#49: Der schönste Ort Italiens, den es gar nicht gibt

Shownotes

Hier kommen die bunten Neuigkeiten von der oberen Adria, darunter:

  • Wimbledon kommt nach Venedig
  • In Jesolo will man mehr Ferien
  • Der teure Fluch auf dem Lido
  • Der schwarze Sommer an der Adria?
  • Italiener und die Nähe zum Meer
  • Die Krippe kommt zurück nach Grado
  • Sackwerfen in Istrien
  • Harry Potter kommt aus Venetien
  • Hilfe, die Lagune bröckelt!

Schwerpunktthema dieser Folge:

  • Wir reisen in den schönsten Ort Italiens, den es gar nicht gibt!

Außerdem gibt es Italien-Themen für Kenner, darunter:

  • In Grado werden die Schulranzen gesegnet
  • … und die Glocken läuten endlich auch wieder!

Mein kommendes Buch heißt »Don Giovanni und Maria – Tumult an der Adria«. Hier steht mehr.

Die App gegen Hagel heißt Grandinometro und ist kostenlos erhältlich.

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Der Podcast ist eine Produktion von www.studiovenezia.de

Transkript anzeigen

00:00:06: Buongiorno und herzlich willkommen bei Radio Adria, dem Podcast aus Italien.

00:00:11: Hier dreht sich alles um la Deutsche Vita – um das Lebensgefühl zwischen Espresso und Apparativo, um die kleinen Geheimnisse und großen Geschichten dieses wunderbaren Landes!

00:00:22: Ich bin Stefan Maywald, Autor- und Wahlitaliener aus Grado und ich nehme euch mit auf eine Reise voller Sonne Genuss und Italianità also zurücklehnen entspannen und ein bisschen Italien ins Leben lassen.

00:00:37: Andiamo!

00:00:45: Buongiorno aus Grado, Italien kann einfach keinen Niesel.

00:00:51: regen hat das geschüttet.

00:00:54: letzte Woche du liebezeit.

00:00:57: dazu gab's Dauergewitter aber dieses mal blieb der Glockenturm der Kirche vom Blitz-Einschlag verschont.

00:01:05: Ein Blitz hatte ja ich hab es erzählt vor ein paar Wochen die gesamte Elektronik der Kirchen zerstört Auch den Spendenautomaten am Eingang, wo man mit seiner Bank oder Kreditkarte Gutes tun kann.

00:01:18: Die Kirche geht halt mit der Zeit!

00:01:21: Die gute Nachricht also gleich zu Beginn – die Glocken von Grado leuten wieder und zwar seit letztem Sonntagmorgen.

00:01:28: Die Schäden sind repariert nur einige technische Arbeiten stehen noch aus.

00:01:34: Die Urlauber verschwinden langsam, die Stadt wird ruhiger und auch in der Kirche beginnt eine neue Saison.

00:01:41: Fahrer Don Paolo Nutarelli sagt, der September sei eine Zeit des Übergangs und des Dankes für die vergangenen Monate.

00:01:49: Schließlich habe Grado im Sommer viele Menschen aufgenommen und auch die Basilika sei für Urlauber ein Ort der Begegnung des Gebets – der Kunst und der Kultur gewesen!

00:02:01: Übrigens falls ihr gerade vor Ort seid Morgen am zwanzigsten September gibt es noch eine sehr italienische Kombination aus Kirche und Alltag.

00:02:11: Während der Messe werden die Schulranzen der Kinder gesegnet, ja?

00:02:16: Die Schulranze.

00:02:18: Danach geht es hinaus auf den Kampo dei Patriarchi zum gemeinsamen Anguriata also zum großen Wassermelonen-Essen.

00:02:26: Das soll den Kindern den Schmerz des Schulanfangs nehmen!

00:02:32: Also was... Erwartet euch diese Woche!

00:02:35: Wimbledon kommt nach Venedig.

00:02:37: In Jesolo will man mehr Ferien, der schwarze Sommer an der Adria Fragezeichen Italiener und die Nähe zum Meer Die App gegen Hagel?

00:02:50: Die Krippe kommt zurück nach Grado?

00:02:53: Die Lagune bröckelt?

00:02:55: Der teure Fluch von Venedich?

00:02:58: Sackwerfen in Istrien?

00:03:00: Harry Potter kommt aus Venezien Und wir reisen in den schönsten Ort Italiens, denen es gar nicht gibt.

00:03:10: Rein in die Woche.

00:03:11: und apropos Schulranzen!

00:03:20: Jesolo will die Sommerferien verlängern.

00:03:24: In Italien gibt es bekanntlich für fast jedes Problem eine sehr italienische Lösung.

00:03:30: In Jesolo lautet sie jetzt – wenn die Urlaubsaison länger dauert dann müssen eben auch die Sommerferien länger dauern.

00:03:38: Der September läuft an der Adriaküste nämlich so gut, dass die Touristiker am liebsten die Schulen später öffnen würden.

00:03:45: Roberto Dalcin, Präsident des Örtlichen Tourismusverbandes fordert den Schulbeginn vom Zehnten auf den zwanzigsten September zu verschieben – zehn Tage mehr Ferien!

00:03:56: Der Grund ist weniger pädagogischer als wirtschaftlicher Natur.

