#34: Stress in Triest, Schlamm in Grado, Diebe in der Kirche, Rotwein vs. Weißwein
Shownotes
Hier kommen die bunten Neuigkeiten aus Italien, darunter:
- Versanden Grados Häfen?
- Welcher Kuchen ist in Triest der richtige?
- Mehr Events für Triest
- Deutsche Goldkäufer in Udine
- Kirchenklau mit Magnet
- Jesolos Winter-Tricks
- Weinwandern am Gardasee
Außerdem gibt es Italien-Themen für Kenner, darunter:
- Die italienische Weisheit: »A tavula è tronu.«
- Was ist denn jetzt schon wieder mit Triests Tram?
Bonus: Rotwein vs. Weißwein – warum deutsche TV-Krimis dazu eine klare Meinung haben.
Mein neues Buch heißt »Espresso unter Sternen – eine Reise in Sachen Glück«. Hier steht mehr.
Fragen, Wünsche, Anregungen?
Wen wollt ihr mal als Gast hören, welche Themen soll ich mir vornehmen, was würdet ihr wirklich gern wissen?
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Der Podcast ist eine Produktion von www.studiovenezia.de
Transkript anzeigen
00:00:06: Buongiorno und herzlich willkommen bei Radio Adria, dem Podcast aus Italien.
00:00:11: Hier dreht sich alles um la Deutsche Vita – um das Lebensgefühl zwischen Espresso und Apparativo, um die kleinen Geheimnisse und großen Geschichten dieses wunderbaren Landes!
00:00:22: Ich bin Stefan Maywald, Autor- und Wahlitaliener aus Grado und ich nehme euch mit auf eine Reise voller Sonne Genuss und Italianità also zurücklehnen entspannen und ein bisschen Italien ins Leben lassen.
00:00:37: Andiamo!
00:00:45: Buongiorno aus Grado.
00:00:47: Die Touristen liegen am Strand, und lassen sich die Sonne auf den Bauchscheinen.
00:00:51: so soll es sein.
00:00:53: Und gerade ist mein Buch Espresso unter Sternen in Österreich von Null auf Eins gegangen.
00:00:59: Unfassbar großartig.
00:01:01: In Deutschland übrigens Platz siebzehn aller Sachbücher auch wunderbar.
00:01:05: Danke, danke, danke.
00:01:08: Also rein in die Folge.
00:01:10: Was habe ich euch heute in meinem Einkaufsbeutel vom Markt mitgebracht?
00:01:40: auf der ersten Runde meiner Lesereise.
00:01:43: Und da bekomme ich beim Signieren alle möglichen Fragen, wo gibt es den besten Fisch in Grado?
00:01:48: Welches Hotel ist das best in Venedig?
00:01:50: und so weiter.
00:01:52: Aber in Klagenfurt stellte mir einen Leser eine ziemlich verrückte Frage während ich sein Buch signierte – er begann!
00:02:11: Klang fort, achzehnter Mai.
00:02:14: Und auf genau solche Fragen stehe ich!
00:02:16: Also habe ich mich umgehört.
00:02:17: meine Schwester ist ja Schauspielerin und ein paar Drehbuchautoren kenne ich auch.
00:02:22: also Es hat kann man sich irgendwie denken in erster Linie optische Gründe Denn Rotwein ist visuell eindeutiger.
00:02:31: Weißwein sieht in vielen Lichtsettings fast aus wie Wasser Apfelsaft oder gar ein leeres Glas.
00:02:38: Rotweinsignalisiert sofort das ist Wein.
00:02:42: Gerade im Fernsehen, wo Szenen oft schnell kapiert werden müssen ist diese Eindeutigkeit wichtig.
00:02:49: Grund zwei Rotwein wirkt cinematischer Die dunkle Farbe erzeugt Kontraste reflektiert lichtschöner und sieht in warm ausgeleuchteten Innenräumen edler aus.
00:03:01: Ein Glas RotweIN funktioniert fast wie eine Requisite für Atmosphäre Abend, Intimität Ernsthaftigkeit Melancholie Kultiviertheit.
00:03:11: Grund drei.
00:03:13: Rotwein transportiert, schönes Wort Charaktercoats.
00:03:18: in Drehbüchern ist RotweIN oft shorthand für gebildetes Bürgertum gehobenen Lebensstil Emotionalität Reife manchmal auch Einsamkeit oder Krise.
00:03:29: Weißwein wirkt dagegen schneller sommerlich leicht oder gesellig also weniger passend für die typische deutsche Krimistimmung aus Regen Beziehungsproblemen und moralischer Erschöpfung.
00:03:41: Ihr wisst, was ich meine.
00:03:43: Deutsche Krimis zeigen selten lockere Terrassen oder Sommermomente wo Weißwein realistischer wäre.
