#21: Der Skandal am Strand, Pizza Hawaii, Espresso unter Sternen
Shownotes
Was machte der Nackte am Meer, und warum muss die deutsche Sprache den Italienern beim Trinken aushelfen?
Der Karneval in Venedig wird von Touristen und Einheimischen ganz anders gefeiert – und warum gab es eine fast 200-jährige Partypause?
Beispiele aus der Ikonodiagnostik: Hatte die Mona Lisa Cholesterin, und malte Rembrandt einen Syphiliskranken?
»In Pizza We Crust« ist im Callwey Verlag erschienen und kostet 45 Euro. Hubertus Tzschirner ist der Hauptautor, Daniel Esswein machte die Fotos: @esskunst, @inpizzawecrustbuch, @danielesswein_fotografie
Hier geht es zum Interview mit Neapels Pizzaexpertin Barbara Guerra: https://postausitalien.com/2020/04/16/alles-ueber-die-perfekte-pizza-von-einer-die-es-wirklich-weiss-anche-in-italiano/
Die Top Ten in dieser Folge: Die besten Produzenten in der Alpen-Adria-Region
Alkoholfreies Bier aus Südtirol: freedl.it/de
Kaviar aus Venetien: caviar.it
Früchte aus Treviso: zolla14.it
Bio-Salami aus Slowenien: biosing.si
Süßspeisen aus Zanè: pasticceriafilippi.it
Köstliches aus dem Knast: pasticceriagiotto.it
Käse aus Aviano: latteriadiaviano.it.
Pasta aus Pordenone: luigitomadini.it
Öle aus dem Tramontina-Tal: glialchemici.com
Räucherfisch aus San Daniele: friultrota.it
Liköre aus Zoppola: risorgimento5.com
Mein neues Buch »Espresso unter Sternen« könnt ihr überall vorbestellen. Wer ein signiertes Exemplar will: hier entlang.
Fragen, Wünsche, Anregungen? Wen wollt ihr mal als Gast hören, welche Themen soll ich mir vornehmen, was würdet ihr wirklich gern wissen? Schreibt mir: radioadria@gmx.de
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Der Podcast ist eine Produktion von www.studiovenezia.de
Transkript anzeigen
00:00:06: Buongiorno und herzlich willkommen bei Radio Adria, dem Podcast aus Italien.
00:00:11: Hier dreht sich alles um la Deutsche Vita, um das Lebensgefühl zwischen Espresso und Aperitivo, um die kleinen Geheimnisse und großen Geschichten dieses wunderbaren Landes.
00:00:22: Ich bin Stefan Maywald, Autor und Wahlitaliener aus Grado und ich nehme euch mit auf eine Reise voller Sonne, Genuss und Italianita.
00:00:32: Also zurücklehnen, entspannen und ein bisschen Italien ins Leben lassen.
00:00:37: Andiamo!
00:00:44: Buongiorno aus Grado.
00:00:48: Folge einundzwanzig.
00:00:49: Wir sind im Karnevale.
00:00:52: Wird hier durchaus gefeiert, wenn auch nicht von mir.
00:00:57: Worum geht es heute?
00:00:59: Um den Karneval und um die Kunst?
00:01:01: Um das Essen?
00:01:03: Klar, ich nenne euch heute in meiner Top Ten-Liste Kleinproduzenten hier aus der Gegend.
00:01:08: oder besser aus dem alten Adria-Raum, die mehr Beachtung verdienen.
00:01:13: Es geht um einen Skandal am Strand und es geht um das Trinken.
00:01:21: Außerdem reden wir ganz viel über Pizza, auch über Pizza Hawaii.
00:01:27: Also einiges drin in meinem Bauchladen.
00:01:30: Gehen wir es an!
00:01:37: Da beklagen sich alle über die Überalterung der Adriaorte und dann lässt es die Jugendmei krachen und das ist dann auch wieder nicht recht.
00:01:46: Ein zwanzigjähriger Österreicher ging nämlich vor ein paar Tagen am Strand von Grado spazieren.
00:01:53: Und zwar komplett nackt.
00:01:56: Außerdem telefonierte er munter und als ihn die Polizisten stellten, beschimpfte und bespuckte er sie.
00:02:03: Die Polizisten legten ihm Handschellen an und brachten ihn ins Gefängnis nach Gorizia.
00:02:09: Fun Fact, in Grado gibt es nämlich keine Gefängniszellen.
00:02:13: Er sei alkoholisiert gewesen, vermutet die Presse.
00:02:18: Aber ich vermute, da müssen noch ganz andere Substanzen im Spiel gewesen sein.
00:02:23: Denn man kann nicht gleichzeitig so betrunken sein, dass man sich in der Öffentlichkeit die Kleidung vom Leib reißt.
00:02:30: und andererseits so wenig betrunken, dass man noch gerade auslaufen, telefonieren und Widerstand gegen die Staatsgewalt leisten kann.
00:02:40: Apropos Trinken.
00:02:45: Bildungsauftrage das italienische Wort.
00:02:49: Ihr wisst es, Italiener neigen nicht zum Exzess und können sich stundenlang an ihrer Espressopfütze oder am ersten Glas Hauswein festhalten.
00:02:59: Deswegen haben sie auch kein Wort für Kater und auch kein Wort für Saufen.
