#22: Die wilde Fähre, die Liebe, die klirrenden Gläser + Top Ten: Kaffee

Shownotes

Was war da in Venedig los: Warum stürzten plötzlich so viele Menschen in den Canal Grande?

Hörerfragen: Ist ein klares Nein in Italien unhöflich? Natürlich nicht. Und ist das Anstoßen mit dem Glas erlaubt oder nicht? Eher nicht, aber es gibt Ausnahmen.

Wird Jesolo Italiens Hauptstadt des Meeres?

Neue Schiffsverbindungen zwischen Lignano, Aquileia, Grado, Duino und Triest nehmen den Betrieb auf – Ende April geht’s los.

Mein neues Buch heißt »Espresso unter Sternen – eine Reise in Sachen Glück«. Es erscheint im Mai, und wer es signiert bekommen will, schaut am besten hier vorbei: https://shop.autorenwelt.de/products/espresso-unter-sternen-von-stefan-maiwald

Alles zu meinem Gast Elisa Rumici steht auf ihrer Webseite https://www.elisarumici.com, Instagram: https://www.instagram.com/ellerumici/

Die Top Ten in dieser Folge: Es geht um das Verhalten in italienischen Kaffees – und was ihr sagen müsst, wenn ihr in Triest einen Cappuccino bestellt (»Capo in tazza grande«).

Fragen, Wünsche, Anregungen? Wen wollt ihr mal als Gast hören, welche Themen soll ich mir vornehmen, was würdet ihr wirklich gern wissen? Schreibt mir: radioadria@gmx.de

Mehr von mir: Instagram: @buch_und_wein
Blog: www.postausitalien.com
Youtube: https://www.youtube.com/@stemaiwal/videos

Der Podcast ist eine Produktion von www.studiovenezia.de

Transkript anzeigen

00:00:06: Buongiorno und herzlich willkommen bei Radio Adria, dem Podcast aus Italien.

00:00:11: Hier dreht sich alles um la Deutsche Vita – um das Lebensgefühl zwischen Espresso und Aperitivo, um die kleinen Geheimnisse und großen Geschichten dieses wunderbaren Landes!

00:00:22: Ich bin Stefan Maywald, Autor- und Wahlitaliener aus Grado und ich nehme euch mit auf eine Reise voller Sonne Genuss und Italianità also zurücklehnen entspannen und ein bisschen Italien ins Leben lassen.

00:00:37: Andiamo!

00:00:45: Buongiorno aus Grado.

00:00:47: ganz viel Regen liegt hinter uns, du liebe Zeit aber langsam setzt sich die Sonne durch Und bevor es losgeht und bevor wir nach Venedig Trieste Jesolo und natürlich nach Grado reisen kümmern wir uns doch zuerst um alle glücklich und unglücklich Verliebten da draußen denn Mich erreichte die Frage einer Hörerin.

00:01:12: Lieber Herr Maywald, ich bitte um Ihre Italien-Expertise!

00:01:16: Ich besuche einen italienisch Kurs.

00:01:19: In einer Stunde übten wir wie man nach der Telefonnummer fragt.

00:01:23: Eine Teilnehmerin – eine hübsche junge Frau, die sicher oft nach ihrer Telefonnumber gefragt wird – wollte wissen, wie man es sagt wenn man die Telefon nummer nicht hergeben möchte?

00:01:33: Die italienische Lehrerin Eine liebenswürdige Italienerin Mitte dreißig war sichtlich irritiert über diese Frage.

00:01:40: Vorsichtig schlug sie übersetzt vor, ich habe kein Telefon!

00:01:45: Das sei ja nicht dasselbe beharrte die Teilnehmerin.

00:01:49: Die Lehrerin machte einen weiteren Vorschlag und jetzt wird's absurd – Ich habe meine Telefonnummer

00:01:54: vergessen!".

00:01:55: Es folgte eine kurze Diskussion, das es ja zumutbar sei, dass man die Telefonnumber nicht hergeben möchte und das auch artikuliert.

00:02:03: Mit sichtlichem Wiederwillen schrieb die Lehrerin schließlich den gewünschten Satz auf die Tafel.

00:02:29: Meine Töchter sind neunzehntundzwanzig und werden auch oft nach ihrer Telefonnummer gefragt.

00:02:35: Und natürlich ist es völlig okay zu sagen, dass man die Telefon nummer nicht rausgibt – auch im italienischen!

00:02:42: Das wäre ja noch schöner.

00:02:44: Wem das irgendwie unangenehm ist?

00:02:46: Es gibt eine höfliche Absage mit einem psychologischen Trick der auch im Deutschen funktioniert.

00:02:52: Nämlich der Satz Ich gebe meine Telefon-Nummer prinzipiell nicht raus.

00:02:56: Mit Prinzipiell ist der Gegenüber dann auch nicht eingeschnappt.

00:03:01: Im Italienischen heißt das di solito nondor il mio numero di telefono, die Zauberzutat es di solitto".

00:03:10: Und wo wir gerade bei höherer Fragen sind?

00:03:12: Michael schrieb mir geschätzter Stefan Maywald – Die Anrede gefällt mir schon mal!

00:03:18: In einem ihrer Podcasts haben sie über den Aberglauben und die damit verbundenen Bräuche in Italien gesprochen.

