euch hat eine Logo-Idee?
00:01:35: Intelligente Mülltonnen Das angekündigte Disaster Trink-Geld-Explosion in Triest.
00:01:43: Falsche Beschuldigung um gestohlenes Geld.
00:01:47: Weiner aus dem Koljo halten sich Tapfer, die Feuerbe ein italienisches Trauma.
00:01:54: Gnadenlose Blitzer in Slowenien.
00:01:57: Zweihundert Kilogramm Muscheln gehen Baden.
00:02:01: Influencer hinterziehen Steuern und unser Schwerpunktthema.
00:02:08: Warum?
00:02:08: stehen in Italien mitten auf den Feldern so viele Bauruinen.
00:02:14: Auch rund um Grado sieht man ja ganz viele dieser verfallenen Häuser, was hat es damit auf sich?
00:02:21: Sehr interessant sagt auch ganz viel über Italien aus.
00:02:25: dazu später mehr aber beginnen wir mit einem kreativen Aufruf an euch alle die wichtigsten Schlagzeilen das finde ich richtig süß.
00:02:40: In Gradung sucht man ein neues Logo für das Freizeitzentrum SPES.
00:02:47: Doch die erste Runde des Wettbewerbs ging voll daneben, die eingereichten Entwürfe konnten die Jury nicht überzeugen.
00:02:55: Also wird der Wett Bewerb neu ausgeschrieben.
00:02:59: Gesucht wird ein Logo, dass Sport Kultur und Begegnungen symbolisiert.
00:03:06: Denn im Regreatorios-Pes treffen sich Kinder Jugendliche und Erwachsene.
00:03:12: Es gibt einen Fußball- und einen Basketballplatz!
00:03:16: Das neue Zeichen soll einfach, einprägsam und vielseitig verwendbar sein – es muss in Farbe funktionieren aber auch in schwarz-weiß.
00:03:25: Und es soll selbst dann erkennbar bleiben wenn man es stark verkleinert.
00:03:31: Ganz schön anspruchsvoll.
00:03:33: Die Jury wünscht sich also einen echten grafischen Volltreffer.
00:03:38: Einsendeschluss ist der achte Dezember.
00:03:41: Die Entscheidung soll bis zum einund dreißigsten Januar zwei tausend sieben und zwanzig fallen.
00:03:46: Und hier kommt ein Detail, das mich besonders begeistert!
00:03:50: Der Gewinner bekommt – was schätzt ihr?
00:03:54: Einen Amazon-Gutschein im Wert von fünfzig Euro.
00:03:59: Fünfzig Euro für das neue Gesicht einer öffentlichen Einrichtung.
00:04:04: Italien bleiben wir in Gradung.
00:04:07: Ein echter Aufreger ist das Thema des intelligenten Mülls.
00:04:13: Ab dem XXIII November werden die Müllcontainer im Stadtgebiet elektronisch verriegelt und ich kenne niemanden, der über diese Idee nicht den Kopf schüttelt.
00:04:26: Wir dachten man müsse nur lang genug warten.
00:04:28: dann wird es den Verantwortlichen schon selbst klar was das für eine merkwürdige Idee ist.
00:04:33: aber nein jetzt wird ernst gemacht.
00:04:37: wer seinen abfall loswerden möchte braucht künftig Chipkarte, entweder die sogenannte Gradu-Bindcard oder die kostenlose App eGateDigie.
00:04:49: Einfach den Müll reinwerfen – das war einmal!
00:04:53: Die neuen Container erkennen wer sie öffnet und sie registrieren auch wie oft das geschieht.
00:04:59: Die Stadt will damit die Mülltrennung verbessern und die Abfallmengen kontrollieren.
00:05:06: Die Bürger erhalten ihre Zugangskarten vom Entsorgungsunternehmen Isontina Ambiente.
00:05:12: Das ist leider alles ganz großer Blödsinn!
00:05:18: Warum?
00:05:19: Darum – das Problem der neuen Müllcontainer ist nicht die Technik, es ist die Frage was passiert wenn jemand seinen Müll entsorgen möchte aber keinen Zugang zum Container hat.
00:05:32: Die Ferienwohnungen sind das größte Problem.
00:05:35: Grado lebt von Ferienwohnungen, die häufig nur für wenige Tage vermietet werden.
00:05:40: Die Gäste kommen aus Österreich, Deutschland, Tschechien oder Ungarn.
00:05:45: Wer gibt ihnen die Müllkarte?
00:05:47: Der Eigentümer?