00:03:50: Die Figuren sitzen eher nachts in Altbau-Küchen und reden über Schuld, Korruption und ihre kaputte Ehe – da passt Rotwein ikonographisch besser!
00:04:00: Grundvier?
00:04:01: Mein Lieblingsgrund?
00:04:02: Rotweins ist auch der bessere Schauspieler.
00:04:05: Beim Einschenken, schwenken oder wenn jemand nervös am Glas nippt sieht man Bewegung und Flüssigkeit deutlicher.
00:04:12: Weißwein verschwindet optisch er.
00:04:14: Und es ist wieder einmal bewiesen auf jede Frage gibt es eine Antwort.
00:04:20: und jetzt ab ans Meer!
00:04:24: Die wichtigsten Schlagzeilen!
00:04:28: Grado hat einen fiesen neuen Gegner, den Schlamm.
00:04:33: Wird der Hafen bald unbefahrbar?
00:04:35: Wer mit dem Boot rund um gerade unterwegs ist braucht nicht nur nautisches Können sondern auch ein Portion Glück Denn die Lagune versandet zunehmend.
00:04:45: Das Problem betrifft vor allem die Zufahrt rund um Porto San Vito, den großen Yachthafen am alten Strand.
00:04:52: Dort lagern sich immer mehr Sedimente ab also Sand und Schlamm, die durch Gezeiten und Strömungen bewegt werden.
00:04:59: Die Folge?
00:05:00: Die Fahrerinnen werden flacher besonders kritisch logischerweise bei Ebbe.
00:05:05: An manchen Stellen sollen bei Niedrigwasser gerade einmal ein Meter zwanzig bis einen Meter fünfzig übrig bleiben.
00:05:12: Für Segler bedeutet das konkret Thema Kielbombe.
00:05:15: Viele Yachten kommen nicht mehr hinein oder hinaus.
00:05:19: Wer mehr als einen Meter Achtzig Tiefgang hat, könnte in Grado inzwischen ernsthafte Probleme bekommen.
00:05:25: Die Hafenbetreiber finden dass die Region in den letzten Jahren zu wenig gebaggert habe.
00:05:29: deswegen reichten sie eine Klage ein.
00:05:32: Klar wenn Häfen schwieriger erreichbar werden bleiben Gäste aus Liegeplätze verlieren an Attraktivität Charterunternehmen geraten unter Druck.
00:05:41: Die entscheidende Frage bleibt, reagiert die Politik noch rechtzeitig.
00:05:44: Denn immer häufiger müssten Liegeplatzanfragen abgelehnt oder boten die Einfahrt bei Erbe verweigert werden – gar nicht gut für den Tourismus!
00:05:53: Dann meldeten sich die Fischer zu Wort und jetzt wird's lustig.
00:05:57: Man hätte sie auch mal eher fragen können.
00:05:59: Sie sagen, die Rinne sei da und auch tief genug aber die Bohien seien falsch gesteckt.
00:06:05: also nicht Bohien sondern die Brikule.
00:06:08: Eine Brikula ist dieses typische Holzpfahlbündel an der oberen Adria, was die Schifffahrtsrouten markiert.
00:06:14: Und die Brikule rund um Grado seien ausgerechnet dort gesteckt wo das Wasser am tiefsten sei so dass sie die Navigation verhindern.
00:06:23: also müsste einfach nur umgesteckt werden jedenfalls fürs erste und Das kam gerade noch rein.
00:06:30: Die Region hat auf die Vorwürfe reagiert und hart zurückgeschlagen die Kanäle rund um grado Seien alle schiffbar.
00:06:36: Das einzige Problem sei tatsächlich vor dem Porto Sanvito, aber das Ausbaggern sei Sache des Hafenbetreibers nicht der Region.
00:06:46: Einem möglichen Prozess sehe man sehr gelassen entgegen.
00:06:50: Ende der Durchsage?
00:06:51: Autsch!
00:06:52: Wenn ich das alles richtig deute könnte es eine längere Geschichte werden.
00:06:57: Übrigens wenn hier Hörerinnen oder Hörera dabei sind die ihr Boot im Porto sanvito haben gern mal melden wie dort die Stimmung ist.
00:07:12: Ich habe euch gerade von Espresso unter Sternen erzählt.
00:07:16: Hier kommen zwei leserenden Stimmen, über die ich mich sehr gefreut habe und die ich euch unbedingt vorlesen möchte.
00:07:21: Oh ja!
00:07:22: Man folgt dem Autor sehr gern durch die Straßen von Trieste, leistet ihm Gesellschaft im Café und begleitet ihn zu inspirierenden herzwarmen skurrilen Begegnungen bei der Erforschung des Glücks – und erfährt nebenbei wie das mit dem Savoirvivre also Deutsche Vita so funktioniert und was man davon mit Anmut in den Alltag mitnehmen kann.