00:03:03: jedenfalls bis jetzt nicht.
00:03:05: Denn, wie ich in einer Quiz-Show erfahren habe, heißt das Wort für Saufen, das sich erst in den letzten Jahren durchgesetzt hat, Trinkare.
00:03:15: Da habe ich mir gleich ein Wörterbuch geschnappt und tatsächlich, es stammt vom Deutschen Trinken.
00:03:21: Und es wird ganz italienisch gebeugt.
00:03:23: Iotrinko tu trinchi.
00:03:26: Ist das nicht lustig?
00:03:28: Mit anderen Worten, Iotrinkovino, ist ein korrektor italienischer Satz.
00:03:33: kaum zu fassen.
00:03:35: Beim Karneval wird ja auch ordentlich getrinkaret, deswegen erzähle ich euch ein bisschen was, vor allem über den venezianischen Karneval.
00:03:43: Der ist nämlich alt und jung zugleich.
00:03:47: Das klingt komisch, aber er wird erst seit den späten neunzehntesiebziger Jahren wieder gefeiert.
00:03:54: Unter anderem sorgte Federico Fellini's Film Casanova aus dem Jahr Wieder aufleben der uralten Bräuche, die beinahe zweihundert Jahre lang vergessen waren, seit Napoleon die Stadt erobert und den Duschen gestürzt hatte.
00:04:10: Denn als die Österreicher die Herrschaft übernahmen, feierte man aus Trotz nicht.
00:04:15: Die Stadt verfiel über Generationen in eine Art tiefe Depression.
00:04:21: Doch in den Jahrhunderten zuvor wurde exzessiv über Monate hinweg gefeiert.
00:04:27: Schon am zweiten Weihnachtsfeiertag, einen Tag nach der Mitternachtsmesse, ging die Party los.
00:04:32: Und die Stadt war im Ausnahmezustand.
00:04:35: Sogar Bettler trugen Masken und Mütter setzten ihren Säuglingen einer auf.
00:04:41: Maske ist hier Dienstkleidung, berichtete ein französischer Reisender, im Jahr siebzehntneununddreißig verblüfft.
00:04:47: Und selbst der reservierte Johann Wolfgang von Goethe bekam auf seiner Italienreise Lust, beim exaktierten Treiben mitzumachen.
00:04:56: Eine Venetianische Spezialität waren die waghalsigen menschlichen Pyramiden, bei denen Akkubaten der Stadtsextel gegeneinander antraten und sich an Höhe zu überbieten versuchten.
00:05:09: Überliefert sind Pyramiden von bis zu acht menschlichen Schichten, die Armen, die ganz unten stehen mussten.
00:05:17: Den Gipfel bildete stets ein kleiner, kletterfreudiger Junge, der Chimiereto genannt wurde, Helmchen.
00:05:24: Die Pyramiden standen auch nicht etwa auf festem Boden, sondern auf Brettern über zwei Booten im Wasser, was das Kunststück umso wackeliger machte.
00:05:35: Im bitter kalten Winter, die Kunststücke auf der zugefrorenen Lagune dargeboten.
00:05:43: Im Rausch kam es immer wieder zu Schlägereien und Schlimmeren.
00:05:47: Fünfzehntundunddreißig wurde ein Dekret erlassen, das es maskierten Verbot waffen zu tragen.
00:05:53: Auch was schon seit threizehundertneununddreißig verboten, sich außerhalb des Karnevals nachts zu maskieren.
00:06:01: Es wurde zudem untersagt, in der Kirche Masken zu tragen.
00:06:05: Hintergrund offenbar hatten sich Männer als Frauen verkleidet und waren in Nonnen-Klöster eingedrungen, um dort multas inhonestates Schandtaten zu begehen.
00:06:17: Umgekehrt hatten angeblich auch Nonnen den Karneval ausgenutzt, um sich verkleidet, der Lust hinzugeben.
00:06:23: Aber vielleicht ganz unter uns ist das nur eine Männerfantasie aus vergangenen Tagen.
00:06:29: Heute ist der Karnevale mit den uns geläufigen Bildern von aufwendig Maskierten, die über den Markusplatz veranieren, eher ein touristisches Happening.
00:06:38: Denn selten verbergen sich Venetianer in den typischen Masken.
00:06:42: Fast alle Kostümierten sind zugereiste, auch viele Deutsche sind darunter, die ihre Garderobe in monatelanger Arbeit selbst schneidern.
00:06:52: Und die Venetianer?
00:06:54: Die feiern zwar auch, aber sie bleiben lieber unter sich und geben elegante Abendessen hinter geschlossenen Palazzo-Türen.
00:07:02: Dort lässt man sich nicht lumpen, bucht Sternekirche und Spitzenpatissiers.
00:07:07: Es ist ein Statussymbol, es auf die Gästeliste eines venezianischen Karnevals-Dinner zu schaffen.
00:07:14: Mir ist es noch nicht gelungen.
00:07:24: Zum zweiten Mal.
00:07:26: Denn wisst ihr, wer oder was die Gioconda ist?
00:07:31: La Gioconda ist der italienische Name für die Mona Lisa.
00:07:36: Wer in Italien Mona Lisa sagt, wird manchmal überhaupt nicht verstanden.