00:03:24: Ich habe das mit großen Vergnügen gehört.

00:03:27: Besonders amüsant fand ich, wie selbstverständlich solche Rituale bis heute in den Alltag eingebettet sind.

00:03:33: Vor Kurzem kam ich in diesem Zusammenhang mit einem Freund ins Gespräch.

00:03:37: Er erzählte mir, dass man in Italien zwar fröhlich mit einem Chin-Chin anstößt – anschließend jedoch einen traditionellen Aberglauben folgend das Glas kurz auf dem Tisch absetzt bevor man trinkt um keinen Unglück darauf zu beschwören!

00:03:52: Mich würde interessieren, ob dieser Brauch tatsächlich noch verbreitet ist oder eher dem Bereich volkloristischer Überlieferung angehört.

00:04:00: In der österreichischen Jägerschaft – wir sind immer noch in der Mail – ist dieses Ritual durchaus geläufig!

00:04:07: Das kurze Absetzen des Glases nach den Zuposten geht auf mittelalterliche Gepflogenheiten zurück und diente ursprünglich als symbolischer Schutz vor Vergiftungen.

00:04:15: Durch dieses Erden des Glasis galt der Trank als geprüft unbedenklich.

00:04:20: Unter Weitmännern ist es bis heute ein Zeichen von Kameradschaft, Vertrauen und ehrlicher Gesinnung.

00:04:26: Man trinkt gemeinsam ohne böse Absicht!

00:04:28: Herzliche Grüße aus Österreich Michael.

00:04:32: Also wir müssen jetzt alle ganz tapfer sein Denn das Anstoßen der Gläser ist in Italien tatsächlich verpönt Zumal dann wenn die Anlässe formaler sind.

00:04:44: man hebt das Glas zum Guß Das schon aber Anstoßen zählt nicht zum Bon-Ton, wie das Italiener komischerweise nennen.

00:04:53: Auf Französisch!

00:04:55: Natürlich mit Kumpels.

00:04:56: in einer Pizzeria ist alles erlaubt und auch an Pinos Stammtisch klingen immer mal wieder die Gläser – aber eigentlich gehört es sich nicht.

00:05:05: Das Anstoß und Absetzen des Glases kenne ich aus Norddeutschland habe es aber in Italien noch nicht erlebt.

00:05:11: Wer andere Erfahrungen gemacht hat soll sich gern melden.

00:05:20: Venedig, Ali Laguna-Boot außer Kontrolle gondeln gerammt Touristen im Wasser.

00:05:27: Ziemlich heftige Szene mitten auf dem Kanal Grande zwischen Rialtobrücke und von Daco de Tedeschi.

00:05:33: Ein Ali Lagunamotorboot also eines dieser öffentlichen Wassertaxis hatte offenbar einen technischen Defekt und ließ sich nicht mehr steuern.

00:05:41: Das Boot blieb quasi im Vorwärtsgang hängen Und dann ging es los.

00:05:46: Erst wurden zwei Gondeln gerammt, dann auch noch ein Steg am Vonderko beschädigt und am Ende krachte das Boot mit voller Wucht in eine Gondel und drückte sie gegen einen Mauer.

00:05:56: Dabei landeten mehrere Leute im Wasser – mindestens acht sollen in den Kanal gefallen sein, darunter auch drei Touristen aus Peru und der Gondoliere.

00:06:07: Zum Glück waren Feuerwehr-, Rettungsdienst- und Polizei schnell da!

00:06:12: Am Ende neun leicht verletzte auch die Fahrer des Motorboots.

00:06:16: Niemand soll ernsthaft verletzt worden sein, aber der Schreck dürfte bei allen ziemlich tief sitzen.

00:06:22: Und so ein fettes Motorboot, das eine vollbesetzte Gondel gegen die Mauer drückt?

00:06:28: Das hätte übel ausgehen können!

00:06:31: Das Boot wurde inzwischen beschlagnahmt und soll jetzt in einer Werft geschleppt werden um die Technik zu überprüfen.

00:06:37: Mögliche Ursache – Die Hülle der Schaltung habe sich verhakt, sodass der Fahrer wieder steuern noch bremsen konnte ist bei Booten ja ohnehin nicht so leicht.

00:06:49: Weiter mit den Schlagzeilen!

00:06:50: Jesolo hat große Pläne, denn die Stadt bewirbt sich als Italiens Hauptstadt des Meeres in dem Jahr-Zwischen.

00:06:59: Capitale Italiana del Mare – schöner Anspruch.

00:07:04: Die Stadtverwaltung hat offiziell ihre Bewerbung abgegeben und nimmt damit an der ersten Ausgabe eines ganz neuen nationalen Wettbewerbsteils, der von der italienischen Regierung ausgeschrieben wurde.

00:07:15: Das Projekt wurde gemeinsam mit zahlreichen Akteuren aus der Region erarbeitet, darunter Institutionen, Wirtschaftsvertretern sowie Kultur- und Umweltorganisationen.

00:07:26: Ziel sei es Jesolo als modernes nachhaltiges und innovatives Seebad weiter zu positionieren – was Politiker eben so sagen!

00:07:37: Das Bewerbungsdossier Grado hör mal mit konzentriert sich auf vier Themenbereiche.