00:07:42: Aber unter uns gesagt, selbst wenn man gar nicht so arg Italofiel ist.
00:07:46: Stefan Maywalds Bücher – so auch dieses sind immer mehr als lesenswert!
00:07:51: Denn ihm gelingt es elegant und nonchalant wie kein zweiter jede Gegend und jede kleine Begegnung jeden Alltagsmoment mit einem zauber- und federleichten Glanz zu belegen.
00:08:01: Und Moment mal….
00:08:03: Ist das nicht der Inbegriff von Glück?
00:08:06: Das schrieb bei Hugendubel Clumsy Mermaid.
00:08:09: Ich liebe den Usernamen.
00:08:11: Noch eine Stimme.
00:08:13: Was für ein kluges, wundervolles unterhaltsames Buch!
00:08:16: Das steht fest.
00:08:18: mit Stefan Maywald möchte man am liebsten stundenlang durch alle Städte auf dieser Erde spazieren genau hinschauen welche Geschichten er dort entdeckt zuhören was er alles zu erzählen hat was ihm auffällt dazu einfällt wer ihn begegnet.
00:08:31: zusammen Kaffee trinken und gut essen gehen das Alles bietet Espresso unter Sternen Eine Forschungsreise in Sachen Glück und Deutsche Vita In der schönen Hafenstadt Triest und das auf die typische extrem unterhaltsame, augenzwinkende Maiwaldsche Erzählweise.
00:08:48: Was für den Autor ein Schritt aus der eigenen Komfortzone mitten hinein in einen neuen Mikrokosmos ist, ist eine Riesenlesefreude für seine Leserinnen und Leser – denn by the way keiner kann so Unterhaltsamt geschichtliche gesellschaftliche kulturelle Zusammenhänge schildern und mit echtem persönlichen Leben verknüpfen, dass man sie nie wieder vergisst!
00:09:09: Wo würde das besser passen als in der italienischen Schriftstellerstadt mit Tradition und Grandetzer am Blauen Meer?
00:09:15: Klare, große, herzliche Leseempfehlung mit ganz vielen Sternen für dieses besondere Sternenbuch.
00:09:22: Ein must read!
00:09:24: Mascha Pemurava Talia.
00:09:27: Danke, danke.
00:09:28: Also holt euch Espresso unter Sternen in eurer Lieblingsbuchhandlung oder dort wo ihr Online Bücher kauft.
00:09:36: Später lese ich euch ein Kapitel vor, das bei meiner Lesereise immer sehr gut angekommen ist.
00:09:46: Die italienische Weisheit!
00:09:50: Die italianische Weissheit kommt heute aus Sizilien – Atavola et Trono.
00:09:56: Der Tisch ist ein Thron.
00:09:59: Essen als Würde und Stolz Ganz knapp Super.
00:10:04: Jetzt zur Hörerpost.
00:10:06: Pascal schreibt mir Moin.
00:10:07: Stefan Vielen Dank für deinen Podcast, der mich regelmäßig beim Kochen oder beim Wandern im Karst begleitet und mir frische Perspektiven über das Leben in meiner derzeitigen Heimat eröffnet.
00:10:18: So so ein Deutscher, der in Trieste lebt – oder in Österreicher!
00:10:21: Zu vergangenen Episoden habe ich Feedback.
00:10:23: Du hast berichtet dass unter Italienern das Anstoßen der Gläser beim Zuprosten eher unüblich sei.
00:10:30: Nach gewissenhafter wenn auch nicht repräsentativer Recherche in Restaurants & Bars mit italienischen Bekannten Freunden und Kollegen scheint der Konsens zu sein, dass das Ritual zumal in Triest sehr wohl aus folgendem Ablauf besteht.
00:10:44: Glas erheben vielstimmiges Chinchin Gläserei um Anstoßen Glas ohne Absetzen kurz auf den Tisch trinken In die Augen gucken oder auch tatsächlich zu trinken sind wiederum unüblich und unwichtig.
00:10:56: Ich hoffe du weißt meinen selbstlosen Rechercheinsatz in langen Stunden Triestiner Geselligkeit zu schätzen.
00:11:03: Ja tu ich.
00:11:04: Danke Pascal Das ist wohl eine Triestiner Eigenart, da sieht man eben wie mitteleuropäisch die Stadt doch ist.
00:11:12: Passt geil weiter?
00:11:13: Wenn ich dich richtig verstanden habe hast du im April berichtet die Tram nach Obicina würde wieder fahren.
00:11:18: Leider finden derzeit nur technische Testfahrten im oberen Teil der Strecke statt.
00:11:23: Die Station am Piazza Oberdan ist noch blockiert und der untere Teil der Strecke dient mal wieder als informeller Parkplatz.
00:11:30: Es finden einige Arbeiten an der Streckestadt vor allem an Stationen und Kreuzungen.