00:05:48: Die Agentur?
00:05:50: Und was passiert wenn die Gäster am Sonntag abreisen, die Schlüssel bereits abgegeben haben und noch einen Müllsack entsorgen müssen?
00:05:58: Ein Müllsystem muss auch für Menschen funktionieren, die nicht dauerhaft in Grado wohnen.
00:06:04: Müll neben den Containern ist das größte Risiko.
00:06:09: Wer vor einem verschlossenen Container steht und seinen Müll nicht hineinwerfen kann, hat drei Möglichkeiten – Den Sack wieder mitnehmen, einen anderen Container suchen oder ihn daneben stellen.
00:06:22: Machen wir uns nichts vor!
00:06:25: Viele werden sich für die dritte Variante entscheiden.
00:06:29: Das wird, wie ihr euch denken könnt besonders im Hochsommer zum Problem Und ein einziger Müllsack neben einem Container kann weitere Müllsäcke anziehen.
00:06:41: Das ist ein bekanntes Muster bei illegalen Ablagerungen!
00:06:46: Weiter, Touristen kennen die Regel nicht.
00:06:49: Einheimische bekommen Informationen von der Gemeinde und vom Entsorgungsunternehmen.
00:06:54: Aber was ist mit einem österreichischen Paar das am Freitagabend anreist und am Montag wieder abreißt?
00:07:01: Die Gäste müssen wissen, welche Abfälle wohin gehören wie die Container geöffnet werden und welche Karte oder App sie benötigen.
00:07:10: Genau!
00:07:11: Die Alternative zur Karte heißt eben E-Gate Digi.
00:07:14: Aber nicht jeder Tourist möchte für drei Urlaubstage eine App installieren und persönliche Daten eingeben.
00:07:23: Dazu kommen technische Probleme Lehreakkus fehlende Internetverbindungen Schwierigkeiten bei der Registrierung.
00:07:32: Die Müllentseuerung ist so wichtig, dass sie möglichst wenig technische Hürden haben sollte.
00:07:38: Und eine Hürde sind auch die neuen Klappen!
00:07:41: Durch den elektronischen Verschluss sind Sie so schwer geworden das Rentner sie kaum aufstemmen können.
00:07:48: Noch ein etwas subtilerer Punkt – Das neue System ist auch eine Art Überwachung.
00:07:56: Der Container weiß wo wir wie viel und wann reinwerfen.
00:08:01: Wir sollen uns also freiwillig einer Müllkontrolle unterwerfen.
00:08:05: Könnte es sein, dass später unsere Gebühren von der Zahl der Öffnungen oder der Müllmenge abhängen?
00:08:12: Manche könnten dann versuchen ihren Müll an öffentlichen Papierkürben abgelegen in Straßen oder außerhalb der Gemeinde loszuwerden – ein absolutes Albtraumsszenario!
00:08:24: In Grado stehen viele Wohnungen einen Großteil des Jahres leer und werden nur an Wochenenden und in den Ferien.
00:08:31: genutzt.
00:08:32: Die Eigentümer müssen ihre Karten verwalten, gegebenenfalls an Gäste weitergeben und bei Verlust ersetzen lassen.
00:08:39: In mehr Familienhäusern mit wechselnden Mietern wird das organisatorisch aufwändig.
00:08:45: Grado verkauft sich als gepflegter Badeoort!
00:08:50: Wenn neben modernen elektronisch gesicherten Containern plötzlich Müllsäcke liegen ist das schlecht – zwei zusätzliche Punkte.
00:08:59: Erstens Die Stadt kennt das touristische Müllproblem bereits.
00:09:04: Laut ihrem eigenen Leistungsbericht für im Jahr ist die Mülltrennungskwote im März bei der Höhe von zweiundsechzig Prozent, im Juli bei fünfzig Prozent und im August nur noch bei achtundvierzig Prozent.
00:09:17: Die Gemeinde nennt den Sommertourismus und die Ferienwohnungen als Einflussfaktoren.
00:09:23: Das zeigt, warum gerade die Hochsaison besondere Lösungen verlangt – und zwar Einfache Lösungen, keine komplizierten Lösungen.
00:09:32: Zweitens die Technik hat schon vor dem Start Probleme bereitet im März.
00:09:36: Im März zwanzundsech wurden fehlerhafte Aktivierungs Codes für die App verschickt.
00:09:43: Warum macht man auf einer Insel?
00:09:45: Die von ihren Gästen lebt ausgerechnet die Müll Entsorgung komplizierter?