00:04:01: Der September sagen die Touristiker, sei inzwischen praktisch zur Verlängerung des Sommers geworden.

00:04:06: Und Jesülo tut ja einiges dafür!

00:04:09: Die Strände bleiben den ganzen September über komplett ausgestattet inklusive Rettungsdienst.

00:04:14: Im Oktober sollen bei gutem Wetter zumindest Liegen- und Sonnenschirme stehenbleiben.

00:04:19: Daidjin rechnet deshalb vor würden die Schulen nur zehn Tage später anfangen könnte der September für die Tourismusbetriebe ein echter Traummonat werden.

00:04:31: Und das Ganze hat mich zunächst total verwirrt.

00:04:34: Mehr Ferien sind doch schlecht für die vielen Eltern, die im Tourismus arbeiten und dann noch mehr Schwierigkeiten haben eine Betreuung für ihre Kinder zu finden.

00:04:44: Aber Daiichin denkt von der anderen Seite!

00:04:47: Dann könnten viele Familien aus dem Umland – für die, der August so teuer oder voll ist – noch einmal preiswert ans Meer fahren.

00:04:56: Denn schon jetzt lockt Jesolo außerhalb der Saison mit prima Familienangeboten, etwa kostenlosen Übernachtungen für die Kinder.

00:05:05: Ja man muss diese Idee nur konsequent weiterdenken!

00:05:09: Wenn der Oktober auch noch schön wird könnten die Kinder vielleicht gleich bis alle Heiligen zu Hause bleiben und wenn der Klimawandel so weitermacht beginnt die Schule in Jesu irgendwann einfach nach Weihnachten.

00:05:21: Grundsätzlich hat der Mann ja recht.

00:05:25: Wer jetzt im September an die Adria kommt macht vieles Richtig!

00:05:30: Einige von euch sind ja bestimmt gerade da.

00:05:33: Der Hochsommer ist vorbei, die Temperaturen werden angenehmer aber die Strände sind noch lange nicht leer im Gegenteil.

00:05:41: Der September entwickelt sich nicht nur in Jesolo sondern an der ganzen Adria immer mehr zu einem echten Urlaubsmonat und besonders eindrucksvoll sieht man das in Grado.

00:05:52: Im September Hundert, zweiundsechzig tausend Übernachtungen gezählt.

00:05:59: Für September zweitausendfünfundzwanzig waren es bereits Zweihundert fünftausend ein Plus von siebenund zwanzig Prozent in nur drei Jahren.

00:06:10: Das ist Wachstum.

00:06:11: damit wächst gerade im September sogar deutlich stärker als Lignano.

00:06:16: dort ging es im gleichen Zeitraum nur um zwei Prozent nach oben und nach allen Prognosen werden in Grado die Zahlen im Jahr auch noch einmal überboten.

00:06:29: Im September sind wenige Italiener und dafür mehr ausländische Gäste unterwegs, vor allem Deutsche und Österreicher.

00:06:36: Sie schätzen die niedrigeren Preise, ruhigere Strände und angenehmeren Temperaturen – außerdem kommen so langsam Genuss- und Gurmeewurlauber.

00:06:47: Außerdem gibt es einen regelrechten Ostboom auch im September!

00:06:50: mit vielen Urlaubern aus Ungarn und Tschechien.

00:06:53: An Grados Strand wächst also das KUK-Reich wieder zusammen!

00:06:59: Hier hat man deshalb sogar die übliche große Sonnenschirmaufräumaktion verschoben, denn normalerweise beginnt die Strandverwaltung JIT Anfang September damit Schirme und Liegen am Strand abzubauen – diesmal wurde der Start auf Mitte des Monats verlegt.

00:07:15: Der September ist eben nicht mehr bloß der Monat in dem an den Strand zusammenklappt.

00:07:20: Apropos, die Strandverwaltung meldet ebenfalls Rekordzahlen und ein Einnahmeplus von einer Million Euro.

00:07:28: Und gerade ist nicht allein!

00:07:30: Induino stiegen die September-Übernachtungen seit Jahrtausend zweiundzwanzig um siebenunddreißig Prozent in Mujah sogar um neunzig Prozent.

00:07:40: Besonders bemerkenswert ist auch Gorizia mit achtzig Prozent plus wobei dort das Kulturhauptstadtjahr zweitausendfünfundzwanziger kräftig mitgeholfen hat.

00:07:51: Insgesamt legten die Übernachtungen in Friaul-Jule Schwenezien im September innerhalb von drei Jahren um sechzehn Prozent zu.

00:08:01: Die Branche spricht von einer Destagionalisation, also davon die klassische Badesaison zu verlängern.

00:08:09: Man kann im September immer noch baden bekommt leichter einen Tisch.

00:08:13: im Restaurant muss am Strand nicht mehr Handtuch an Handtucht liegen und wenn alles gut geht scheint trotzdem die Sonne.

00:08:21: Was ich am September besonders mag, ist ein kleines nicht unwichtiges Detail – denn die Restaurants führen wieder ihre Ruhetage ein!

00:08:32: Und das bedeutet dass die Köche und Bedienungen auch durchatmen können und ausgeruhter und entspannter sind als im völlig hektischen Wahnsinnigen August.

00:08:43: Kurz Werbung in eigener Sache falls ihr nicht gerade vor Ort seid Fernweh habt.