00:11:35: Ein Wiedereröffnungsdatum wird nicht öffentlich angekündigt, immer ein schlechtes Zeichen.
00:11:40: Der Piccolo hat mal über Juni-Juli spekuliert.
00:11:42: es fehlen wohl aber auch noch Sicherheitsgenehmigungen.
00:11:45: das kann also noch dauern.
00:11:48: Ja Pascal das stimmt.
00:11:49: ich habe über die Tram ja in meinem Buch geschrieben.
00:11:51: der Text war im September twenty-fünfundzwanzig fertig davor sie Aber bei der Lesereise sage ich immer dazu dass sie derzeit schon wieder außer Betrieb ist.
00:12:01: Das sorgt immer für viele Lacher Die Arme Tramm.
00:12:06: Bleiben wir in Triest und beschäftigen uns mit der großen Frage, welcher Kuchen ist eigentlich die Seele der Stadt?
00:12:13: Es gibt Städte, die definieren sich über Architektur andere über Fußball.
00:12:18: Triest dagegen diskutiert sehr ernsthaft über Gebäck – genauer gesagt über drei Süßspeisen Präsnitz, Pustizza und Pinza.
00:12:29: Und wer jetzt denkt das klingt wie Figuren aus einem alten Habsburger Roman?
00:12:33: Nein!
00:12:34: Das sind Kuchen oder besser gesagt kulturelle Identitäten in Teigform.
00:12:40: Der Presnitz gilt als die elegante Variante, Blätterteig, Trockenfrüchte, Nüsse angeblich eins sogar für Kaiserin Sissi serviert – sehr triest.
00:12:50: ein bisschen Wien, ein bisschen Hafenstadt und ein bisschen Caféhaus!
00:12:55: Die Putiza dagegen kommt stärker aus der slovenisch-kroatischen Richtung mehr Hefe, mehr Familienrezept, mehr Sonntag.
00:13:02: bei der Großmutter gibt es noch die Pinzer, den traditionellen Osterkuchen.
00:13:08: Der ist so etwas wie die diplomatische Mitte zwischen den Fronten.
00:13:12: und welcher Kuchen ist nun der typischste?
00:13:15: Das Schöne daran ist diese Diskussion wird in Trieste völlig ernst geführt denn Essen ist dort wie überall in Italien nicht nur Essen.
00:13:24: Es geht immer auch um Herkunft Identität und besonders in Triest um die ewige Frage sind wir eher Mitteleuropa oder Adria?
00:13:35: Ich habe es ja im Buch geschrieben, ich bin kein Fan jeglicher Süssspeisen aus Trieste.
00:13:40: Alles andere ist super süßspeisen.
00:13:44: Bleiben wir weiterhin in Trieste!
00:13:46: Die Stadt soll jetzt jeden Monat ein Groß-Event bekommen.
00:13:50: Oh no!
00:13:52: Trieste hat ein Imageproblem.
00:13:54: Zumindest glauben das manche Tourismusmanager.
00:13:57: Die Stadt gilt als wunderschön, elegant, literarisch, melancholisch aber eben auch leicht verschlafen Und genau das soll sich jetzt ändern.
00:14:08: Tourismusmanager Stefano Bucchi hat vorgeschlagen, nein ich glaube zwei C, Stefano Buci hat vor geschlagen.
00:14:15: Triest brauche künftig jeden Monat mindestens ein großes Event also nicht nur Barracolana die größte Segelregatta des Mittelmeers sondern Dauerbetrieb Januar bis Dezember immer irgendwas.
00:14:29: Die Idee dahinter klingt zunächst logisch Mehr Veranstaltungen, gleich mehr Besucher.
00:14:34: Gleich mehr Geld!
00:14:36: Aber in Trieste löste der Vorschlag sofort Diskussionen aus.
00:14:40: Denn viele fragen sich – kann eine Stadt gleichzeitig Kaffeehausnostalgie und Habsburger Gelassenheit verstömen?
00:14:47: Und Dauer-Eventmaschine sein?
00:14:50: oder verliert Trieste genau das was die Stadt eigentlich interessant macht?
00:14:56: Das Faszinierende daran, die Debatte wirkt fast wie ein Streit über den Lebensrhythmus.
00:15:02: Die einen sagen, es muss endlich mehr passieren.
00:15:05: Die anderen antworten gerade das nicht ständig etwas passiert ist doch Triest und ehrlich gesagt Das ist vermutlich die perfekteste Triest Diskussion überhaupt.
00:15:17: Und weil wir grad in Triest sind lese ich euch mein Lieblingskapitel aus Espresso unter Sternen vor nämlich die Triestina Bräune.
00:15:27: Was in Trieste sehr, sehr ernst genommen wird und hier zur Bella Figura gehört wie das gebügelte Hemd ist die Bräune.