00:07:40: Wieso La Gioconda?
00:07:43: Das Porträt zeigt sehr wahrscheinlich Lisa Gerardini, die Ehefrau des Florentiner Kaufmanns Francesco del Giocondo.
00:07:51: Und nach italienischem Sprachgebrauch kann man eine verheiratete Frau auch über den Familiennamen des Ehemanns bezeichnen.
00:07:59: Daraus wird also La Gioconda, die Gioconda-Frau.
00:08:04: Und noch etwas.
00:08:05: Gioconda bedeutet dem italienischen außerdem zufällig die heitere oder die fröhliche, was ganz gut zu den berühmten, etwas rätselhaften Lächeln passt.
00:08:16: Auf Französisch heißt das Bild La Gioconde.
00:08:19: Übrigens sind die Italiener stinksauer.
00:08:22: dass das Bild im Louvre hängt und nicht irgendwo in Italien.
00:08:27: Ich finde es jedenfalls kurios, dass das berühmteste Kunstwerk aller Zeiten zwei so komplett unterschiedliche Namen hat, denn auch im Englischen heißt sie ja Mona Lisa.
00:08:36: Das wäre, als würde Michelangeloos David im Deutschen Werner oder Horst heißen.
00:08:42: Und wieso kommen wir überhaupt auf Lajaconda?
00:08:45: Weil sie möglicherweise unter einem hohen Cholesterinspiegel litt.
00:08:50: Willkommen im Club.
00:08:52: Denn gerade ist in Italien die Iconodiagnostik, was für ein Wort, ganz groß geworden.
00:08:58: Also der Einsatz moderner medizinischer Erkenntnisse bei der Betrachtung und Untersuchung von Kunstwerken.
00:09:05: Besonders die Universität von Trieste ist ganz vorn dabei und deswegen sind wir hier in Radio Adria.
00:09:13: Wir sehen die Meisterwerke der Vergangenheit mit ganz anderen Augen.
00:09:17: Denn Maler oder Bildhauer verschönten zwar oft, aber nicht immer.
00:09:21: und einer der bekannteren Fälle ist eben Leonardo da Vinci's Mona Lisa.
00:09:27: Ihr leicht gelblicher Hautton, die Schwellungen an Augenlidern und Händen sowie kleine Hautveränderungen könnten, so die Mediziner, auf eine Fettstoffwechselstörung hinweisen, möglicherweise auf einen erhöhten Cholesterinspiegel.
00:09:42: La Joconda ist also nicht nur ein Symbol geheimnisvoller Schönheit, sondern auch das Porträt einer realen Frau mit gesundheitlichen Problemen.
00:09:50: Aber Ich habe mal recherchiert, die Dame ist alt geworden, immerhin dreiundsiebzig.
00:09:56: Die damalige Zeit, ganz gut, so krank, kann sie also nicht gewesen sein.
00:10:01: Ähnliche Analysen haben die Forscher der Uni Triest bei vielen anderen Werken vorgenommen.
00:10:08: Die Madonna mit dem Kind von Andrea Mateña etwa, hängt übrigens im staatlichen Museum von Berlin, zeigt ein Kind mit Gesichtszügen, die auf das Down-Syndrom hindeuten können.
00:10:19: Bei Michelangelo's David wiederum stellte man anatomische Auffälligkeiten fest, die auf eine vergrößerte Schilddrüse schließen lassen.
00:10:27: Na, ich weiß nicht.
00:10:29: Der Bursche sieht für mich ziemlich perfekt aus.
00:10:31: Ich stand ja erst vorgestern in Florenz vor ihm.
00:10:35: Und selbst die prehistorische Venus von Willendorf wird heute medizinisch interpretiert.
00:10:41: Von wegen Darstellung von Fruchtbarkeit, sondern eher eine mögliche Stoffwechselerkrankung.
00:10:46: Sie war also einfach nur sehr, sehr dick.
00:10:50: Zwischen dem sechzehnten und siebzehnten Jahrhundert dominiert in der Kunst die französische Krankheit, die Geschlechtskrankheit Syphilis.
00:10:59: Rembrandt porträtierte sechzehntundfünffünfzig mit Gérard Leress, einen Malerkollegen, der deutliche Anzeichen einer Syphilis zeigt, erkennbar an der eingesunkenen Nase sowie an aufgedunsenen, teigigen Gesichtszügen.
00:11:13: Wenn ihr das Bild mal googelt, Er schreckt euch nicht.
00:11:16: Es ist ziemlich verstörend, finde ich.
00:11:23: Bleiben wir bei der Medizin?
00:11:25: Ich habe eine Hörerfrage bekommen.
00:11:27: Hallo Stefan, du weißt das doch bestimmt.
00:11:29: Hilft das Leben am Meer gegen Erkältungen.
00:11:32: Ich bin oft im Winter an der Adria und nie erkältet.
00:11:35: Zu Hause schniefe ich dauernd.
00:11:37: Tja, und da hat Dr.
00:11:39: Maywald doch mal Big Brother gefragt und die einzige Ärztin, die wir in der Familie haben.
00:11:44: Okay, eine Kinderärztin, aber immerhin.
00:11:47: Und?