00:08:49: Wenn ihr jeden Freitag ein bisschen Italien haben wollt, meine militärane Wochenschau gibt's kostenlos und werbefrei auf postausitalien.com.

00:08:58: Fast drei Tausend Dreihundert Italien-Fans sind schon dabei.

00:09:03: Schaut vorbei würde mich sehr freuen!

00:09:13: Der schwarze Sommer der Adria oder vielleicht doch nicht?

00:09:23: Anlass ist ein weiterer Todesfall in Jesulung.

00:09:26: Eine fünfundsechzigjährige Frau aus Mestre war am Strand spazieren, als ihr plötzlich schlecht wurde.

00:09:32: Sie ging ins Wasser vermutlich um sich abzukühlen, brach zusammen und wurde von den Rettungsschwimmern gefunden.

00:09:39: Trotz aller Wiederbelebungsversuche starb sie Und dieser Fall ist nur einer von vielen.

00:09:46: Allein zwischen Bibione und Kyodja zählt der Korriere In diesem Sommer fünfzehn Todesfälle am Meer.

00:09:53: Die Opfer waren zwischen fünfzig und neunzig Jahre alt, hinzu kommen zahlreiche Badegäste die nach Kreislaufproblemen oder anderen medizinischen Notfällen gerettet werden konnten.

00:10:05: auch in Grado und Lignano gab es einige Unglücksfälle.

00:10:09: mal ging alles noch gut aus mal leider nicht.

00:10:13: also ein schwarzer Sommer.

00:10:17: vielleicht sollten wir bei solchen Schlagzeilen ein bisschen vorsichtig sein Denn die Zeitung nennt zwar die Zahl der Todesfälle, setzt sie aber nicht ins Verhältnis zur Zahl der Menschen, die sich überhaupt an den Stränden aufhalten.

00:10:31: An der oberen Adria verbringen jedes Jahr Millionen Menschen ihren Urlaub!

00:10:36: In Orten wie Jesolo, Bibione, Kaorle, Lignano und Grado verfielfacht sich im Sommer die Bevölkerung – und gleichzeitig sind viele Städte im August wie leergefegt.

00:10:48: Die Menschen sind nicht verschwunden, sie sind am

00:10:50: Meer.".

00:10:52: Wenn also zehn Millionen Menschen an der Adria Urlaub machen, darunter sehr viele ältere Menschen dann ist rein statistisch zu erwarten dass sich auch herzinfarkte Kreislaufzusammenbrüche und andere Notfälle dort hin verlagern.

00:11:07: Nicht jeder Mensch der am Strand oder im Wasser stirbt ist deshalb ein Badeopfer.

00:11:14: Das soll die einzelnen Fälle natürlich überhaupt nicht verharmdosen.

00:11:18: Jeder Tod ist eine Tragödie Umso mehr.

00:11:23: Aber für die Diagnose eines außergewöhnlich schwarzen Sommers bräuchten wir Vergleichszahlen!

00:11:29: Wie viele Todesfälle gab es in früheren Jahren?

00:11:32: Wie viele Urlauber waren jeweils an den Stränden?

00:11:35: und sind tatsächlich mehr Menschen ertrunken?

00:11:38: oder sterben in diesem Sommer schlicht mehr Menschen am Meer, weil dort gerade ein gewaltiger Teil der Bevölkerung seine Zeit

00:11:45: verbringt?!

00:11:46: Die dramatische Schlagzeile funktioniert jedenfalls hervorragend – ob die Statistik dahinter genauso dramatisch ist, wage ich zu bezweifeln.

00:12:02: Die italienische Zahl Apropos Leben am Meer Hier kommt eine ganz wasserdichte Statistika.

00:12:10: Italien hat hundert sieben Provinzen.

00:12:14: Wie viele davon haben mehr Zugang?

00:12:17: Was schätzt ihr?

00:12:19: Zweiundsechzig Und in diesen zweiundsechzig Provinzen wohnen siebenunddreißigkommar eins Millionen Italiener, also etwa dreiundsechszig Prozent der Gesamtbevölkerung.

00:12:30: Fast zwei Drittel der Italiena haben das Meer in unmittelbarer Nachbarschaft – nicht schlecht!

00:12:38: Klar da ist das mit dem Deutsche Wieter ganz leicht.

00:12:43: Ein längerer Leserbrief?

00:12:46: Man müsste eigentlich inzwischen sagen Laser Mail.

00:12:48: eine längere Laser Mail.

00:12:52: Sehr geehrter Herr Maywald, mein Name ist Janik.

00:12:55: In diesem Moment habe ich Ihr Buch auf dem Schoß liegen, gucke aus den Fenstern die Nacht und denke über eine bestimmte Stelle in Ihrem Buch nach!

00:13:02: Vorweg möchte ich erwähnen dass mir jede Seite ausgesprochen viel Freude bereitet und ich pö-a-pö eine Bereitschaft entwickel meine Lebensart zu hinterfragen.

00:13:12: Nun zur besagten Stelle.

00:13:15: Sie schreiben das es in Italien üblich ist sich Eigentum zu kaufen sobald man die Gelegenheit hat hatten wir auch schon mal hier im Podcast gar nicht so lange her.

00:13:23: Ein sicheres Fundament bietet dementsprechend Grundlage dafür, glücklich zu sein – das schenkt uns zumindest die Absicherung!