00:07:42: Ein erlebbares Meer, ein erzählerisches Meer, mehr als Lernraum und ein Mehr der Zukunft.

00:07:51: Mittelpunkt stehen unter anderem der Schutz der Küste und des Strandes.

00:07:55: Umwelt- und Klimaschutzmaßnahmen, Bildungsangebote sowie Sport- und Kulturinitiativen rund um die maritime Identität der Stadt.

00:08:04: Sollte Jesolo den Zuschlag erhalten, würde die Stadt einen staatlichen Zuschuss von einer Million Euro erhalten, um das geplante Programm umzusetzen.

00:08:13: Weitere Mittel sollen dann von der Kommune bereitgestellt

00:08:16: werden.".

00:08:17: Der Bürgermeister Christopher DiZotti sagt, dass mehr sei die Seele Jesu los und dessen Schutz und bewusste Nutzung bleibe ein zentrales Ziel unabhängig vom Ausgang des Wettbewerbs – der natürlich hier bei Radio Adria ganz genau verfolgt wird!

00:08:34: Wir bleiben auf dem Wasser.

00:08:36: Gute Nachrichten für Grado Trieste, Lignano und Aquileia.

00:08:40: Die Schiffslinien werden fleißig ausgebaut – und zwar schon ab dieser Saison!

00:08:45: Die Region hat ordentlich Geld in die Hand genommen, siebenunddreißig Millionen Euro und die Regie einem einzigen Fairunternehmen übertragen damit nicht mit einzelnen Passagen rumgekleckert wird sondern endlich mal ein einziger verbindlicher Fahrplan entsteht.

00:09:03: Es wird drei Hauptlinien geben nämlich von Lignanu über Grado bis Trieste von Grado bis Lignano und von Grato bis Aquileia.

00:09:11: Die große Linie Bistriest beginnt am XXV.

00:09:14: April, die weiteren Linien Ende Mai.

00:09:17: Schluss ist Anfang Oktober bzw.

00:09:20: Ende September.

00:09:21: Die Schiffe sind barrierefrei – die Mitnahme von Rädern ist ebenfalls erlaubt!

00:09:26: Das zauberhafte Duino wird auf der Hauptlinie ebenfalls angefahren.

00:09:35: Der Fahrplan gilt vorerst bis zum Jahr im Jahr.

00:09:38: Das Boot auf der Hauptlinie kann bis zu dreihundert Passagiere befördern.

00:09:43: Zu Wasser macht es einfach am meisten Spaß und ist auch noch umweltschonender!

00:09:51: Hallo ihr Lieben, eine kurze Unterbrechung in eigener Sache.

00:09:55: Dieser Podcast ist kostenlos für Euch – logisch wäre Ihr auch noch schöner wenn es anders wäre.

00:10:02: aber Ihr könnt mir etwas schenken nämlich ein paar Sekunden Eurer Zeit.

00:10:07: Abonniert den Podcast.

00:10:08: Bei Spotify gibt es dazu das Glockensymbol, auf anderen Kanälen stehen zum Anklicken die Begriffe folgen oder ihr habt's erraten abonnieren.

00:10:18: Das bedeutet nur dass ihr immer eine Benachrichtigung bekommt wenn eine neue Folge draußen ist und ihr könnt mir noch einen Riesen gefallen tun.

00:10:27: empfehlt diesen Podcast doch weiter.

00:10:29: erzählt davon in der Mittagspause oder am Stammtisch oder schickt ihn an eine Italofiele Freundin würde mich riesig freuen.

00:10:40: Und jetzt wieder zurück an die Adria!

00:10:52: Das Buch heißt Espresso unter Sternen, eine Reise in Sachen Glück.

00:10:57: Es erscheint in zehn Wochen aber ich darf es jetzt schon vorstellen.

00:11:02: Es ist nämlich mein neues Buch und ich bin sehr aufgeregt.

00:11:07: In der letzten Folge habe ich ja erzählt was der Verlag darüber schreibt.

00:11:11: Ich lese euch mal das Vorwort vor Dann habt ihr ein gutes Gefühl dafür, worum es in diesem Buch geht.

00:11:18: Warum ich mich auf diese Reise begebe?

00:11:21: Alles ist gut.

00:11:23: Jedenfalls meistens!

00:11:25: Wie könnte das auch anders

00:11:26: sein?!

00:11:27: Ich lebe auf einer italienischen Insel mit sieben Kilometern Sandstrand.

00:11:31: Die Sonne scheint mir auf den Bauch – ich habe Pinos Bar für den Cappuccino am Morgen und Christians Alfaro für die Nudel am Abend.

00:11:38: Mein Tag beginnt mit dem Duft der Adria und des frisch gemahlenen Kaffeepulvers.

00:11:43: Und er endet mit dem Zischen des Weißweins, der über den Venusmuscheln verdampft und ein köstlich säuerliches Aroma zurücklässt.

00:11:51: Dennoch ich muss mal raus mein geliebtes Grado verlassen!

00:11:56: Es war lange nur ein unbestimmtes Gefühl das irgendwo in mir vor sich hinsummte.

00:12:01: In den letzten Monaten wurde es konkreter lauter ja vordernder.

00:12:07: Erstens treibt mich ein Forschungsinteresse an.