00:11:48: Ihr Vater war als Nasenohrenarzt, da kommen wir der Sache doch schon näher.
00:11:52: Also, kurz gesagt, ja, das Meer kann helfen.
00:11:56: Es gibt vier Gründe.
00:11:58: Erstens die Luft.
00:12:00: Meeresluft ist meist weniger belastet mit Feinstaub und Pollen.
00:12:04: Die höhere Luftfeuchtigkeit hält die Schleimhäute feucht, was Viren das Eindringen erschwert.
00:12:10: Zweitens die Aerosole, der feine Salzgehalt in der Luft.
00:12:14: kann die Atemwege leicht reinigen und Entzündungshemmend wirken, ähnlich wie Inhalationen.
00:12:21: Drittens die Zeit draußen.
00:12:24: Küstenbewohner halten sich oft häufiger an der frischen Luft auf, bewegen sich mehr und tanken Vitamin D, was das Immunsystem unterstützt.
00:12:33: Und viertens wirkt das mehr auf viele Menschen beruhigend und weniger Stress bedeutet ein stabileres Immunsystem.
00:12:42: Aber Achtung!
00:12:44: Erkältungen werden durch Viren verursacht.
00:12:46: Auch am Meer kann man sich anstecken, besonders in der kalten Jahreszeit.
00:12:51: Aber insgesamt, ja, ein bisschen tut uns das Meer gut.
00:12:55: Das wussten wir doch insgeheim alle.
00:12:59: Ich weiß, dass viele der Hörerinnen und Hörer mit dem Gedanken spielen, an die Adria zu ziehen oder sich zumindest einen Zweitwohnsitz zuzulegen.
00:13:07: Ich weiß, das ist alles nicht einfach und das ist ein großer Schritt, natürlich vor allem finanziell.
00:13:13: Aber... Denkt dran, es geht auch ein bisschen um eure Gesundheit.
00:13:22: Hallo ihr Lieben, eine kurze Unterbrechung in eigener Sache.
00:13:26: Dieser Podcast ist kostenlos für euch.
00:13:29: Logisch.
00:13:30: Wäre ihr auch noch schöner, wenn es anders wäre.
00:13:32: Aber ihr könnt mir was schenken.
00:13:35: Nämlich ein paar Sekunden eurer Zeit.
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00:13:48: Das bedeutet nur, dass ihr immer eine Benachrichtigung bekommt, wenn eine neue Folge draußen ist.
00:13:55: Und ihr könnt mir noch einen Riesen gefallen tun.
00:13:57: Empfehlt diesen Podcast doch weiter.
00:14:00: Erzählt davon in der Mittagspause oder am Stammtisch oder schickt ihn an eine Italophile Freundin oder einen Italophilen Freund.
00:14:08: Das würde mich riesig freuen.
00:14:11: Und jetzt wieder zurück an die Adria.
00:14:19: Jetzt kommen wir... zu einem tollen Buch, was mir gerade untergekommen ist.
00:14:24: Es heißt In-Pizza-We-Crust.
00:14:27: Das Standardwerk zur Pizza mit Tausenden Tipps und Tricks zum richtigen Teig, zu den Soßen, zum Belag, wie man zu Hause die Kruste hinbekommt und, und, und.
00:14:37: Sein Buch übrigens auf Deutsch, auch wenn der Titel Englisch ist.
00:14:41: Ich glaube, das Buch sollte jeder Pizzafender heimhaben oder zumindest mal reinschauen.
00:14:47: Es vermittelt Basiswissen, aber stellt auch spektakuläre Rezepte vor, etwa zu Kreationen wie Osaka Love Letter, Marrakesh Margarita, Forest Famoso, Velvet Violette, Boll Italia, Fiji Formaggio, Cowley Wood Hills, Melanzana Obscura, Tropical Vacanza oder Baccio Dolce.
00:15:13: Pizzavürstel mit Pommes ist nicht auf der Liste.
00:15:16: Außerdem kommen Lebensmittelchemiker und alle sonstigen Experten zu Wort.
00:15:20: Es ist wirklich eine Freude darin zu lesen.
00:15:24: Und das Buch rehabilitiert die Pizza Hawaii und gibt sogar ein Rezept, wie sie perfekt gelingt.
00:15:31: The Forbidden Slice.
00:15:33: Ich habe mal Barbara Guerra interviewt, die Pizzarexpertin aus Neapel.
00:15:38: Und die hat auch gesagt, dass ihr die verbotene Pizza mit Ananas eigentlich ganz gut schmeckt.
00:15:45: Das Interview steht noch irgendwo auf meinem Blog Post aus Italien.
00:15:48: Ich packe es in die Shownotes, wenn ich es finde.
00:15:53: Ihr wisst ja, ich bin nicht der allergrößte Freund von Pizza, aber nach diesem Buch und den Rezepten und den Fotos habe ich das Abendprogramm umgeworfen und mir und meiner Frau Pizzen geholt.
00:16:04: Nein, keine Pizza Hawaii.
00:16:06: Kann man mal sehen, das kann Literatur bewirken.
00:16:10: Da musste ich Hubertus Cirna.
00:16:13: einen der Buchautoren natürlich gleich zum Radio-Adria-Fragebogen einladen.