00:13:30: Dennoch frage ich mich warum es hier in Deutschland eher wie eine luxuriöse und ziemlich nachsichtig gestaltete Zelle wirkt?

00:13:38: Wir haben ein Haus womöglich einen Garten und eine unkrautfreie Einfahrt.

00:13:43: Trotz alledem sind wir an einem Hamsterrad und werden nie diese Leichtigkeit erfahren, die in ihrem Buch so

00:13:49: mitschwingt.".

00:13:50: Woran könnte das liegen?

00:13:51: Warum nimmt man mit den gleichen Voraussetzungen so verschiedene Perspektiven ein.

00:13:57: Lieber Janik, vielen Dank für Ihre wunderbare Mail!

00:14:02: Ihre Frage ist genau die Frage, die mich beim Schreiben beschäftigt hat.

00:14:05: Ich glaube dass der entscheidende Unterschied gar nicht das Eigentum selbst ist sondern das was wir daraus machen.

00:14:12: in Italien ist das eigene Haus oder die eigene Wohnung eine Absicherung aber eben nur eine Absicherung.

00:14:21: Sie soll das Leben sicherer machen und nicht zum Lebensinhalt

00:14:25: werden.".

00:14:27: Bei uns Deutschen habe ich das Gefühl, dass wir nach dem Kauf erst richtig anfangen – das kenne ich von meinen Eltern!

00:14:33: Das Haus muss schöner werden der Gartengepflegter die Einfahrt umkrautfreier, der Kredit schneller getilgt Und schon wird aus dem Fundament ein weiteres Projekt optimiert werden muss.

00:14:45: Wir Deutschen sind gut darin, Voraussetzungen für ein schönes Leben zu schaffen.

00:14:50: Die Italiener sind gut daran irgendwann mit den Voraossetzungen aufzuhören und mit dem schönen Leben anzufangen.

00:14:57: Natürlich ist das eine grobe Verallgemeinerung!

00:15:01: Ich kenne genügend gestresste Italienern und genügt tiefen entspannte Deutsche und Österreicher.

00:15:08: Aber nach mehr als zwanzig Jahren in Italien glaube ich schon einen kulturellen Unterschied zu erkennen.

00:15:14: Besitz Arbeit und Erfolg werden hier häufig etwas weniger stark mit der eigenen Person verknüpft.

00:15:21: Das Haus ist das Haus, die Arbeit ist die Arbeit und danach geht man mit Freunden einen Apparativo trinken.

00:15:28: Vielleicht besteht die eigentliche Kunst darin sich zu erlauben leicht zu sein obwohl noch nicht alles erledigt bezahlt gemäht und von Unkraut befreit ist?

00:15:39: Ihre Frage hätte eigentlich noch gut ins Buch gepasst!

00:15:43: Vielen Dank dafür Und weiterhin viel Freude beim Lesen.

00:15:49: Reden wir von Weihnachten!

00:15:51: Einige Hörer haben mir gemeldet, dass es in Österreich Supermärkten schon seit Ende August Spekulatius zu kaufen gibt.

00:15:58: Aber auch in Grado wird bei thirty-fünf Grad und bestem Strandwetter schon an Weihnachten gedacht... ...und es gibt gute Nachrichten.

00:16:08: Ab dem fünften Dezember wird auf dem Kampo Patriarcha Ilia also direkt neben der Kirche eine monumentale Krippenlandschaft aufgebaut, die eng mit dem verstorbenen Papst Franziskus verbunden ist.

00:16:22: Die Krippe wurde im Jahr den Petersplatz in Rom gezeigt und Franziskos Azidamals selbst eingeweiht.

00:16:31: Nun zieht das Kunstwerk für die Weihnachtszeit nach Grado.

00:16:34: Die Anlage besteht aus vierundfünfzig Figuren mit einer Höhe von bis zu drei Metern.

00:16:40: Dazu kommen ein Boot, Pfähle und andere Elemente, die an die Lagune von Grado erinnern.

00:16:47: Warum ausgerechnet Grado?

00:16:48: Von oben nach Grado – weil sie hier entstanden ist!

00:16:52: Beteiligt waren Künstler- und Handwerker aus der Region sowie die Vereinigung Portatori della Madonna di Barbana.

00:16:59: Auch Bruno hat mitgebastelt den heimlichen Star aus Meine Bar in Italien.

00:17:05: Tausende Arbeitsstunden stecken in der Grippe.

00:17:08: Für Bürgermeister Giuseppe Corbato ist die Rückkehr deshalb etwas Besonderes.

00:17:13: Das Werk sei Ausdruck von Kunst, Handwerk und Gemeinschaft – nach dem großen Auftritt in Rom also jetzt die Rückkehr nach Hause!

00:17:22: Und vielleicht ein gutes Argument für euch rund um Weihnachten mal in Grado oder generell an der Adria vorbei zu schauen?

00:17:30: Das kann nämlich sehr schön sein.

00:17:34: Jedenfalls dann wenn das Wetter mitspielt….

00:17:36: In den letzten beiden Jahren hatten wir Glück, was viele von euch bestimmt bestätigen können.

00:17:43: Aber auch die Realpolitik hat uns im Griff!