00:12:10: Sind die italienischen Prinzipien des Glücks, die ich in meiner Heimat Grado kennen und Schätzen gelernt habe universel anwendbar oder hab' ich einfach nur Schwein gehabt?

00:12:21: Funktionieren Sie nur in einem beschaulichen wie mit Aquarellfarben gemalten Fischerort oder gelten sie auch in einer italienischem Großstadt, in der ich kaum jemanden kenne?

00:12:31: Um die Sache mal ganz groß zu machen gibt es so etwas wie universelle Glücksgesetze?

00:12:37: Nein, ein Glücksratgeber soll dieses Buch nicht sein.

00:12:41: Aber mal genau hinzuschauen wie das gute Leben geht – das ist schon der Sinn meiner Reise!

00:12:47: Nicht zuletzt weil ich dauernd danach gefragt werde….

00:12:50: Du wohnst doch in Italien, du wohnest doch am Meer?

00:12:53: Ja klar Ich habe hier meine Inoteka mit meinem Stammplatz Tisch D-Fünf hinten rechts Ich habe meine Familie und meine Strandkabine.

00:13:03: Das ist schon ziemlich viel aber doch weit entfernt von einer Glücksformel, die überall gelten könnte.

00:13:10: Funktioniert die Italianita dieser so einfache wie schwer zu fassende Begriff des guten gemeinsamen genossenen Lebens – ob bei einem Fützchen Espresso oder einem gewaltigen Topf Pasta in der Tischmitte auch anderswo?

00:13:23: Gar in der Fremde!

00:13:24: Zweitens hätte ich nie gedacht, dass ich das mal sage… Aber ich brauchte eine Pause... Wöchentliche und monatliche Kolumnen, wöchentliche Newsletter.

00:13:39: Zwei bis drei Bücher und zwei bis drei Reisefrüher pro Jahr.

00:13:42: Drei bis vier Lesereisen, jede Menge Magazinbeiträge... ...und seit kurzem auch dieser wunderbare Podcast Radioadria.

00:13:48: Es läuft wunderbar!

00:13:50: Und ich kann vom Schreiben- und Podcasten leben.

00:13:53: Was für ein Privileg.

00:13:55: So wie du arbeitest möchte ich mal Urlaub machen, sagt mein Onkel immer.

00:14:00: Und manchmal denke ich dass ich so viel ja gar nicht mache.

00:14:03: Rainer Werner Fassbinder drehte bis zu seinem siebenunddreißigsten Lebensjahr vierzig Filme.

00:14:08: Edgar Wallace veröffentlichte hundertfünfundsieftig Bücher, fünfzehn Theaterstücke und Hunderte von Zeitungsartikeln – die damals dutzende Seiten lang waren!

00:14:18: Aber bei FassBinder war mit sieben und dreißig eben auch Schluss Kokain und Alkohol.

00:14:23: Bei Wallace mit sechsundfünfzig Jahren auch Alkohl- und Essen Hochverschuldet weil er gern zockte Rolls Royce fuhr und auf eine private Loge beim Pferderennen in Ascot bestand.

00:14:35: Georges Simonon, der Vater von Kommissar Migré schrieb siebzig Seiten pro Tag und kam auf hundertdreieunneunzig Romane- und Hundertsechzig Erzählungen – außerdem veröffentlichte er unter pseudonymen Zweihunderteins Kroschenromane und mehr als Hundertfünfzig Erzählungen sowie mhm über tausend erotische Geschichten.

00:14:55: Er wurde sechsundachtzig Jahre alt Aber hielt sich mit dreitausend Liebschaften bei Laune und in Form, was für ein Stress.

00:15:04: Und jetzt – auch wegen des Erfolges ist es ein bisschen viel geworden!

00:15:08: Ich muss mich zwingen auf die Bremse zu treten.

00:15:11: Es ist noch nicht zuviel, aber ich bin am Limit.

00:15:16: Auf eine Insel kann ich mich schlecht zurückziehen?

00:15:18: Ich lebe ja schon auf einer.

00:15:19: Nein, es muss das Gegenteil sein….

00:15:22: Eine Stadt wie Triest nah und fremd zugleich.

00:15:25: Eine Stadt, die auch für Italien ungewöhnlich ist, architektonisch, kulinarisch und sprachlich geprägt von der Zeit als Hafen Österreich-Ungarns im KUK Reich – also einem Kulturkreis, der mir als Norddeutschem ebenso fremt ist wie Italien selbst!

00:15:41: Ich lebe seit mehr als zwanzig Jahren in Italien.

00:15:44: Ich habe ganz Italien bereist über fast jede Region Bücher geschrieben und konnte überall viele wunderbare Dinge

00:15:50: beobachten.".

00:15:51: Aber mehr als vier, fünf Tage war ich nie woanders.

00:15:55: Im so nahen, so fremden Triest war ich noch nie über Nacht!

00:15:59: Ich lebe seit mehr als zwanzig Jahren in Italien – aber eben im Wesentlichen nur in Grado.

00:16:05: Ja, Trieste ist die perfekte Idee.

00:16:08: Wie würde ich mich durch diesen geheimnisvollen Schleier der Andersartigkeit einem Schleiher aus Doppeladler und Tricolore bewegen?

00:16:15: Drittens Das wahre Leben findet dort statt, wo wir auf andere treffen behauptet zumindest meine Lektorin.