00:09:51: denn der intelligente Müll Container ist nur dann intelligent, wenn auch der Tourist weiß wie er ihn aufbekommt.
00:10:00: Ich bin sehr gespannt auf was wir da zusteuern – ich werde natürlich berichten!
00:10:07: Anderswo umt es denn?
00:10:09: die obere Adria wird für internationale Investoren immer interessanter und zwar nicht nur wegen der Strände sondern wegen der Yacht helfen.
00:10:19: Die Marine-Gruppe hat den Hafen von Mujah bei Trieste übernommen.
00:10:24: Damit betreibt sie jetzt neun Mariners in Italien.
00:10:28: Der Konzern gehört zu einem Investmentfonds namens CVC Capital Partners, einen der größten Fonds der Welt, der ursprünglich aus London stammt.
00:10:38: Im Friaul gibt es sechzehntausend Liegeplätze für Boote – das sind zehn Prozent aller italienischen Ligeplätze!
00:10:46: Damit fliegt die Region auch bei der Dichte der Liegeplatze landesweit an der Spitze.
00:10:53: Besonders interessant sind die Kunden aus Österreich, Slowenien und vom Balkan.
00:10:59: In Porto San Rocco bei Mujah gibt es fünfundhundertundvierzig Liegeplätze.
00:11:04: Dort können Yachten zwischen acht und sechzig Metern Länge anlegen.
00:11:08: Auch Punta Faru in Lignano ist ein Schwergewicht mit eintausend zweihundert Liegeplatzen.
00:11:14: In Aprilia Maritima stehen weitere zweitausend Fünfhundert Plätze zur Verfügung und auch kleinere Häfen werden ausgebaut und modernisiert.
00:11:23: In Sistiana beispielsweise sollen hundertzwanzig neue Liegeplätze entstehen, die großen Betreiber setzen auf zahlungskräftige internationale Kundschaft.
00:11:34: Das Geschäft mit den Booten wird also immer professioneller.
00:11:38: Früher kaufte man sich an der Adria ein kleines Boot heute kauft einen Westmanfond gleich den ganzen Hafen vom Wasser auf die Straße.
00:11:49: Wenn ihr mit dem Auto durch Slowenien fahrt, solltet ihr künftig besonders auf den Tacho achten.
00:11:55: Denn auf den Autobahnen gibt es eine neue Form der Geschwindigkeitskontrolle.
00:12:00: Die sogenannten Tutorsysteme messen nicht nur das Tempo an einem bestimmten Punkt Sie erfassen die Durchschnittgeschwindigkeit über einen längeren Streckenabschnitt.
00:12:11: Das System gibt es auch in Italien wisst Ihr bestimmt Ich habe es aber noch nie aktiv erlebt.
00:12:21: Oder vielleicht kommen irgendwann alle Strafzettel auf einmal, wer weiß?
00:12:25: Dazu wird das Kennzeichen bei der Einfahrt und bei der Ausfahrt registriert.
00:12:29: Aus der Fahrzeit errechnet der Computer das Durchschnittstempo.
00:12:33: Kurz vor der Kamera auf die Bremse treten hilft also nicht mehr!
00:12:37: Die Strafen beginnen bei vierzig Euro.
00:12:40: Bei einer Überschreitung von mehr als dreißig Stunden Kilometern werden achtzig Euro fällig.
00:12:45: Wer besonders kräftig aufs Gas tritt muss bis zu Eintausend Zweihundert Euro bezahlen.
00:12:52: Auch in Istrien wird die Überwachung ausgebaut, dort sind zweiundzwanzig neue Kameras für die Verkehrsüberwachung angekündigt.
00:13:02: Mein Rat für die nächste Fahrt Richtung Adria Tempo-Math einschalten!
00:13:07: Noch einmal zurück nach Grado und zu einem sehr ernsten Thema.
00:13:13: hier sorgt eine Gedenktafel für politischen Streit.
00:13:18: Sie erinnert an Norma Cosetto, eine junge Frau aus Istrien die in der Gewalttaten ermordet wurde.
00:13:27: Heute gilt sie als eines der bekanntesten Opfer der sogenannten Feube-Tragöldie – gleich mehr!
00:13:34: Bereits in den Jahren von dem Jahr oder bis heute ist sie nicht aufgestellt worden.
00:13:43: Die Opposition fordert den Bürgermeister zum Handeln auf.
00:13:47: Die offizielle Einweihung soll nun am zehnten Februar, im Jahr ist es der italienische Gedenktag für die Opfer der Feuerbe und des Exodus.