00:16:18: Er bekommt ausnahmsweise auch eine neunzehnte Frage gestellt.
00:16:23: Willkommen, lieber Hubertus, sehr schön.
00:16:26: Los geht's!
00:16:26: Vielen Dank, dass ich hier sein darf und ich freue mich auf die Fragen, die da kommen.
00:16:31: Deine Lieblingspasta!
00:16:33: Ja, das ist gar nicht so einfach, aber ich bin relativ klar darin.
00:16:37: Und zwar ist das die sogenannte Strozabretti.
00:16:40: Ich hoffe, ich drücke das richtig aus.
00:16:43: Die sind so relativ lang, haben aber einen tollen Biss.
00:16:46: Einfach sind wie eine kurze Nudeln nur in langen.
00:16:49: Und das mag ich so sehr an denen.
00:16:51: Und die nehmen unheimlich gut die Soße auf.
00:16:54: Und ich habe mich irgendwann mal festge... gehangen an so einer Zutat, die einfach nur mit Oliven, also da wird ein bisschen Knoblauch, wird ein bisschen Kirschtomaten, werden leicht geschmolzen.
00:17:07: Im Olivenöl eben mit dem leicht putzenden Knoblauch drin, dann kommt ein bisschen Rosmarin rein, am Ende Pinienkerne und dann wird das Ganze noch ein bisschen mit Schärfe.
00:17:18: kann man über Chili-Flocken, mache ich das meistens.
00:17:20: Ein bisschen Butter darf da gerne mit rein, wenn man kein Italiener in der Nähe hat, aber ansonsten super schönes Olivenöl, so ein mildes Olivenöl würde ich mir da vorstellen.
00:17:30: Wie gesagt, so ein paar Ecken Rosmarin, die ganz kurz am Ende noch mit zugegeben werden und dann natürlich eine gute Menge Parmesan und ich reibe immer noch eine kleine Zeste Zitrone oben drüber oder gebe ein bisschen Saft mit rein.
00:17:42: Dann wird das ein bisschen frischer, wird ein bisschen bisschen leichter an der Stelle.
00:17:47: Und dann viele Kräuter.
00:17:48: Das kann man natürlich alles nehmen, was man möchte.
00:17:50: Der Basilikum ist der Klassiker.
00:17:52: Ich mag gerne so ein bisschen was Zwiebeln ist.
00:17:55: Nicht im Sinne von Zwiebel, aber so ein bisschen in die Richtung gehen.
00:17:58: Das ist über Kresse oftmals generiert.
00:18:00: Aber der Klassiker ist Basilikum natürlich auch.
00:18:03: Find ich super.
00:18:04: Das wäre so meine Traumpasta.
00:18:07: Oder klar, der Klassiker, eine richtig gute, klassisch gemachte Carbonara.
00:18:13: Und Achtung, jetzt kommt's, die mache ich gerne mit einer Udon-Nudel, weil die unfassbar gut die Soße aufnehmen.
00:18:20: Aber da muss man schnell sein, sonst wird das relativ pampig.
00:18:23: Man muss die ein bisschen zarter und wässriger halten, die Soße, weil es zieht unheimlich nochmal nach.
00:18:28: Aber eine Carbonara klassisch gemacht, wie zu Hause bei Mutti in Italien natürlich und nicht in Deutschland.
00:18:36: Und das dann mit einer Udon-Nudel frisch aus dem Topf wirklich gut.
00:18:41: Deine italienische Lieblingsstadt.
00:18:43: Ja, das ist gar nicht so einfach.
00:18:46: Ich weiß auch noch nicht überall in Italien.
00:18:47: Also mir fehlt noch Rom.
00:18:49: Tatsächlich bin ich immer wieder begeistert von Mainland.
00:18:52: Liegt aber auch so ein bisschen zusammen mit den Treffen mit meiner Frau.
00:18:58: Als wir noch jung und frisch verliebt waren, haben wir uns das ein oder andere Mal da unten getroffen, weil wir beruflich in der Nähe zusammen waren.
00:19:07: ging sich das quasi aus.
00:19:08: Ich war irgendwie in der Schweiz und sie eben in Italien aufgrund unserer beruflichen Tätigkeiten und dann haben wir uns dann eben da getroffen in Mailand zur Modewoche.
00:19:16: Das war natürlich dann immer noch mal ganz speziell.
00:19:19: Das ist eine schöne Erinnerung.
00:19:20: Da waren wir in tollen Restaurants, die mich tatsächlich nachhaltig immer noch sehr begeistern.
00:19:25: Also man sieht, es dreht sich auch da ums Essen.
00:19:29: Und Pisa habe ich in Erinnerung noch.
00:19:31: Das ist aber, da war ich relativ klein und jung.
00:19:35: Da hat mich wirklich begeistert, ich weiß gar nicht mehr so viel von Pisa, aber da hat mich wirklich begeistert, der Aufstieg auf den Turmen, was ja heute leider nicht mehr möglich ist.
00:19:42: Da bin ich froh, darum das gemacht zu haben, weil es irgendwie ein abgefahrenes Gefühl war, innerhalb dieses Turmes, der ja eben so schäpp war, auch die Treppen so unfassbar ausgetreten, weil da, wie viele Generationen auch immer drüber gelaufen sind schon.