00:16:22: Ich bin mir dann nicht so sicher, manchmal ist das wahre Leben für mich ein Glas Rotwein ganz allein daheim und eine Dokumentation über Cheerleader oder Profi Wrestler auf Netflix.

00:16:33: aber vielleicht hat meiner Lektoren recht ich muss sozusagen mal wieder an die frische Luft wieder unter Leute kommen die nicht meinen Vornamen und mein Geburtsdatum kennen rein in den Trubel einer Großstadt.

00:16:47: denn machen wir uns nichts vor Man wird im Alter wunderlicher.

00:16:51: Die Schale drumherum wird etwas härter, ich bin zwar gefühlt Anfang dreißig aber in offiziellen Dokumenten steht was anderes.

00:16:59: Ich muss mal wieder was spüren.

00:17:01: findet die Lektorin ein bisschen Adrenalin einen kleinen belebenen Stoß!

00:17:06: Die Wohlfühlzone mal kurz verlassen ohne gleich den Atlantik im Kayak zu überqueren oder den Mount Everest zu besteigen.

00:17:14: Aber Moment Mal warum schreibe ich dann gleich wieder ein Buch über diese Auszeit?

00:17:18: oder nennen wir sie lieber Anderszeit.

00:17:21: Ist das nicht unlogisch?

00:17:23: Nein, denn ich schreibe ja gern und das Schreiben eines Buches ist befreiend – beinahe das Schönste was es gibt!

00:17:30: Und auch wenn ich Trieste noch nicht so richtig gut kenne die literarische Tradition ist mir geläufig und könnte für einen kleinen zusätzlichen Schreibschub sorgen.

00:17:41: Viertens hatte ich mal wieder Lust auf ein frisches Brötchen mit Sandaniele-Schinken und feingeriebenem Krenn.

00:17:47: Und das bekommt man nirgendwo besser als in Trieste!

00:17:51: Andiamo!

00:17:53: Das war das Vorwort, mehr zum Buch sage ich am Ende.

00:18:03: So, ich habe in dieser Folge einen ganz besonderen Gast, Elisa Romyche.

00:18:09: Elisa ist dreißig Jahre alt, in Grado geboren und aufgewachsen – nun ist sie hauptberufliche Pianistin und beschäftigt sich zudem mit Musikgeschichte.

00:18:21: Sie ist schon in der Finitio-Operin Venedig aufgetreten, in Mailand, Turin, Stuttgart, Basel – in den USA!

00:18:28: Und eines der vielen Stücke, mit denen sie auftritt, ist Mozarts Klavierkonzert Nr.

00:18:32: neun in Esdur Köchelferzeichnis Zweihundertseinundseipzig auch bekannt als Genom Konzert Esdor Auweia IV Kreuze.

00:18:42: Da bin ich raus.

00:18:44: Wir hören mal kurz rein in ein Stück von ihr Allegro a Pascinato von Gilda Ruta, gespielt von Elisa Romici.

00:19:38: Elisa danke dass du hier bist!

00:19:40: Du bist derzeit in Basel in der Schweiz engagiert und gerade auf Heimaturlaub in Grado.

00:19:45: deswegen können wir das hier gemeinsam aufnehmen.

00:19:47: Wir sitzen also nebeneinander ab.

00:19:49: Ja, ich freue mich auch, dass ich hier in Wurzner schönen gerade bin und dass wir endlich die Gelegenheit haben ein bisschen zusammen zu reden.

00:19:58: Und es ist das erste Mal, dass wir auf Deutsch reden weil wir Normalerpeiser immer auf Italienisch reden und ich muss mich schon jetzt am Anfang entschuldigen, weil mein Deutsch nicht so gut ist aber ich gebe mein Bestes!

00:20:12: Also der Deutsch ist super und ich wusste gar nicht, dass du so gut Deutsch sprichst.

00:20:15: Sonst hätten wir schon viel früher Deutsch sprechen können.

00:20:18: also Ich habe ein paar Fragen klar.

00:20:20: Legen wir mal los!

00:20:21: Ich hab ja selbstmal Klavier gespielt.

00:20:23: deswegen stelle ich ganz neugierig die ganz banale Frage Wann hast Du mit dem Klavierspielen angefangen?

00:20:29: Und wie viele Stunden am Tag übst Du?

00:20:32: Oh das ist sehr lustig!

00:20:34: Also ich habe angefangen als ich ein Kind war also mit sechs Jahren weil ich viel Musik hörte und das Klavier liebte.

00:20:44: Ich erinnere mich, dass ich als ich fünf Jahre alt war den Film Aristocats geschaut habe?

00:20:51: Das war mein Lieblingsfilm!

00:20:53: Und dort gibt es alle diese Katze die ein Instrument spielen und ich wollte das auch machen.

00:21:00: So habe ich meine Eltern ein Jahr lang gebeten, dass sich Klavierunterricht bekommen darf Und in den folgenden Jahren habe ich die Musik immer mehr und mehr geriebt.

00:21:14: Heute übe ich etwa sechs Stunden pro Tag, und den Rest meiner Zeit biede mich dem Unterrichten an dem Konservatorium in Zürich und der Forschung, weil ich promoviere in Deutschland.

00:21:28: Sehr cool!

00:21:28: Man hört tatsächlich einen ganz kleinen Schweizer Akzent.