00:13:58: Kurz zum Hintergrund – Es ist ein hochpolitisches Thema!
00:14:04: Die Feuerbe sind tiefe Karstschluchten vor allem rund um Triest in Istrien, die während und nach dem Zweiten Weltkrieg zu Massengräbern wurden.
00:14:15: Zwischen nineteenhundert, dreieunvierzig und neunzentfünfundviertzig töteten jugoslawische Partisanen und kommunistische Einheiten zahlreiche Italiener und andere tatsächliche oder vermeintliche Gegner.
00:14:28: Manche Opfer wurden einfach in die Schluchten geworfen so auch Norma Cosetto wohlgemerkt lebend.
00:14:34: Andere wurden erschossen oder in Gefangenenlager verschleppt.
00:14:38: Die genaue Opferzahl ist umstritten.
00:14:40: häufig ist von mehreren tausend Toten die Rede.
00:14:44: Die Italiener werfen den Jugoslawen vor, dass es nie eine echte Aufarbeitung gegeben hat.
00:14:49: Nie eine Entschuldigung!
00:14:51: Ja, dass das alles sogar stellenweise geleugnet wird.
00:14:55: Klar die Vorgeschichte dieser Massaker waren der italienische Faschismus, die gewaltsame Italianisierung der slavischen Bevölkerung und die brutale Besatzungspolitik Mussolinis.
00:15:07: Nach dem Krieg verlor Italien große Teile Istrians und Dalmatiens an Jugosawien.
00:15:14: Tausende Italiener verließen ihre Heimat.
00:15:18: Viele dieser Flüchtlinge, die sogenannten Esuli kamen nach Triest und ins heutige Friaul.
00:15:24: Dort leben die Familien bis heute weshalb die Ereignisse nicht nur Geschichte sind sondern Teil vieler Familienbiografien.
00:15:33: Mein Kumpel Armando ein älterer Herr weigert sich bis heute auch nur einen Fuß nach Slowenien oder Koazien zu setzen.
00:15:43: Politisch ist das Thema also explosiv und wird gern instrumentalisiert.
00:15:49: Ja, auch das gehört zur Adria!
00:15:54: Jetzt aber eine wunderbare Leserzuschrift die uns zu unserem Schwerpunktthema bringt.
00:16:00: Lieber Stefan Maywald ich bin großer Fan ihres Podcasts.
00:16:04: es gibt nichts schöneres als bei einer Fahrt in den burgenländischen Seewinkel an einem frühen Samstagmorgen ihren neuesten Podcast zu hören.
00:16:12: Viele Erklärungen waren mir schon überaus nützlich.
00:16:16: Ich erwähne nur einmal das Stichwort Trinkgeld, Anmerkung von mir Folge forty-eight.
00:16:22: Jetzt wende ich mich mit einer Frage an Sie die mir immer wieder in den Sinn kommt wenn wir in Italien unterwegs sind.
00:16:29: Warum verfallen so viele alte Gehöfte inmitten von blühenden Feldern?
00:16:34: Gibt es in Italie ein kompliziertes Erbrecht dass es einfacher erscheinen lässt einen Hof verfallen zu lassen?
00:16:42: Italien muss ein Paradies für Lost Places-Fans sein.
00:16:45: Alleine, was man auf der Fahrt von der österreichischen Grenze bis Grado oder Trest oder Venedig an Ruinen in allen möglichen Verfallszuständen erspielen kann!
00:16:56: Wir würden uns über aufklärende Worte sehr freuen.
00:16:59: Herzliche Grüße Gabi!
00:17:01: Erst mal vielen Dank für die netten Zeilen.
00:17:04: Ja das sieht man ja auch in und um Grado.
00:17:07: mitten in den Feldern stehen verlassene Häuser eigentlich schon.
00:17:13: Das italienische Erbrecht spielt tatsächlich eine Rolle, aber die Hauptursache ist der Strukturwandel in der Landwirtschaft.
00:17:23: Das ist Punkt eins – Die Landwirtschaft hat sich verändert!
00:17:27: Früher gehörte zu einem landwirtschaftlichen Betrieb ein Wohnhaus oft mit Stall, Scheune, Getreidespeicher und Unterkünften für die Landarbeiter.
00:17:36: Diese Gebäude standen zwischen den Feldern weil dort auch gearbeitet und gelebt wurde.
00:17:42: Mit der Mechanisierung der Landwirtschaft änderte sich das radikal.