00:15:35: Es ist ein regelrechter Leistungssport schon möglichst früh im Jahr eine nahtlose Bronzeage vorweisen zu können.
00:15:42: Das gilt für jedes Geschlecht und auch jedes Alter.
00:15:47: Und so wird sich sogar schon ab März wenn das Wetter mitspielt und die Bohrer die Klappe hält konsequent am Strand gesund der hier in Trieste ganz anders aussieht als überall sonst.
00:15:58: Dazu kommen wir gleich!
00:16:01: Zur Mittagspause rollen die Festbars in Richtung Barcola, für eine halbe Stunde wird das Tuch auf den Steinen ausgebreitet.
00:16:07: man reißt sich gerade so viele Kleider vom Leib wie es noch schicklich ist und dann geht es zurück ins Büro.
00:16:14: Die Abronzatura Triestina ist geradezu das Gegenteil der Abronzer Tura Milanese jenem Spottbegriff für all die arbeitsamen Meiländer Büro, Hengste und Stuten – die im Sommer mit fahlweißer Haut ihre Sommerresidenzen beziehen.
00:16:29: Und jetzt kommt's!
00:16:31: Trieste ist nicht nur wettermäßig, nicht gerade die günstigste Großstadt für einen karibischen Hautton jedenfalls für italienische Verhältnisse sondern Trieste hat auch keinen Strand.
00:16:42: Jedenfalls nicht in herkömmlichen Sinne.
00:16:45: Es gibt ein paar kleine kieselige Abschnitte, zwei öffentliche Stadtbäder.
00:16:49: Aber vor allem gibt es die steinige Barcola den Abschnitt zwischen der Innenstadt und Miramahre.
00:16:56: Der teilweise mit Strandklubs- und zweistöckigen Betonterrassen ausgestattet ist – und teilweise nicht!
00:17:03: Aber im Unterschied zur übrigen oberen Adria gibt es hier keinen Sandstrand.
00:17:08: Trieste hat sogar einen Nudistenstrand, den Filtri einer Seltenheit in Italien.
00:17:14: Der Fachbegriff für eine Nacktstrand in Italien lautet übrigens Spirgia naturista.
00:17:20: Falls ihr es mal braucht!
00:17:22: Den Mangel an Sandstränden macht Trieste mit seinen historischen Bädernwett.
00:17:26: und das Pedocin müssen wir uns einmal genauer anschauen.
00:17:30: Ich kann mich endlich dem echten Triestiner Leben hingeben, dem Sonnenbaden im Banjo.
00:17:36: Das pedocin ist bis heute nach Männern und Frauen getrennt.
00:17:40: unglaublich aber wahr.
00:17:41: Es ist das letzte seiner Art in Italien und vermutlich sogar in Europa.
00:17:46: Der Eintritt kostet einen Euro zwanzig, die Damen gehen nach links, die Herren nach rechts!
00:17:52: Eine Betonwand, die weit ins Wasser ragt, sorgt für klare Verhältnisse – auch weiter hinaus trennt eine Schwimmkordel die Geschlechter.
00:18:01: Kinder dürfen bis zu ihrem zwölften Lebensjahr dort hinein, wohin ihr begleitendes Elternteil geht.
00:18:07: Ich kann nur für uns Männer sprechen, aber auf Frauen trifft es bestimmt auch zu.
00:18:12: Es ist eine sehr entspannte Art des Badens weil jegliches Posieren entfällt!
00:18:18: Man kann sich fast ein bisschen gehen lassen was den Puls gut tut.
00:18:23: Das Pedocin bietet wie überall nur einen Kiesel Strand und dann eiere ich bare Fuß auf den Kieseln ins Wasser.
00:18:32: Profibadene haben Schlappen dabei mit denen sie bis zum Ufer gehen.
00:18:36: Im Wasser Ist es herrlich!
00:18:38: Ich dümple eine Weile herum und kann mein Glück kaum fassen, dass ich so etwas als meine Forschungsreise bezeichnen darf.
00:18:45: Und dann nach etwa zehn Minuten gerät das Wasser in Bewegung – die Wellen eines längst vorbeigezogenen Frachters.
00:18:53: Das wird ja immer besser!
00:18:55: Ich jauchze und lasse mich von den Wellen treiben.
00:18:57: ein großer Fehler, den auch nur ich mache, denn eine der Wellen wirft mich mit voller Wucht gegen die steinerne Ufermohle.
00:19:06: mich mit meinen Händen so wegzudrücken, dass ich den kompletten Aufprall meines Körpers verhindern kann.
00:19:11: Obwohl ich eine ordentliche Geschwindigkeit drauf habe.
00:19:14: Dafür aber bohrt sich etwas in meine Handfläche vielleicht einem Miesmuschel – es tut sofort richtig weh!