00:21:32: Aber es ist ein schöner Aktien, ich mag das.

00:21:37: Viele hören ja so im Teenager-Alter auf zum Beispiel dich.

00:21:39: Gab es mal einen Moment bei dir wo du gesagt hast oh nee ich habe keine Lust mehr aufs Üben?

00:21:44: Ja es gab schwierige Zeiten in denen ich dachte dass diese Arbeit zu unsicher ist und ich hatte wirklich Angst weil ich wusste nicht okay wie geht es weiter?

00:21:56: Und ich hatte immer diese große Liebe Nicht nur zur Musik, sondern zur Kunst und Kultur im Allgemeinen.

00:22:05: Und wenn ich nur als Pianistin tätig war, fühlte ich eine Lehre, die ich jetzt seitlich diese Tätigkeit mit Forschung verbinde gefühlt habe.

00:22:14: Denn ich habe das Gefühl dass alle diesen Interessen, die Ich habe miteinander verbunden sind um gemeinsam eine Richtung und einen Zweck haben.

00:22:25: Das ist aber schön!

00:22:26: Alles ist verbunden.

00:22:27: Nennen uns doch mal deine zwei oder drei Lieblingskomponisten und vielleicht auch warum sie das sind.

00:22:34: Das ist eine schwierige Frage, nur drei!

00:22:37: Also mein Lieblinkomponist ist Robert Schumann besonders Kreisleriana und seine Drei-Klaversonaten.

00:22:45: also er ist ein Komponiste dem ich mich sehr nahe fühle.

00:22:49: Seine Musik hat eine unglaubliche emotionale Tiefe und extreme Kontraste die ich sehr liebe.

00:22:55: dann liebe ich Debussy der ein ganz anderer, aber ebenso ein wunderschöner Komponist ist.

00:23:04: Und schließlich würde ich Franz Liszt nennen einen großen musikalischen Helden, der die Art Pianist zu sein und für das Klavier zu schreiben revolutioniert hat.

00:23:16: Und dann am Ende, also Nummer vier sorry muss ich sagen, eine Juhani Rautavara, ein Komponieist aus Finnland dem ich meine Promotion gewidmet habe.

00:23:27: Eine weite, weite Welt.

00:23:28: Wir reden ja nachher auch noch über eine Komponistin die wahrscheinlich viele von euch nicht kennen.

00:23:33: Sag doch mal so bei welchem Stück geht ihr so richtig das Herz auf?

00:23:37: Also es gibt viele aber ich würde sagen dass Konzert Nummer zwei von Rachmanoff und das Klavierkonzert von Schumann.

00:23:48: also diese sind wirklich Stücke die immer wunderbar bleiben um nie aus der Mode kommen Weil Sie direkt zum Herzen sprechen.

00:23:59: Pakke ich in die Shownotes!

00:24:01: Was ist denn so?

00:24:02: der Mount Everest, der Klavierstücke?

00:24:04: Das schwierigste was man überhaupt machen kann.

00:24:08: Also Ich würde sagen Die Klavierkonzerte Nummer zwei und drei von Rachmaninoff Dann Beethoven's Sonata Hammerklavier Und Ravel Gaspar Golanoui.

00:24:20: Wunderschöne Musik aber sehr schwierig.

00:24:24: Jetzt kommen wir Ja, zu einer Herzensangelegenheit von dir.

00:24:27: Du forscht viel über Gilda Ruta und hast auch eine CD mit ihren Stücken veröffentlicht.

00:24:33: Eines haben wir ja schon gehört!

00:24:35: Erzähl uns mal ein bisschen was über diese Komponisten.

00:24:38: Ja also ...Gilda Rutta war eine Komponiistin aus Napoli so Süditalien die am Ende des neunzehnten Jahrhunderts tätig waren Und sie war eine Pionierin Eine der wenigen italienischen Komponistinnen, die als hervorragende Pianistin und Komponie sehr berühmt war.

00:24:56: Also sie hat auch für zum Beispiel Königin Margherita gespielt – sehr oft!

00:25:01: Aber weil sie eine Frau war hatte sie viele Schwierigkeiten in Italien wo Frauen nicht wirklich ... erlaubt waren, beruflich als Komponistinnen tätig zu

00:25:12: sein.

00:25:12: Es war richtig verboten!

00:25:13: Ja

00:25:14: also es war akzeptiert nur als Sängerin zu arbeiten und als Amateurin zu spielen aber nicht als KmponistInnen.

00:25:25: das war ein bisschen problematisch Und Gildaruta hat diese Grenzen überwunden und dank ihres Beispiels hatten andere KompонistInne nachher die gleichen und sogar mehr Gelegenheiten.

00:25:37: Doch sie ist vielen Schwierigkeiten begegnet.

00:25:41: Also als sie sehr jung ihren Mann verlore, nahm sie ihre beiden kleinen Kinder... Kannst du das glauben?

00:25:47: Das ist wirklich unglaublich!

00:25:49: Und ging wirklich fast ohne Geld nach New York um ihr Leben neu zu beginnen.

00:25:55: Sie war ungefähr dreißig also wie ich.

00:25:58: Dort baute sie eine grosse Karriere in Amerika auf auch wenn die Schwierigkeit als Frau dort immer groß waren.