00:17:47: Kleine Höfe verschwanden, größere Betriebe übernahmen ihre Flächen.
00:17:51: Traktoren ersetzten Zugtiere, moderne Maschinen machten zahlreiche Arbeiter überflüssig.
00:17:58: Das Ergebnis?
00:17:59: Die Felder werden weiterhin bewirtschaftet aber niemand braucht mehr die alten Gebäude.
00:18:06: Punkt zwei Richtig vermutet liebe Gabi dass Erbrecht kann tatsächlich zum Problem werden.
00:18:13: In Italien gibt es, ähnlich wie in Frankreich ein Pflichtteilsrecht Legitima.
00:18:20: Kinder und Ehepartner haben Anspruch auf Erbanteile.
00:18:25: Dadurch kann ein Bauernhof im Laufe mehrerer Generationen vielen Erben gemeinsam gehören.
00:18:32: Wenn beispielsweise acht Cousins und Cousinen Anteil an einem Gebäude besitzen wird die Sache kompliziert.
00:18:39: Nicht alles erfordert Einstimmigkeit Aber ein Verkauf des gesamten Hauses schon.
00:18:45: Wenn dann ein Erb in Mailand lebt, einer in Deutschland und ein dritter überhaupt kein Interesse an dem alten Bauernhaus oder der Familie hat, bleibt das Gebäude jahrzehntelang ungenutzt.
00:18:57: Allerdings ist das kein ausschließlich italienisches Problem – und dass Erbrecht allein erklärt die vielen Ruinen nicht!
00:19:05: Punkt drei – und den finde ich besonders betrüblich – renovieren lohnt sich häufig nicht.
00:19:12: Dabei träumen wir doch alle von so einem Rustiko!
00:19:16: Ein verfallenes Bauernhaus sieht romantisch aus, aber alte Gebäude müssen komplett saniert werden – Dächer, Leitungen, Fundamente und Heizungen.
00:19:27: Dazu kommen Genehmigungen und Beschränkungen durch Denkmal- und Landschaftsschutz.
00:19:33: Gerade bei historischen Landhäusern kann eine Sanierung mehr kosten als das fertige Gebäud anschließend wert ist.
00:19:40: Und auch der Abriss ist nicht immer unkompliziert oder wirtschaftlich sinnvoll.
00:19:47: Punkt vier, warum bleiben die Felder trotzdem so gepflegt?
00:19:52: Die Flächen können verpachtet, verkauft oder von benachbarten Betrieben übernommen werden.
00:19:58: Ein Landwirt kann also die Felde rund um ein Verlastungsgebäude bestellen ohne mit diesem Gebäude irgendetwas zu tun haben!
00:20:06: So entsteht dieser merkwürdige Kontrast wirtschaftlich-produktive Landschaft architektonischer Verfall.
00:20:15: Auch in Deutschland und Österreich gibt es verlassene Bauernhöfe klar, aber in der norditalienischen Ebene sind sie auffälliger.
00:20:23: Reden wir über Deutschland?
00:20:24: In vielen Teilen Deutschlands gibt es das Anerbenrecht!
00:20:28: Ein landwirtschaftlicher Betrieb soll nicht unter fünf Kindern aufgeteilt werden sondern als Einheit erhalten bleiben – in mehreren Bundesländern gilt dafür die sogenannte Höfeordnung.
00:20:40: Sie sieht vor, dass ein Erbe den Hof übernimmt – die anderen erhalten eine Abfindung.
00:20:47: Das verhindert das aus einem Bauernhof über Generationen ein kompliziertes Eigentumsgeflecht entsteht.
00:20:54: Auch Österreich kennt Anerbengesetze.
00:20:57: Bei sogenannten Erbhöfen kann ein einzelner Erbe dem Betrieb übernehmen und die übrigen werden abgefunden.
00:21:04: Außerdem ist die Übergabe des Hofes zu Lebzeiten in Österreich weit verbreitet.
00:21:10: Häufig ist bereits vor dem Tod der Eltern geklärt, welches Kind den Betrieb übernimmt.
00:21:16: Das macht die Eigentumsverhältnisse übersichtlicher und kann verhindern dass ein Hof nach einem Erbfall jahrelang blockiert ist.
00:21:25: So!
00:21:26: Und in Italien gibt es kein Vergleichbarungssystem.
00:21:30: Das Erbrecht mit seinen Erbengemeinschaften führt dazu, dass viele Personen Anteile an einem alten Gebäude besitzen was jede Initiative lehnt.