00:19:22: Ich verlasse das Wasser schwankend weil die Wellen immer noch hoch sind und ziehe tatsächlich eine kleine Blutspur hinter mir her.
00:19:29: Das habe ich nun davon, daß ich meinem Strand in Grado untreu geworden bin….
00:19:35: was nun?
00:19:36: Ich gehe zum Salvataggio und bitte ihn um ein Pflaster.
00:19:40: Der Salvataggio, ein hagerer schwarz-braun gebrannter Kerl holt seinen Rettungskoffer und fährt die ganz große Oper!
00:19:48: Er spült, er desinfiziert, presst, spühlt und desinfiziert nochmal schaut nach ob Reste von irgendwas in der Wunde geblieben sind und wickelt mir einen richtig dicken Verband um die Hand.
00:19:59: Den Kindern sage ich sie sollen sich ein Küsschen von Mama oder Papa holen sagt er.
00:20:04: dann heilt es schneller.
00:20:06: Das wird schwierig, antworte ich.
00:20:07: Meine Mutter lebt in Berlin und da hält sich sein Gesicht auf so sehr altes Leder sich eben auffällen kann.
00:20:15: Berlin fragt er.
00:20:17: und weiter welcher Stadtteil?
00:20:19: Prenzlauer Berg, antwortete ich ehemaliger Osten.
00:20:22: Und er lässt von meiner Schnittwunder ab sprudelt ein paar Wörter auf Deutsch heraus und sagt dass er Uniformen der DDR sammle Nationale Volksarmee und Volkspolizei, Volksmarine alles.
00:20:35: Er habe, so sagt er die zweitgrößte Sammlung Italiens.
00:20:38: Für irgendwas muss man sein Geld ja ausgeben und wir plaudern und plaudert.
00:20:42: der Verband wird auch noch fertig und er heißt übrigens Giuseppe!
00:20:46: Er war noch nie in Berlin will aber unbedingt mal hin.
00:20:50: Ein bisschen kann ich auch mit meinem Wissen glänzen.
00:20:53: schließlich war mein Vater Reserve-Offizier wenn auch in Westdeutschland.
00:20:57: Bundeswehr ruft Giusepe erfreut.
00:21:00: Wir plauderen sicher.
00:21:00: eine halbe Stunde später trinken mir noch einen Kaffee Und Giuseppe wird mein erster richtig guter Bekannter in Trieste.
00:21:08: Weil die Wochen sonnig bleiben, komme ich öfter wieder beinahe jeden Tag.
00:21:12: Giusepe lässt sich immer als erstes meine Hand Innenfläche zeigen zufrieden mit dem Fortschritt der Wundheilung.
00:21:18: Das Bad liegt drei Kilometer von meiner Wohnung entfernt was einen schönen, vierzigminütigen Spaziergang ergibt fast immer direkt am Hafenbecken entlang.
00:21:28: Auf diese Weise komme auch auf mein tägliches Flanierpensum.
00:21:32: Das ist ein Lebensentwurf, der mir sehr gut gefällt.
00:21:35: Der Ablauf ist immer derselbe.
00:21:38: Zuerst gehe ich ins Wasser – die ersten Tage wegen des Verbandes aber nur bis zur Hüfte!
00:21:43: Dann sonne ich mich eine halbe Stunde zum Brauen werden und lesen und trocknen und dann marschiere ich wieder los.
00:21:49: Das Einzige was verreilt das ich schwimmen war, ist das Handtuch über der Schulter.
00:21:53: Ich fühle mich wie ein echter Triestina.
00:21:56: Nachtrag Auf meiner Handinnenfläche ist eine beachtliche Narbe vom allerersten Badetag in Trieste zurückgeblieben.
00:22:03: Die einzige körperliche Erinnerung von all meinen Buchprojekten!
00:22:08: Gut, andere Schriftsteller zogen in den Krieg und kamen mit einer zerfetzten Hand, Servantes oder einem Lungen-Durchschuss ernst jüngert zurück – aber im Rahmen meiner Möglichkeiten brauche ich mich nicht zu verstecken finde
00:22:20: ich.".
00:22:27: Jetzt kommen wir zum Kriminalfall der Woche Deutsche Goldankäufer im Hotel von Udine.
00:22:34: Eine Geschichte wie aus einem Italo-Krimi, in Udina hat die Finanzpolizei vier Deutsche erwischt, die ein komplettes Comptoro-Geschäft aus einem Hotelzimmer herausbetrieben haben.
00:22:45: Also kein Laden, kein Schaufenster, kein neongelbes Schild mit.
00:22:49: Wir kaufen ihr Gold sondern einfach Zimmernummer.
00:22:51: so und zu viel im Hotel.
00:22:54: Die Männer sollen laut Ermittlern Schmuck und Gold direkt von Privatpersonen angekauft haben.
00:22:59: Das ganze lief ziemlich professionell.