00:26:06: Die Gesellschaft war nicht bereit, Komponistinnen zu akzeptieren.

00:26:10: Und am Ende wurde sie leider wie viele andere Kompionistinnen aus der Geschichte verdrängt und so unrecht vergesst.

00:26:19: Das ist wirklich schade!

00:26:22: Aber jetzt gibt es ja eine CD von dir mit ihren Stücken?

00:26:25: Ja das erste

00:26:27: CD überhaupt.

00:26:28: Also erstes CD über ihre Solo-Klavirwerke.

00:26:32: Wunderbar.

00:26:33: Pack ich auch in die Show Notes.

00:26:34: große Empfehlung.

00:26:36: Jetzt reden wir aber über Grado!

00:26:39: Du kommst aus Grado, bist ganz viel unterwegs in der Welt.

00:26:42: Wir haben es zu Anfang gehört.

00:26:43: Was vermisst du denn am meisten wenn du auf Tournee bist?

00:26:47: Ich vermisse das mehr die Sonne und dieses Licht.

00:26:51: also nicht heute...

00:26:53: Heute ist es nicht gut.

00:26:55: Aber normalerweise dieses wunderschöne Licht, das wir in Grado haben und die Schönheit der Ort also nicht nur das Inselzentrum mit den alten Gebäuden sondern auch wirklich die Natur.

00:27:09: Und ich liebe auch dass hier alles so nach ist und man einfach überall Fahrrad fahren kann.

00:27:18: Und natürlich am meisten vermisse ich meine Eltern und meine zwei Hunde.

00:27:24: Gibt es denn ein gradeser Lieblingsgericht von dir?

00:27:27: Ja, also ich liebe Fisch!

00:27:30: Und mein Lieblungsgericht ist Risotto mit Wungole, das meine Oma kochte... Natürlich!

00:27:37: Und auch als zweiter Platz, ich liebe die Pasta Labusera So wie Christian sie kochte, als er noch das Restaurant hatte.

00:27:47: Christian vom Spaghettihaus viele Hörerinnen und Hörern werden sich erinnern hat vor vier fünf Jahren zugemacht.

00:27:53: es war wirklich meine Töchter haben geweint und ich glaube viele haben geweinzt.

00:27:58: Lieblingsrestaurantien gerade für mich

00:28:01: gibt es denn jetzt haben wir schon einen dieser magischen Orte genannt.

00:28:04: aber gibt es irgendeinen magischen Ort in Grado wo du besonders gern bist der dir irgendwie Kraft gibt wo du deine Kreativität spürst?

00:28:12: Ja Also das Meer ist mein Lieblingsort.

00:28:14: Wenn ich fern vom Meer bin, fühle ich mich wirklich einsam.

00:28:20: Ich brauche das Meer um mich zu Hause zu fühlen und ich liebe den Strand hier aber auch mit meinem Vater mit unserem kleinen Boot zur Banko Dori zu fahren.

00:28:34: Also du kommst ja aus Grado, bist in der ganzen Welt unterwegs.

00:28:36: Wann sehen oder besser hören wir dich denn mal in Grado?

00:28:39: Oder hier in der Nähe vielleicht im Sommer?

00:28:41: gibt es da Pläne oder noch nicht?

00:28:42: Es ist immer eine Freude hier zu spielen.

00:28:45: mein nächstes Konzert ist in der Schweiz in Winterthur und danach habe ich noch weitere Aktivitäten in Italien, in Rom Und dann ein Konzernvortrag in Cambridge In Grado hoffentlich bald aber im Moment ist noch nichts geplant.

00:29:03: Also wenn was geplant ist, hier erfahrt ihr es zuerst im Podcast und auf meiner Webseite.

00:29:07: Ist ja klar!

00:29:09: Liebe Elisa du musst dir heute auch noch üben wahrscheinlich.

00:29:13: Danke für deine Zeit hat mich riesig gefreut.

00:29:16: alles zu Elisa findet ihr auf ihrer Website elisaromiji.com folgt ihr auch auf Instagram unter L-ROMIGI E-Doppel-L-E R-U M-I C-I.

00:29:27: Sie lädt da immer wieder wirklich beeindruckende Filme Ihrer Arbeit hoch.

00:29:31: ich verlinke alles in den Show-Notes.

00:29:35: Danke!

00:29:35: Danke dir, das war eine Freude.

00:29:37: und jetzt hören wir noch mal was von ihr nämlich einen Auszug von Gilda Ruta Mester Serenata aus dem Jahr eighteenhundert vierundachtzig.

00:30:49: Bleiben wir doch nach diesem schönen Intermezzo bei der Kultur.

00:30:54: Jetzt kommt es zur vierten Top Ten Liste Nach meinen zehn Top Tips für Venedig, meinen zehn Lieblingsorten in Grado Und zehn sehr guten Produzenten der Region.

00:31:05: Dieses Mal Zehn Regeln in italienischen Cafés.

00:31:09: Nummer eins Jeder Barista freut sich über eure Begrüßung, aber Vorsicht!

00:31:15: Bon Giorno nicht ciao.

00:31:17: Ein Ciao ist allzu vertraulich und ein bisschen respektlos.

00:31:21: Nummer zwei Der Espresso wird im Stehen getrunken – al Banco.