00:17:47: Realpolitik ist übrigens ein Wort das es in italienische Sprache geschaffen hat – ich zucke jedes Mal zusammen wenn es in den Nachrichten auftaucht.

00:17:56: Denn Grados Lagune bröckelt vor sich hin….

00:18:00: Die sogenannten Argini Also die kleinen Dämme und Uferbefestigungen rund um Fischereigebiete sind teilweise in schlechtem Zustand.

00:18:08: Und zwar nicht nur ein bisschen!

00:18:11: Von den insgesamt seventy- zwei Kilometern Dämmen rund um die Fischereigebiete der Lagune, sind nach ersten Untersuchungen fast vierzig Prozent gefährdet.

00:18:21: Wenn die Dämmen fehlen können die Fischereigebiete nicht mehr richtig vom übrigen Lagunewasser getrennt werden – bei Hochwasser könnten die frechen Fische entkommen.

00:18:33: Deshalb läuft nun ein Forschungsprojekt der Region und der Universität Triest, dabei kommen auch Drohnen zum Einsatz.

00:18:42: Die Wissenschaftler untersuchen wie sich die Lagune verändert, wie sie die Mente wandern und wie sich Fischereigebiete möglichst naturnah schützen lassen Denn diese valider Peska gehören seit Jahrhunderten zur Kulturlandschaft der Lagune und sind wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen.

00:19:01: Außerdem sind sie eine wichtige Einnahmequelle für so manchen Gradesa.

00:19:07: Die Lagune sieht von außen wunderbar zeitlos aus, aber unter der Oberfläche verändert sie sich ständig und manchmal muss man viel tun damit sie so bleibt wie wir sie kennen.

00:19:21: dazu ein bisschen passend wegen Muscheln und Fischen und so.

00:19:25: Annette schreibt mir vielen Dank für ihre ganz wunderbaren Bücher über die Italianita.

00:19:30: Mir kommt da immer wieder eine Szene aus der sehr trashigen TV-Serie Sobtrautesheim, Achtzigerjahre in den Sinn.

00:19:37: Ich kenne die Serie nicht.

00:19:39: Ein sagen wir ruhig Mafioso verspeist mit Genuss einen Teller Nudeln und sagt zu einem anderen sagen wir ruch mafioso Setzt dich nimm dir einen Tellar.

00:19:48: Die Spaghetti meiner Mutter sind besser als Sex.

00:19:52: Also sagt er nette das können doch sicher nur spaghetti Wongole gewesen sein.

00:19:57: schönes Wochenende und herzliche Grüße.

00:20:00: Ich bin ein bisschen ratlos, ich weiß ausdannen haben eine gewisse Wirkung sagt man zumindest.

00:20:06: Dass das auch für Venusmuscheln zutrifft.

00:20:08: andererseits die heißen ja Venus Muscheln vielleicht waren es Spaghetti Vongole zum Wetter.

00:20:15: wir haben ja inzwischen Apps für alles.

00:20:18: Apps die unsere Schritte zählen unseren Schlaf bewerten und uns daran erinnern Wasser zu trinken.

00:20:24: jetzt kommt aus Venezien einer App bei der ich sage könnte tatsächlich mal nützlich sein.

00:20:31: Sie heißt Grandinometro, also ungefähr Hagelmesser.

00:20:36: Erfunden hat sie Davide Agostini aus der Provinz Pardua, einundzwanzig Jahre alt Wirtschaftsstudent Bravo und inzwischen nebenbei so etwas wie der persönliche Hagelwächter von ein paar tausend Italienern.

00:20:49: Die Geschichte beginnt im Juli zweitausenddreiundzwantzig.

00:20:53: Damals war Augustini gerade achtzehn- und zu Musikieren in Campo Sampiero unterwegs.

00:20:59: Währenddessen zog ein schweres Unwetter durch.

00:21:02: Als er nach Hause kam, sah er die Schäden, die der Hagel angerichtet hatte und dachte – das müsste man doch irgendwie früher wissen können!

00:21:12: Also entwickelte er eine App.

00:21:14: Grandinometro kombiniert Wetterradar-Daten mit Meldungen von Nutzern und Informationen der italienischen Protektionen Civile.

00:21:23: Daraus versucht das System zu erkennen wohin eine Gewitterzelle zieht Wer in ihrer Bahn liegt, bekommt eine Warnung aufs Handy und hat noch ein paar Minuten Zeit das Auto unter einen Dach zu fahren.

00:21:36: Und das funktioniert gut!

00:21:38: Bei der schweren Hagel-Attacke vom XXIII.

00:21:41: August im Raum Verona & Padua schlug das System Alarm.

00:21:45: Mehrere Nutzer meldeten anschließend dass sie ihre Autos noch rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten.

00:21:51: Auch bei einem heftigen Hagelunwetter in den Abrutzen soll die Warnungen rechtzeitig angekommen sein.

00:21:57: Das Schöne daran, Graninometro ist kostenlos und werbefrei.

00:22:02: Die App funktioniert in ganz Italien und in wenigen Tagen ist die Zahl der Nutzer auf mehr als viertausend gestiegen.

00:22:09: Jetzt kommt mein Lieblingsfeature – die App kann einem sogar zeigen wo sich in der Nähe ein geschützter Platz befindet!

00:22:16: Das ist Italien im Jahr zwanzigzehnt.