00:23:01: Wagen, Dokumente, Bargeld – alles im Zimmer vorhanden!
00:23:06: Die Guardia di Finanza wurde misstrauisch nachdem ungewöhnlich viele Personen das Hotel aufsuchten und wieder verließen.
00:23:13: Für ein normales Touristenhotel eher ungewönlich wenn ständig Menschen mit kleinen Taschen hineingehen und ohne Schmuck wieder rauskommen.
00:23:20: Bei der Kontrolle fanden die Beamten mehrere Wertgegenstände und Bargeld.
00:23:25: Der Vorwurf lautet auf unerlaubtem Goldhandel.
00:23:28: In Italien ist der Handel mit Edelmitteilen streng geregelt.
00:23:31: Man braucht Lizenzen, Dokumentationspflichten und nachvollziehbare Herkunftsnachweise.
00:23:37: Laut lokalem Medien soll das Hotelpersonal zuerst gedacht haben es handele sich um Geschäftsreisende oder Antiquitätenhändler.
00:23:44: Die Geschichte sorgt in Udine gerade für viel Gesprächsstoff weil sie irgendwo zwischen Ocean's Eleven Trödelmarkt- und Steuerfahndung pendeln.
00:23:52: Und sie zeigt auch italienische Provinzkrimis schreiben sich manchmal wirklich von selbst.
00:23:58: Aber es wird noch besser.
00:24:00: Kirchenkasse mit Magnet geplündert!
00:24:02: Man muss leider sagen kriminell aber kreativ... In Povoletto bei Udine, was ist diese Woche in Udiner los?
00:24:08: soll ein sixty-two jähriger Mann über längere Zeit Opferstöcke in Kirchen geplundert haben und zwar mit einer ziemlich kuriosen Technik.
00:24:16: Magnet plus Schnur.
00:24:19: Die Polizei wirft ihm vor Münzen aus den schmalen Schlätzen der Opferkästen gefischt zu haben.
00:24:24: Der Trick war simpel Mit dem Magneten wurden Münzen herausgezogen ohne den Kasten aufzubrechen.
00:24:31: Mehrere Kirchen hatten zuvor gemeldet, dass immer wieder Geld fehlte obwohl keinerlei Einbruchsspuren sichtbar waren.
00:24:37: also installierte man Überwachungskameras und tatsächlich auf den Bildern handierte der Mann mit erstaunlicher Geduld vor den Opferstöcken rum.
00:24:47: Die Ermittler sagen Der Verdächtige habe die Methode mehrfach angewandt.
00:24:50: Die Summen seien zwar nicht riesig gewesen aber die Serie habe sich über Wochen gezogen.
00:24:59: Und hier kommt eine gute Idee für alle Adria-Orte.
00:25:03: Jesolo boomt plötzlich im Winter, Jesolo kennt man normalerweise für Sommer, Strand, Liegestühle und deutsche Touristen mit Sonnenbrand!
00:25:13: Aber jetzt sorgt der Badeort mit einer überraschenden Nachricht für Aufmerksamkeit – die touristischen Ausgaben sind im ersten Quartal, so Januar, Februar, März um dreizehn Prozent gestiegen außerhalb der klassischen Saison deutlich außerhalb der klassischen Saison.
00:25:31: Das Erstaunliche daran?
00:25:32: Früher war in Jesolo im Winter praktisch Winterschlaf angesagt, mit geschlossenen Hotels und leeren Straßen.
00:25:39: Jetzt kommen plötzlich Wochenendtouristen, Wellnessgäste und Sportveranstaltungen gibt's auch.
00:25:43: komm' mir gleich zu!
00:25:45: Die Stadt setzt nun massiv auf ganz Jahres-Tourismus.
00:25:49: Restaurants bleiben länger geöffnet, Hotels bieten Spa Pakete an und selbst Fahrradtourismus spielt mittlerweile eine große Rolle.
00:25:57: Lokale Gastronomen berichten, dass sich das Publikum verändert habe.
00:26:00: Weniger reine Strandgäste – klar Januar-Februar!
00:26:03: Dafür Menschen die zwei oder drei Tage für gutes Essen, Shopping und Events bleiben.
00:26:08: Die Zahlen zeigen laut Tourismusverband besonders Gäste aus Österreich, Deutschland und Norditalien häufiger außerhalb der Saisonbuchen.
00:26:16: Interessant ist auch die wirtschaftliche Wirkung.
00:26:18: Wenn Restaurants und Hotels im Winter offenbleiben entstehen stabilere Arbeitsplätze.
00:26:24: Für viele Orte an der Adria ist das ein riesiges Thema.
00:26:28: Jesolo versucht damit, ein Problem zu lösen, dass viele italienische Badeorte haben – drei Monate Vollgas und neun Monate Stillstand!