00:19:56: Also das war ein irres Gefühl, auch auf diesen Turm zu wandern.
00:20:00: Deswegen kriegt das auch irgendwie, oder geht das auch in so eine Lieblingsstadt.
00:20:04: Aber Meyland muss schon sagen, war schon sehr, sehr schön.
00:20:07: Osttuni war auch eine tolle Stadt, also wenn man da kommt, aber glaube ich gleich noch drauf.
00:20:12: Aber ich würde sagen, Meyland ist schon so ein bisschen Nummer eins, auch so mit dem kulturellen Angebot.
00:20:17: Wir waren letztes Jahr erst da.
00:20:18: Florenz hat mir auch sehr gut gefallen.
00:20:20: Es war mir ein bisschen voll, auch in der Innenstadt.
00:20:22: Sehr touristisch, aber muss man natürlich auch mal den David gesehen haben.
00:20:27: Ja, also deswegen würde ich einfach sagen, Meyland.
00:20:30: Dein italienischer Lieblingsurlaubsort.
00:20:33: Aus Verliebtheitsgründen, also der Lieblingsurlaubsort.
00:20:39: Auch da gibt es keine festgelegte Örtlichkeit.
00:20:42: Was mich wirklich auch begeistert hat, war vor zwei, drei Jahren, sind wir da in die Nähe von Bari und waren da in Apulien.
00:20:52: Und wir haben gewohnt in einem dieser zauberhaften Tulis, die ... Ja, einfach so ein bisschen an Hobbitland erinnert.
00:21:01: Und das war ein zauberhafter Trolli, der wirklich sehr groß und sehr flächig war, aber eben auch wunderschön hergerichtet und restauriert.
00:21:11: Das hat mich sehr beeindruckt, auch wenn das jetzt nicht nahe vom Meer war.
00:21:15: Zumindest hatten wir ein bisschen Weg zu fahren, weil ich mag dann schon immer gern die Nähe auch zum Meer, zumindest in einigermaßen der Reichweite.
00:21:22: Aber das war zauberhaft, weil dieser Trolli eben so toll war, der eben im Inneren dann noch Kühl war, obwohl es draußen irgendwie werden einen wirklich unfassbaren Sommer dort mit irgendwie zwei oder vierzig Grad oder noch mehr.
00:21:36: Also das war schon absurd, so dass man sich innen wunderbar aufhalten konnte über die heißen Mittagszeiten.
00:21:44: Das war toll.
00:21:45: Also deswegen Urlaubsort war da sehr schön, aber auch da gibt es ganz viele.
00:21:49: Wir waren letztens an der Tuscana, es hat mir sehr gut gefallen.
00:21:53: Aber tatsächlich so Apulien war schon schön, sehr, sehr schön.
00:21:58: Gibt es ein italienisches Gericht, das du nicht so gern magst?
00:22:01: Ja, italienisches Gericht, was ich gar nicht mag, dann muss ich tatsächlich lang drüber nachdenken.
00:22:07: Aber die Italiener haben ja auch Kutteln im Programm, zumindest umso weiter mal ins Land reinkommt.
00:22:17: Ich mag nicht so gerne Kutteln.
00:22:18: Ich habe sie damals probiert.
00:22:19: Die waren auch besser als das, was ich hier in Deutschland in Erinnerung habe.
00:22:25: Also besser im Sinne von, weil es halt mit Tomate und so den südlichen Geschmackern gemacht wurde.
00:22:33: Das war ganz cool, aber per se ist das so ein Gericht.
00:22:37: Aber das ist ja jetzt nicht Alltagsgericht in Italien.
00:22:40: Aber wenn man so ein bisschen in diese traditionelle Küche noch weiter reinrutscht, dann ist es sowas, was nicht ganz so begeistert.
00:22:48: Oder ich würde sie auch essen, aber es ist nichts, was ich unbedingt zwingend bestellen würde.
00:22:55: wenn es nicht auch andere Dinge gibt.
00:22:57: Und Italien bietet ja... Ich finde, Italien ist immer das Land, wo man nichts falsch machen kann.
00:23:04: Das heißt, selbst wenn's Hotel irgendwie schlecht ist, dann errat man sich zumindest oder hält man sich hoch an der Kulinarik, die in, ich glaube, in jedem Restaurant einfach eine Umlänge besser ist als alles, was wir, glaube ich, in anderen Ländern mit der Überschrift Italien haben.
00:23:23: Aber liegt natürlich daran, dass auch die Produkte einfach da unten hervorragend gereift oder sonst was sind.
00:23:27: Deswegen ja, Italien kann man eigentlich nichts falsch machen, aber so Kutteln und solche Dinge, das ist nicht so, ist nicht zwingend meins.
00:23:36: Deine erste Erinnerung an Italien.
00:23:39: Meine erste Erinnerung an Italien?
00:23:40: Ja, ich habe ja dieses lustige Buch geschrieben und auch da habe ich mich zurückerinnert.
00:23:44: und meine erste Reise nach Italien war mit meinem Onkel, der unbedingt über den Brenner fahren wollte.