00:21:40: Das gilt übrigens nicht nur für Bauernhäuser sondern auch für so manche Ruine in Grados Innenstadt.
00:21:48: Übrigens wenn ihr von Italien nicht genug bekommen könnt dann habe ich etwas für euch jeden Freitag.
00:21:56: Er scheint meine mediterrane Wochenschau mit Geschichten aus Grado und der Adria, kleinen Verrücktheiten und großen Entdeckungen.
00:22:04: Kostenlos werbefrei und direkt ins e-mail Postfach zu finden auf postausitalien.com.
00:22:13: Ich weiß viele von euch sind schon dabei.
00:22:16: Danke dafür!
00:22:17: Jetzt weiter im Programm.
00:22:20: Im Café San Marco in Trieste gibt es eine kleine Revolution.
00:22:25: Das Café spielt ja eine Hauptrolle in meinem aktuellen Buch Espresso unter Sternen.
00:22:30: Denn seit die Gäste auch elektronisch Trinkgeld geben können, freuen sich die Kellner.
00:22:36: Plötzlich kommt viel mehr Geld zusammen.
00:22:39: Innerhalb eines Monats gab es soviel Trinkgelt wie früher.
00:22:43: in sechs Monaten wird berichtet.
00:22:45: Für die Angestellten bedeutet das bis zu zweihundert Euro zusätzlich im Monat und das nur durch eine kleine Änderung beim Bezahlen.
00:22:56: Früher musste man nach dem Café noch ein paar Münzen in der Tasche finden.
00:22:59: Heute kann man das Trinkgeld gleich mit der Karte geben, ist in Deutschland und Österreich ein alter Hut – in Italien aber wirklich revolutionär!
00:23:08: Und all das ist ja auch besonders interessant weil die Italiener beim Trink Geld eher zurückhalten sind.
00:23:14: Zum Thema Trink-Geld habe ich ein Folge forty-eight alles gesagt.
00:23:18: Jetzt weiß ich schon zum zweiten Mal darauf hin.
00:23:21: Aber das war auch eine eurer Lieblingsfolgen... In vielen Bars gibt es für einen Espresso überhaupt nichts extra und wer mit Karte bezahlt, hat oft gar kein Bargeld mehr dabei.
00:23:33: Das Café San Marco zeigt nun dass die Gäste durchaus großzügig sein können.
00:23:38: man muss ihnen nur die Gelegenheit dazu geben.
00:23:41: Gleich nebenan vom San Marco in Trieste ist ein Einbrecher wütend geworden Und das war eine echt schlechte Idee.
00:23:50: Sein Ziel war die Pizzeria Altrancio.
00:23:52: Dort wollte er Geld erbeuten, doch die Kasse gab nicht das her was er sich erhofft hatte und da wurde der Mann wütend.
00:24:02: Statt sich mit den paar Euro Beute davon zu machen zerlegte er die Einrichtung.
00:24:08: am Ende hinterließ er einen Schaden von achtzehntausend Euro.
00:24:13: für den Besitzer der pizzerier war das ein teurer Versuch aber für den Einbrecher wurde es Noch teurer, denn Überwachungskameras hatten ihn bei seinem Auftritt gefilmt.
00:24:25: Die Aufnahmen halfen den Ermittlern, den Täter zu überführen – ein Gericht verurteilte ihn zu drei Jahren, sieben Monaten und zehn Tagen Haft!
00:24:37: Von einem echten zu einem möglicherweise erfundenen Diebstahl.
00:24:42: Ein siebzigjähriger Österreicher hat in Rovini für einen ungewöhnlichen Polizeieinsatz gesorgt.
00:24:49: Der Mann erschien auf der Wache und berichtete von einem Diebstahl in seinem Hotel.
00:24:54: Mehrere Tausend Euro seien aus dem Safe seines Zimmers verschwunden.
00:24:58: Der Mann hatte auch eine Erklärung für das Rätselhafte verschwinden.
00:25:02: Hotelangestellte hatten seine Sachen während des Aufenthalts in ein anderes Zimmer gebracht, und danach war das Geld angeblich weg!
00:25:12: Die Polizei nahm die Anzeige auf und begann zu ermitteln – doch Die Geschichte bekam eine überraschende Wendung.
00:25:20: Die Ermittler kamen zu dem Schluss, dass der angebliche Diebstahl gar nicht stattgefunden hatte.
00:25:26: Nach ihren Erkenntnissen hatte der Österreicher den Verlust nur vorgetäuscht.