00:26:36: In Italien spricht man inzwischen halbscherzhaft von der Entsaisonalisierung des Spritzes also Aperol nicht nur im August sondern auch im Februar.
00:26:46: Eines dieser Jesolo-Events war der Moonlight Halbmarathon, acht tausend Läufer nahmen am Marathon teil einem der spektakulärsten Nachtläufe Italiens.
00:26:57: Ja, Nachtlauf – das ist das Besondere!
00:27:01: Gelaufen wird in Jeselu nämlich nicht morgens oder tagsüber sondern abends.
00:27:05: Start bei Sonnenuntergang, Ziel unter Flutlicht und Palmen.
00:27:10: Die Strecke führt direkt entlang der Adria vorbei an Hotels, Strandpromenade und beleuchteten Bars.
00:27:16: Es gibt einen Halbmarathon über einundzwanzigkoma eins Kilometer, einem zehn Kilometer Lauf, einen Family Run und sogar ein Rollerblade Rennen.
00:27:25: Die Atmosphäre ist eher Festival als Sportveranstaltung, aber so soll sie auch sein.
00:27:29: Musik, DJs, Zuschauer mit Cocktails und dazwischen Tausende Läufer.
00:27:34: Dem Profis machen natürlich vor allem Hobbyläufer mit!
00:27:38: Viele reisen extra aus Deutschland, Österreich und Slowenien an.
00:27:42: Hotels bieten sogar spezielle Runner-Packages mit Pasta Menüs & Late Checkout an.
00:27:47: Restaurants und Hotels profitieren massiv.
00:27:51: Laut Veranstaltern waren zahlreiche Unterkünfte komplett ausgebucht.
00:27:56: Der Moonlight-Marathon gilt inzwischen als eines der bekanntesten Sportevents an der oberen Adria oder anders gesagt, in Jeselo wird selbst das Joggen ein bisschen zur Strandparty.
00:28:09: Etwas ruhiger geht es am Gardasee zu – dort ist Weinwandern der neue Trend!
00:28:15: Ja, Wine Tracking heißt es.
00:28:17: man wandert gemütlich durch Weinberge und wird unterwegs regelmäßig mit Wein und Essen versorgt.
00:28:23: Besonders rund um Bardolino, weil Polychella und die Hügel östlich des Gardasees entstehen derzeit neue Angebote mit geführten Spaziergängen, Degustationen und mehr gängigen Menüs direkt bei Winzern.
00:28:37: Tourismusverbände sagen viele Besucher wollten heute Erlebnisse statt nur Aussicht.
00:28:42: also nicht mehr einfach nur am See sitzen sondern Olivenöl probieren, Amarone trinken und dabei etwas über Rebsorten hören.
00:28:50: Die Veranstalter kombinieren inzwischen Wanderungen mit regionaler Küche, Musik und teilweise sogar E-Bike-Touren zwischen den Weingütern.
00:28:58: Besonders beliebt seinen laut lokalen Medien Sonnenuntergangstouren ist ja auch Instagrammable!
00:29:05: Da läuft man durch die Weinberge bekommt ein Glas Lugana oder Bardolino in die Hand gedrückt und schaut auf den See – sehr schwer dabei schlechte Laune zu haben.
00:29:14: Die Gastronomie profitiert ebenfalls.
00:29:16: viele kleinere Produzenten erreichen so direkt neue Kunden ohne große Restaurants oder Supermärkte dazwischen.
00:29:23: Und natürlich wird das Ganze italienisch inszeniert!
00:29:27: Rustikale Holztische, alte Steinhäuser, handgeschriebene Tafeln und bestimmt taucht irgendwo eine Nonna auf die erklärt wie Pasta richtig geht.
00:29:37: Der Gardasee versucht damit sich stärker als Genussregion zu positionieren nicht nur als Bade-und Surfziel So... Das war's für heute.
00:29:48: Was gibt es Neues vom Schreibtisch?
00:29:51: Jeden Freitag bekommt ihr von mir die Mediterrane-Wochenschau auf postausitalien.com, mit Neuigkeiten aus Grado und der Adria – kostenlos und werbefrei natürlich!
00:30:02: Ihr könnt die Mediterranewochen-Schau ganz einfach oben auf der Startseite bei postausItalian.com abonnieren.
00:30:09: Apropos abonnieren?
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00:30:17: Auf Instagram findet ihr mich unter Buch und Wein.
00:30:20: Dort gibt es kleine Filme über mein Leben in Italien.
00:30:23: Dann bleibt ja auch überall meine Projekte auf dem Laufenden!
00:30:27: Jetzt erstmal einen Kaffee bei Pino, bis bald und immer schön deutsche Vita bleiben.
00:30:52: Für mehr Italienitar folgt mir auf Instagram oder besucht meinen Blog postausitalien.com.
00:30:59: Grazie mille und bis zur nächsten Folge.
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