00:22:20: Früher hat die Nonna aus dem Fenster geschaut und gerufen Ragazzi Grandi ne?

00:22:24: Heute übernimmt das Smartphone.

00:22:27: Und bei den Hagelkörnern, die hier inzwischen gelegentlich vom Himmel fallen würde ich sagen ein Grandinometro runterladen bevor der nächste Tennis Ball einschlägt.

00:22:39: Apropos Tennis!

00:22:41: Italien ist eine echte Tennis-Nation geworden natürlich dank Janik Sinner aber auch Dank Flavio Koboli und Jasmin Paolinie und einigen anderen die alle sehr populär sind.

00:22:53: Der Sport boomt Die Plätze sind voll.

00:22:56: Und jetzt könnte Venezien sein eigenes Wimbledon bekommen!

00:23:01: Im Juni, twenty-eightundzwanzig soll in Roncade bei Treviso ein ATP-Zweihundertfünfzig-Turnier stattfinden.

00:23:08: Das wäre nicht irgendein Tennis Turnier – es wäre das erste Turnier der höchsten ATP-Ebene im Italien, dass jetzt kommt's auf Naturrasen gespielt wird und der Termin könnte kaum besser direkt nach den French Open und vor Wimbledon.

00:23:26: Die Weltelite könnte sich also künftig zwischen Paris und London in Venezien auf Rasen einspielen!

00:23:33: Die italienische Tennis-Föderation hat nämlich die ATP-Lizenz übernommen, die durch das Ende des Turniers in Brüssel freigeworden ist.

00:23:42: Noch ist Roncade nicht endgültig bestätigt – aber Gianni Milán, Vizepräsident des Tennisverbandes in Venetien formuliert den Stand sehr hübsch Man sei im fünften Satz und Liege zwei Breaks vorn.

00:23:57: Es fehlten nur noch einige Details.

00:24:00: Ausdragungsort wäre also Rancade.

00:24:04: Wer die Gegend kennt, das liegt ideal zwischen Treviso und der Lagune von Venedig.

00:24:09: Der Flughafen Venedic ist nur zehn Minuten entfernt.

00:24:13: es gibt allerdings ein Problem Die Tennisplätze existieren auch gar nicht.

00:24:20: Auf dem Gelände sind zwar genügend Grünflächen vorhanden, unter anderem Fußballplätze.

00:24:25: Aber aus einer Wiese macht man eben nicht mal eben Wimbledon!

00:24:29: Genau deshalb soll das Turnier erst in den Jahr- und Zwanzig stattfinden.

00:24:33: Die Rasenplätze müssen komplett neu angelegt werden.

00:24:38: Renzo Furelani – wer kennt ihn noch?

00:24:41: War einmal die Nummer neunzehn der Tenniswelt und später Trainer von Jasmín Paulini.

00:24:46: Er sagt einen guten Tennisrasen anzulegen ist eine ausgesprochen komplizierte Angelegenheit.

00:24:52: Und übrigens, er wohnt auch direkt in Connelliano da wo der gute Posseco herkommt und ganz in der Nähe des möglichen neuen Turnierplatzes.

00:25:01: Der Boden muss extrem hart sein damit er bei vernünftig abspringt.

00:25:05: Gleichzeitig muss das Gras sehr dicht wachsen und darf kaum ausreißen.

00:25:09: Es kann Jahre dauern bis solche Plätze wirklich turniertauchlich sind Wimbledon?

00:25:16: Das echte Wimbloden hat bereits Hilfe angeboten.

00:25:19: Experten aus England wollen die Italiener beim Bau und bei der Pflege den neuen Rasenplätze beraten.

00:25:25: Billig wird das Ganze natürlich nicht!

00:25:27: Der Credito Sportivo, eine staatliche Bank unterstützt das Projekt mit zehn Millionen Euro.

00:25:34: Allein das Preissgeld eines ATP-ZwC-Turniers liegt bei bis zu einer Million Euro.

00:25:40: Für Venezien wäre das ein Coup – denn obwohl die Region fast Tennis und Paddl-Mitglieder sowie Teilnehmer des Schulprojekts Rakette in Klasse zählt, hat sie zuletzt zwei wichtige Turniere verloren.

00:25:53: Den Challenger in Verona und das Damenrasenturnier von Geiber, dass schon den Spitznamen Klein Wimbledon trug.

00:26:01: Jetzt soll also eine ganz andere Liga kommen!

00:26:05: Und wenn alles klappt... Könnte der Reiseplan einiger der besten Tennis-Spieler im Juni, bis dahin haben die Italiener noch eine Aufgabe, die man im Land des Fußballs eigentlich beherrschen müsste.

00:26:23: Einen verdammt guten Rasen hinzubekommen!

00:26:27: Ich muss euch jetzt etwas in eigener Sache erzählen.

00:26:30: ich habe in den vergangenen Monaten ziemlich viel Zeit in einem kleinen Ort an der Adria verbracht.

00:26:37: Er heißt Porto Berlino.

00:26:40: Das merkwürdige daran?

00:26:42: Porto Bellino gibt es gar nicht!

00:26:45: Es gibt dort eine Piazza, einen kleinen Hafen Fischer, Bars ein Hotel und natürlich einem Pfarrer Don Giovanni heißt er Und er bekommt es mit Maria zu tun Der Bürgermeisterin des Ortes.