00:25:31: Statt nach einem Hoteldieb zu suchen ermittelt die Polizei nun gegen den Urlauber selbst.
00:25:37: Gegen den Siebzig-Hiering wurde Strafanzeige wegen Vortauschung einer Straftat erstattet.
00:25:44: Warum er die Geschichte erfunden haben soll, teilte die Polizei nicht mit.
00:25:48: Auch über den Verbleib des angeblich verschwundenen Geldes gibt es keine näheren Angaben.
00:25:54: Merkwürdige Geschichte!
00:25:56: Mal sehen ob wir da in den nächsten Wochen noch mehr erfahren.
00:26:01: und jetzt ab nach Venedig.
00:26:03: Da waren wir heute ja noch gar nicht.
00:26:05: In der Lagune von Venedich gibt es nicht nur Gondeln Paläste und Touristen sondern auch kleine Fischerhäuser, die aussehen als hätte die Zeit sie vergessen.
00:26:16: Diese Kasoni kennt ihr vielleicht aus Grado.
00:26:20: Eines davon in Venedig ist der Kasone Mille Campi in der gleichnamigen Walle-Mille Campii ein Stück venezianischer Geschichte mitten in der Lagune.
00:26:30: fast dreißig Jahre hat es gedauert dieses historische Gebäude wieder herzustellen.
00:26:36: jetzt öffnet es endlich wieder seine Türen als Museum.
00:26:40: Die sogenannten Kasoni Viele von euch wissen es, waren früher Arbeitsplätze und Unterkünfte der Fischer.
00:26:47: Hier wurden Netze gepflegt, Fische sortiert und lange Arbeitstage beendet.
00:26:53: Manche Casoni hier in Grado waren noch bis in die neunzenharte sechziger Jahre ganzjährig bewohnt.
00:27:00: Viele dieser Häuser verschwanden als sich die Fischerei veränderte.
00:27:03: andere vervielen weil niemand mehr Geld in sie investieren wollte.
00:27:07: Der Casone Mille Campy hat dieses Schicksal überlebt Und das ist eine gute Nachricht für die gesamte Lagune.
00:27:16: Denn die Lagune war jahrhundertelang auch ein Arbeitsplatz mit Fischern, Bootsbauern, Salzarbeitern und ihren Familien.
00:27:25: Die Casoni erzählen von dieser Welt – und bieten vielleicht sogar bessere Geschichten als das nächste Luxus-Hotel!
00:27:33: Wir bleiben in Venedig, denn die Polizei hat einen großen Fang gemacht – und zwar mehr Zweihundert Kilogramm Venusmuscheln.
00:27:45: Die Karabinieri erwischten drei illegale Muschelfischer zwischen Tessera, Mira und Malcontenta.
00:27:51: Dort hatten die Männer ihre Netze in Gewässern ausgeworfen, in denen das Fischen verboten ist – und zwar nicht ohne Grund!
00:27:59: Diese Gewässer gelten als gesundheitlich bedenklich.
00:28:03: Die Muscheln hätten also auf italienischen Tellern landen können, obwohl sie möglicherweise belastet waren….
00:28:10: Ihr geschätzter Verkaufswert – viertausend Euro.
00:28:13: Die drei Fischer waren mit zwei Booten unterwegs, an Bord befanden sich verbotene Fanggeräte und ein Spezialmotor für besonders flaches Wasser.
00:28:24: Einer der Männer hatte nicht einmal einen Fischereischein und einen Bootsführerschein besaß er auch nicht!
00:28:31: Die Karabinieri beschlagt namten Einboot und die verbotener Ausrüstung.
00:28:36: Dazu gab es eine Geldstrafe von sieben Tausend Euro pro Person.
00:28:42: Und was passierte mit den Zweihundert Kilogramm Muscheln?
00:28:45: Die wurden wieder ins Wasser geworfen, dort dürfen sie nun weiterleben statt als Spaghetti Wongole zu enden!
00:28:53: Für die Fischer war das ein teurer Ausflug und für die Muschelen ein glücklicher Tag.
00:28:59: Rüber aufs Festland nach Padua.
00:29:02: Früher musste man hart arbeiten um reichtswerden.
00:29:05: heute reicht ein Smartphone und ein hübsches Gesicht oder entsprechende Filter.
00:29:11: In Padua hat die Finanzpolizei elf Influencer unter die Lupe genommen und dabei mehr als drei Millionen Euro nicht deklarierte Einnahmen entdeckt.