00:23:53: weil er die Autobahn-Maut sparen wollte und das Ganze mit einem Wohnmobil, mit irgendwie uns Kiddies drin, also meinen Cousin und meine Cousine, glaube ich, noch mit drin sah, abenteuerlich, weil wir natürlich das Gegenteil erreichten, das heißt oben schneide es und bei der Abfuhr nach unten am Folgetag, weil wir konnten nicht weiterfahren, weil es eben so verschneit, vereist war oben im Berg, dann... dann war die runter vor, versagten die Bremsen, sodass da irgendwie die heiß liefen, während zur Reparatur mussten.
00:24:28: Und das war so die Erinnerung an die Italien.
00:24:31: Und wir wurden dann natürlich, als wir in Italien waren, da gab es damals noch, ich weiß nicht, ob es das immer noch gibt, ich habe es nicht gesehen im letzten Jahr, da gab es solche, an allen möglichen Ecken, gab es solche Freizeit-Kindermöglichkeiten.
00:24:46: So wie kleine Spielplätze, die so Trampoline hatten angesammelt.
00:24:50: Also so diese großen, überdimensionierten, also fünf auf einer Seite, fünf auf der anderen Seite.
00:24:56: Und dann sind wir als Kiddies durchgedreht, Freude auf diesen riesen Trampolin rumzuhüpfen.
00:25:03: Und danach gab es ein schönes Eis.
00:25:04: Und in diesem Urlaub habe ich auch, glaube ich, zum ersten Mal meine erste Pizza gegessen.
00:25:11: Ja, das war die Erinnerung an Italien.
00:25:14: Sehr lustig, aber hatte Für uns Kinder natürlich eine Sorgenfreiheit.
00:25:19: Nur mein Onkel hat sich, glaube ich, unfassbar geärgert, weil er natürlich für die Reparatur deutlich mehr bezahlt hat als die Maut und der Ersparnis, was er sich über die monitären Ersparnisse auf der Rautstrecke gefunden hat.
00:25:34: Wenn du zu Hause bist, was gehört für dich zu einem italienischen Abend?
00:25:39: Na ganz klar, Musik ist das eine.
00:25:43: Die Tomate fehlt oder darf natürlich vor allem, wenn es im Sommer ist, wenn sie auch bei uns zauberhaft schmecken, nicht fehlen.
00:25:51: Und Brot, ich liebe italienisches Brot und wir haben, ich habe das Glück hier um die Ecke, den ein oder anderen Fachmarkt dafür zu haben, wenn ich es nicht selber backe, aber die das ganz zauberhaft einfach diese tollen Brote aus Italien.
00:26:09: Die gibt's im Großformat bei uns, werden frisch aufgebacken und ich finde, ja, ich mag Olivenöl gerne, aber ich bin leider ja auch mit Butter groß geworden.
00:26:18: und wenn man da einen schönen kalten Butter drauf setzt, ein bisschen mehr Salz drüber, brauche ich neben einer tollen Tomate und auch da eine Prise Salz drauf und einen schönen Rotwein oder ich bin total gerne, trinke ich seit wir das Pizzabuch gemacht haben auch.
00:26:36: Das Moretti-Bier.
00:26:37: Weiß gar nicht, darf man hier Werbung bringen an der Stelle.
00:26:40: Aber tolles Bier.
00:26:42: Also auch die Italiener, auch Peroni, die nennen sie jetzt beide, sind wirklich ganz, ganz lecker.
00:26:49: Gerade im Sommer so ein bisschen nicht so schwer, schön süffig wegzutrinken.
00:26:54: Das wie gesagt mit einem schönen italienischen Brot und einer frischen Tomate.
00:26:59: Da bin ich schon total happy.
00:27:01: Was vermisst du daheim am meisten von Italien?
00:27:04: Natürlich das Meer.
00:27:07: Ja, eigentlich auch das schöne Wetter, das Meer, der Vibe, also so dieser typische italienische Vibe.
00:27:13: Abends sind die Straßen voll, also das ist schon einfach zauberhaft.
00:27:18: Da muss man ja bei uns in die Großstädte gehen, aber in Italien hast du das natürlich an jeder Ecke.
00:27:24: und auch die Landschaft.
00:27:25: Also das ist viele, die immer nur wegen dem oder das aufs Essen reduzieren.
00:27:29: in Italien, finde ich ist zu unrecht, weil die Landschaft einfach... Unfassbar schön, dass auch diese tollen Dörfen, die oben auf den Hügeln sind, die man irgendwie aus der Ferne sieht.
00:27:42: Also und auch jeder Landstrich hat da einfach seine eigene zauberhafte Aura.
00:27:49: Also ob man da mehr ist, ob man im Landesinneren ist.
00:27:52: Unfassbar schön.
00:27:53: Und was vermisse ich?
00:27:53: Ja, genau das.
00:27:54: Also das ist immer wieder, natürlich ist man traurig, wenn man zurückfährt und genau diese lustige und Leichtigkeit.
00:28:04: Bei uns, ja, im Freundeskreis natürlich findet und mit Freunden, das hat eine andere Leichtigkeit bei uns, aber das ist einfach schon schön.
00:28:13: Aber ich glaube, das ist immer so, wenn man im Urlaub ist, hat man sowieso eine vermehrte Leichtigkeit am Leib und Italien, unterstützt das zu hundert Prozent über das Essen und über die Landschaft.