00:26:59: Die beiden sind sich in praktisch nichts einig Und irgendwann habe ich gemerkt.

00:27:05: Eigentlich habe ich zwanzig Jahre lang für diese Geschichte recherchiert, ohne es zu wissen.

00:27:11: Mehr verrate ich heute noch nicht!

00:27:13: Wobei?

00:27:14: auf meinem Blog hab' ich schon ein paar Hinweise zum neuen Roman gepackt.

00:27:18: Den Link findet ihr in den Show Notes.

00:27:21: Nur so viel.

00:27:22: Im April nehme ich euch mit nach Porto Bellino.

00:27:26: Das ist der schönste italienische Ort, den es nicht gibt.

00:27:31: Bleiben wir bei Büchern.

00:27:34: Wenn Ihr das nächste Mal Einen Harry-Potterband in der Hand habt, schaut ihn euch genauer.

00:27:39: Es besteht nämlich eine gute Chance dass der berühmteste Zauberlehrling der Welt aus Venezien kommt.

00:27:46: Nauer gesagt aus Trébasilege einem Ort in der Provinz Pardua.

00:27:51: Dort sitzt Grafica Veneta einer der großen italienischen Druckereien und deren Chef Fabio Franceschi hat dem Korriere gerade eine fantastische Zahl genannt.

00:28:02: Seine Firma druck jedes Jahr noch immer fünfzehn bis zwanzig Millionen Harry-Potter Bücher in mehreren Sprachen.

00:28:11: Fast dreißig Jahre, nachdem der erste Band erschienen ist.

00:28:16: Angefangen hat die Geschichte nineteenundsebeneinzig.

00:28:19: Grafika Veneta druckte damals für den italienischen Verlag Salani den ersten Band – Harry Potter und Der Stein der Weisen.

00:28:27: Noch wusste niemand was daraus werden würde!

00:28:30: Beim zweiten Band wurde allerdings klar, da passiert etwas Großes.

00:28:35: Später druckten die Italiener auch für internationale Verlage wie Bloomsbury und Penguin.

00:28:41: Und mit jedem neuen Harry Potter wurden nicht nur Millionen Exemplare des neuen Buches benötigt, plötzlich wollten die Leute auch wieder Band eins zwei und drei haben!

00:28:52: Die gesamte Druckerei geriet unter den Potter-Zauber.

00:28:56: Besonders schön sind die Geschichten über die Geheimhaltung.

00:28:59: Vor dem Erscheinungstag durfte absolut nichts nach draußen gelangen.

00:29:03: In der Druckerei gab es Kontrollen, vierundzwanzig Stunden am Tag samt Sicherheitsdienst – die fertigen Bücher wurden in versiegelten Lastwagen abtransportiert und bei einer vorzeitigen Veröffentlichung von Texten oder Bildern drohten Vertragsstrafen in sechsstelliger Höhe.

00:29:20: Und J.K.

00:29:21: Rowling persönlich besuchte nach dem Erfolg des zweiten Bandes sogar die Fabrik in Venezien!

00:29:28: Einmal wollte Rowling unbedingt, dass ihre Bücher ausschließlich auf Recyclingpapier gedruckt werden.

00:29:34: Die Italiener rechneten ihr allerdings vor das bei bestimmten Verfahren das Entfernen der alten Druckfarbe ökologisch ungünstiger sein könne als Zellstoff aus eigens dafür bewirtschafteten Plantagen.

00:29:48: Rowling ließ sich überzeugen!

00:29:50: Ihr wisst es selbst – Der Zauber funktioniert immer noch.

00:29:54: Heute kaufen längst nicht mehr nur Kinder Harry Potter, sondern die inzwischen erwachsenen Fans von damals.

00:30:00: Teilweise für ihre eigenen Kinder!

00:30:03: Deshalb produziert Grafiker Veneta inzwischen auch hochwertige Sonderausgaben und Schuber.

00:30:10: Fünfzehn bis zwanzig Millionen Bücher pro Jahr gedruckt in einem kleinen Ort bei Padua – also Belagente.

00:30:17: Hogwarts liegt bekanntlich irgendwo in Schottland Aber wenn Harry-Potter Nachschub braucht kommt der aus Venezien.

00:30:26: Jetzt kommt meine Lieblingsmeldung!

00:30:29: Fluchen kostet in Venedig hundert zwei Euro.

00:30:33: Falls ihr demnächst in Vendedich unterwegs seid und euch über irgendwas ärgert, beherrscht Euch.

00:30:39: Ein Zweiundzwanzigjähriger war jetzt mit seinem Motorroller auf dem Lido unterwegs als sie ihm in der Nähe des Ponte de la Quattro Fontane ein Fußgänger vor den Roller lief – offenbar ein Besucher der Filmfestspiele erkennbar am roten Pass um den Hals.

00:30:54: Der junge Mann reagierte schnell und brachte seinen Roller wenige Zentimeter vor dem Fußgänger zum Stehen.

00:31:01: Unfall verhindert, alle gesund – eigentlich ein Happy End!

00:31:05: Nur war der Rollerfahrer verständlicherweise ein bisschen aufgebracht Und so entfuhr ihm nicht nur das eine oder andere italienische Schimpfwort sondern auch eine Gotteslesterung.