00:29:21: Die elf waren zwischen fünfundzwanzig und vierzig Jahre alt, manche galten offiziell sogar als arbeitslos, waren im Internet aber ausgesprochen fleißig.
00:29:31: sie drehten Videos machten Werbung und verkauften exklusive Inhalte etwa Kosmetiktipps Hautpflegeempfehlungen oder Fotos und Videos für Erwachsene, sprich Pornos via Unifans.
00:29:48: Einige verdienten damit fünfzehntausend Euro im Monat andere sollen sogar auf mehr als siebzig tausend Euro gekommen sein.
00:29:57: nur hatten Sie bei all dem Erfolg vergessen den italienischen Finanzamt davon zu erzählen.
00:30:03: die Guardia di finanza untersucht ihre online Aktivitäten Zahlungsströmer.
00:30:09: Jetzt kümmert sich die Steuerbehörde um Nachzahlungen und mögliche Strafen.
00:30:14: Die Moral von der Geschichte.
00:30:16: im Internet kann man vieles verstecken, aber drei Millionen Euro – das ist der Betrag, um den es geht – sind selbst für einen guten Filter eine Nummer zu groß!
00:30:34: Reden wir zum Schluss über Wein.
00:30:36: Italien trinkt weniger.
00:30:38: Eigentlich trinken die ganze Welt weniger ist keine gute Nachricht für die Winzer.
00:30:44: Zwischen zwei Tausend siebzehn und zweitausendfünfundzwanzig sank in Italien der Weinkonsum, in der Gastronomie von zwanzig auf fünfzehn Prozent des gesamten Weinkonsums.
00:30:54: Besonders betroffen sind die Rotweine ihr Anteil viel von einundvierzig auf thirty-fünf Prozent.
00:31:01: Weißwein dagegen legte von siebenunddreißig auf forty Prozent zu.
00:31:06: und eine Region schneidet dabei besonders gut ab das Collio bei Gorizia.
00:31:13: Einenvierzig Prozent der Gastronomen nennen das Collio als erste Adresse für große italienische Weißweine, damit liegt es deutlich vor Südtirol mit einundzwanzig Prozent.
00:31:25: und die Aussichten?
00:31:27: In den nächsten fünf Jahren erwarten die Fachleute wieder mehr Nachfrage schreibt jedenfalls die Zeitung.
00:31:34: Woher genau die Nachfrage kommen soll, schreibt die Zeitungen aber nicht.
00:31:38: ich sehe dafür keineren Zeichen auch wenn die Leute hier bei Pino ihr Bestes geben.
00:31:49: Die italienische Weisheit.
00:31:53: Passend zum Wein gibt es diesmal für euch ein besonders skurriles Sprichwort Non-Sipor avere la botte piena il amolie ubriaca.
00:32:02: Man kann nicht das volle Fass und die betrunkene Ehefrau haben.
00:32:07: Seltsam, dass ist das italienisch Pendant zu.
00:32:10: man kann halt nicht alles haben Lasse ich mal so stehen, obwohl man es doch gar nicht auf die arme Ehefrau schieben muss.
00:32:16: Man könnte ja auch sagen, man kann nicht das volle Fass und einen Rausch haben!
00:32:22: So, das war's für heute.
00:32:26: Was gibt es neues vom Schreibtisch?
00:32:29: Jeden Freitag bekommt ihr von mir die mediterrane Wochenschau auf postausitalien.com mit Neuigkeiten aus Grado und der Adria kostenlos und werbefrei natürlich.
00:32:41: Ihr könnt die Mediterrane-Wochenschau ganz einfach oben auf der Startseite bei postausitalien.com abonnieren und einen Hinweis auf meine neuen Roman habe ich auch schon auf die Seite gepackt, Don Giovanni und Maria April twenty-sevenundzwanzig Apropos abonnieren Abonniert oder folgt diesen Podcast und empfehlt ihn gerne an gute Freundinnen und Freunde weiter.
00:33:09: Auf Instagram findet ihr mich unter Buch und Wein.
00:33:13: Dort gibt es kleine Filme über mein Leben in Italien, dann bleibt ihr auch über alle meine Projekte auf dem Laufenden!
00:33:21: Gut dass heute nicht Montag ist.
00:33:24: deswegen jetzt erstmal einen Kaffee bei Pino.
00:33:29: bis bald und immer schön deutsche Vita bleiben.
00:33:39: Das war Radio Adria der Italien Podcast.
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00:33:57: Grazie mille und bis zur nächsten Folge.
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