00:31:26: Ein kurzes Gespräch mit dem Barista und den Umstehenden vielleicht einen kurzer Blick in die Gazetta dello Sport?

00:31:31: Und das war's.

00:31:33: Nummer drei Ein Café ist automatisch eines Presso.

00:31:37: Varianten sind Macchiato oder Scumato mit einer kleinen oder großen Milchschaumhaube, Con Latte Fredo – mit etwas kalter Milch und wer die Milch selbst hinzugeben will, Con Lattefredo Aparthe – Lieblingscafé meiner Frau!

00:31:51: Oder für die wagemutigen Corretto – mit einem Schuss Grappa.

00:31:56: Nummer vier Am Tresen ist es oft ein Passend günstiger als mit Tischbedienung.

00:32:01: Wer sich setzen will, sollte sich nicht über den etwas höheren Preis wundern.

00:32:05: Das hat nichts mit Abzocke zu tun sondern mit der Mehrarbeit der Bedienung.

00:32:10: Nummer fünf Capuccino am Vormittag ist in Ordnung.

00:32:14: Capucino am Nachmittag finden Italiener seltsam aber haben sich längst an die vielen Touristen und ihren unstillbaren Milchdurst gewöhnt.

00:32:23: Für einen wissenden Genießer wird man dann aber nicht mehr gehalten.

00:32:31: haben Italiener nur Verachtung übrig.

00:32:34: Nr.

00:32:35: sechs Lasst euch auf die Spezialitäten der jeweiligen Stadt ein, etwa den Biccerin in Turin eine Mischung aus Espresso heißer Schokolade und Milch oder den Leccese in Napoleon Eisgekühlten Espresco mit Mandelmilch.

00:32:50: NR sieben Coffee to go?

00:32:53: Gibt es inzwischen in einigen Bars ist aber sehr unitalienisch.

00:32:56: Nehmt euch die Zeit ein paar Minuten am Tresen oder auch am Tisch zu bleiben und das deutsche Vita aufzusaugen.

00:33:04: Nummer acht, ihr habt euch hingesetzt?

00:33:06: Wartet nicht am Tisch auf die Rechnung sondern geht zur Kasse!

00:33:10: Oft liegt ein Bonn der Bestellung bei den ihr mitnehmt sonst wird es eine ganz lange Wartezeit.

00:33:16: Nummer neun Trinkgeld wird elegant gegeben.

00:33:20: man lässt sich das Wechselgeld erst auszahlen dann lässt man es einfach auf dem Tresen liegen.

00:33:25: kein stimmt so keine großen Worte.

00:33:28: Nummer zehn Trieste, die Kaffee-Hauptstadt Italiens hat eine ganz eigene Kaffeesprache.

00:33:36: Ein Espresso ist ein Nero.

00:33:38: Ein kleiner Cappuccino ist ein Capo der im Rest italiens Machiato heißt.

00:33:43: Triestiner trinken ihren Kaffe gerne im Glas und nicht in der Tasse.

00:33:47: Wer das auch machen will bestellt einen Nero in Bi oder einen Capo in Bi.

00:33:52: Das B steht für Bequere.

00:33:53: Wer einen großen, üblichen Cappuccino will und wer von uns Deutschen und Österreicher will das nicht bestellt Kaffee Latte oder Capo in Tazza Grande.

00:34:07: So – Das war's für heute!

00:34:10: Was gibt es neues vom Schreibtisch?

00:34:12: Jeden Freitag bekommt ihr von mir die mediterrane Wochenschau auf postausitalien.com mit Neuigkeiten aus Grado und der Adria kostenlos und werbefrei natürlich.

00:34:23: Ihr könnt die mediterrane Wochenschau ganz einfach oben auf der Startseite bei postausitalien.com abonnieren.

00:34:29: Auf Instagram findet ihr mich unter Buch und Wein, dort gibt es kleine Filme über mein Leben in Italien.

00:34:36: Dann bleibt ja auch überall meine Projekte auf dem Laufenden.

00:34:40: zum Beispiel mein neues Buch Espresso unter Sternen erscheint am elften Mai Und die Seite Autorenwelt hat eine ganz tolle Aktion mit mir gemacht.

00:34:52: Wenn ihr auf autorenwelt.de slash espresso geht, gibt es mein Buch zum Vorbestellen und wer es vorbestellt bis zum neunzehnten April bekommt das Buch mit einer Signatur von mir ohne Aufpreis.

00:35:06: Ganz coole Sache!

00:35:07: Und Autorenwelt ist sowieso ein extrem fairer Online-Händler der uns Autorinnen und Autoren mehr zahlt als üblich, also wenn schon online am liebsten natürlich klar in eurer Lieblingsbuchhandlung.

00:35:18: Die müssen als erstes unterstützt werden.

00:35:20: aber wenn ihr das Buch pünktlich zum elften Mai im Briefkasten haben wollt mit meiner Signatur dann geht auf eurotorenwelt.de.

00:35:29: Schrägstrich Espresso.

00:35:30: ich verlinke abonniert auch diesen Podcast.

00:35:33: Wenn ihr es noch nicht getan habt und empfehlt ihn gern weiter würde mich riesig freuen.

00:35:40: jetzt erstmal einen Kaffee bei Pino.

00:35:43: Bis bald und immer schön Deutsche Wieter bleiben.

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.