00:31:17: Dummerweise standen Polizisten daneben.

00:31:21: Die kontrollierten anschließend seine Papiere und stellt nie meinen Strafzettel über hundert zwei Euro aus.

00:31:28: Denn in Italien kann öffentliches Fluchen gegen Gott tatsächlich noch immer teuer werden!

00:31:34: Grundlage ist Artikel sevenhundertzwanzig, der öffentliche Gotteslesterung unter Strafe stellt.

00:31:41: Der Fall wurde anschließend von der Facebook-Seite Venetia Nonne e Disneyland publik gemacht und löste hunderte Reaktionen aus.

00:31:53: wenig beeindruckt von der Aufregung.

00:31:55: Solche Strafen würden durchaus öfter verhängt, das Gesetz existiere also wende man es an.

00:32:02: Er deutete allerdings an eine Entschuldigung hätte möglicherweise für etwas mehr Flexibilität gesorgt.

00:32:09: Wir lernen also wenn wir niedlich einem Touristen ausweicht sollte danach tief durchatmen oder wenigstens darauf achten dass gerade kein Polizist zuhört.

00:32:22: Wenn ihr geglaubt habt, an der Adria sei nach Ende der Hauptsaison nichts mehr los.

00:32:27: Dann habt ihr die Rechnung ohne Cornhole gemacht!

00:32:31: Cornhole?

00:32:32: Nie

00:32:32: gehört?!

00:32:33: Dreihundertfünfzig Spezialisten aus siebenundzwanzig Ländern sind gerade im istrischen Porridge zusammengekommen.

00:32:40: Denn dort fanden die Europafinals und der World Cup in einer Sportart statt – die so aussieht als hätte jemand auf einer Grillparty zu viel Zeit gehabt.

00:32:50: Man stellt ein schräges Holzbrett mit einem Loch auf und wirft kleine Stoffsäckchen drauf.

00:32:56: Abstand zum Brett – exakt acht Meter, dreiundzwanzig.

00:32:59: Ein Säckchern auf dem Brett gibt einen Punkt, ein Säcken im Loch, drei!

00:33:04: Wer zuerst einundzwanzig Punkte erreicht gewinnt.

00:33:08: Das klingt nach einem Spiel das wir in Italien normalerweise nach dem dritten Aperol Spritz beginnen würden.

00:33:14: Aber Cornhole ist inzwischen eine ernsthafte internationale Sportart Erinnert irgendwie an Bierpong.

00:33:21: Zweiundzwanzig Nationalmannschaften waren beim World Cup dabei, jeweils mit sechs Spielern.

00:33:26: Die USA gingen als große Favoriten ins Rennen.

00:33:30: Sie hatten viermal in Folge gewonnen Und die Kroatien selbst sind keineswegs nur aus Höflichkeit dabei.

00:33:36: Im vergangenen Jahr wurden sie vierte hinter den USA, Slowenien und Deutschland.

00:33:42: Überhaupt ist Istrien eine Cornhole Großmacht.

00:33:45: Drei der sechs offiziell registrierten kroatischen Clubs kommen aus Istrien.

00:33:51: Und während in der Halle die Säckchen flogen, segelten vor Porridge auch noch hundertfünfundsiebzig Jugendliche aus vierunddreißig Vereinen um die kroatische Optimistenmeisterschaft.

00:34:01: Dann lief bereits das nächste Spektakel.

00:34:04: beim Tuner Lishes Festival drehte sich alles um Tunfisch Street Food Musik und Big Game Fishing.

00:34:10: Porridge hat das Prinzip der Saisonverlängerung also verstanden – so gut wie Jesu-Long!

00:34:17: Aber zurück zum Sack werfen.

00:34:20: Vielleicht sollten wir dafür ein besseres deutsches Wort

00:34:23: finden.".

00:34:24: Der Sieg ging an die USA, aber Deutschland holte Bronze!

00:34:28: Im Match um Platz drei lagen sie gegen Kanada bereits achtzehn zu drei zurück und drehten die Partie noch – da haben den Kanadiern aber ordentlich die Hände gezittert….

00:34:39: So, das war's für heute.

00:34:42: Was gibt es neues vom Schreibtisch?

00:34:45: Jeden Freitag bekommt ihr von mir die mediterrane Wochenschau auf postausitalien.com mit Neuigkeiten aus Grado und der Adria, kostenlos und werbefrei natürlich!

00:34:57: Ihr könnt die meditterane Wochenshow ganz einfach oben auf der Startseite bei postausItalian.com abonnieren.

00:35:05: Apropos abonnieren?

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00:35:19: Dort gibt es kleine Filme über mein Leben in Italien, dann bleibt mir auch über alle meine Projekte auf dem Laufenden!

00:35:29: Ihr wisst Bescheid.

00:35:30: jetzt erstmal einen Kaffee bei Pino.

00:35:34: bis bald.

00:35:36: und immer schön Deutsche Vita bleiben.

00:35:45: Das war Radio Adria der Italien Podcast.

00:35:48: Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert den Podcast und lasst uns eine Bewertung da.

00:35:54: Das hilft uns noch mehr Menschen zu begeistern!

00:35:57: Für mehr Italianita folgt mir auf Instagram oder besucht meinen Blog postausitalien.com.

00:36:04: Grazie mille und bis zur nächsten Folge.

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