00:28:25: Und das ist was, was man natürlich immer wieder vermisst, aber so ist das halt.
00:28:30: Was machst du immer als Erstes, wenn du zurück in Italien bist?
00:28:34: Es ist ganz klar, wenn es denn beim Auto passiert, was oft der Fall ist, weil es natürlich viel, viel unkomplizierter ist, der einfachste oder der schönste Moment ist, die erste Raststätte, also so ein Autogriddle anzufahren und den ersten italienischen Espresso zu trinken.
00:28:54: Unfassbar schön.
00:28:55: Das ist ein Ritual mittlerweile.
00:28:57: was sich da durchzieht und wirklich das geht sofort hinter der Grenze der erste Espresso, vielleicht auch ein Dopio.
00:29:05: Das Glas Wasser, das man mitgeliefert bekommt und man fühlt sich auf einmal so italienisch, wenn man zwischen den ganzen Jungs da steht, an der Theke, ganz unkompliziert, für einen kleinen Taler die italienische Kultur direkt.
00:29:17: Man wird sofort abgeholt und man fühlt sich wie ein Italiener sofort am Autogrill an der Autostrada in Richtung Süden.
00:29:26: Ja, das ist tatsächlich der erste Schritt.
00:29:29: Bei welchem italienischen Song singst oder sumst du sofort mit?
00:29:34: Da gibt es einige.
00:29:35: Das ist natürlich, irgendwie, Adriano Ccellin Pano ist natürlich vorne vorweg mit Azuro, aber es gibt natürlich auch ganz viele andere.
00:29:44: Eigentlich so die Klassiker, die man immer wieder runtergrüllt.
00:29:47: Und da gibt es ein paar, mehr oder weniger.
00:29:52: mit summt und mit singt.
00:29:53: Wir haben auch ja extra für unser Pizzabuch eine Playlist erstellt auf Spotify, die natürlich genau wie das Buch in Pizzabi Crush heißt.
00:30:03: Und da sind natürlich ganz viele dieser Klassiker drauf, die ich sehr, sehr gerne höre und vor allen Dingen auch natürlich auf dem Prip nach Italien höre.
00:30:12: Da sind aber auch ein paar Exoten drauf.
00:30:14: Da ist so ein bisschen was Neuzeitliches auch drauf.
00:30:16: Also so ist ein bisschen eine bunte Mischung.
00:30:18: Das baut sich auch so ein bisschen auf mit kurzen Pausen da drin.
00:30:22: Genau.
00:30:23: Also da gibt es einige, die man natürlich mitkühlt gerne.
00:30:27: Aber lieber unter der Dusche.
00:30:29: so, das ist kein Errat.
00:30:30: Bestes Buch über Italien.
00:30:32: Ich glaube so, also was ich immer in Erinnerung habe dazu, ist glaube der Name der Rose.
00:30:36: Das ist ja italienischer Kann es ja fast gar nicht sein, super schwer zu lesen, wie ich finde.
00:30:44: Wir hatten das, glaube ich, in der Schule.
00:30:45: Und das ist so die Erinnerung.
00:30:46: Aber irgendwie faszinierend zugleich.
00:30:48: Deswegen wäre es eigentlich das fast.
00:30:50: Es gibt natürlich auch so ein paar andere Schinken.
00:30:54: Aber ich glaube, das ist so... Ja, das Beste weiß ich gar nicht.
00:30:58: Aber tatsächlich das, was mich irgendwie gefesselt hat, auf verschiedenen Ebenen irgendwie.
00:31:02: Genau.
00:31:03: Der Name der Rose.
00:31:06: Wir
00:31:09: haben mit der Klassiker Capuccino auch noch am Abend zu trinken, aber das wurde zum Glück nett weggelächelt und wahrscheinlich als, hey, Deutscher, abgehakt.
00:31:24: Aber ich fand es nicht schlimm, aber klar, ist natürlich ein völliges No-Go auf kulinarischer Ebene, den Capuccino noch um die Uhrzeit zu trinken.
00:31:36: Ich hatte total Bock drauf.
00:31:38: Gibt es eine Begegnung oder eine Szene mit Italienern, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?
00:31:43: Ja, da gibt es ja immer wieder ein paar Skurrile, auch so das Temperament, was rauskommt, indem du in den Straßen-Szenen natürlich ältere Damen siehst, die ich immer zauberhaft finde.
00:31:53: Die sind immer in der Reihe, die sind immer ordentlich angezogen alle und bilden dann immer ihre Krüppchen.
00:31:59: Aber da haben wir auch mal einen gesehen.
00:32:02: Ja, einfach auf ihre Männer eingetroschen, will ich nicht sagen, aber verbal eingetroschen haben.
00:32:09: Das war wirklich, ich glaube, Italien besser, als es in Büchern beschrieben wird.
00:32:17: Und das live vor unseren Augen, das war schon unfassbar schön.
00:32:21: Und dann wurde gewettert und gezetet.
00:32:23: Und das ist so tatsächlich immer wieder in Erinnerung.
00:32:27: und taucht auch immer wieder mal auf solche Sachen, also wenn dann energisch auch diskutiert wird, auch gerade mit den beiden Geschlechtern irgendwie gegenüber, schon sehr lustig.
00:32:37: Und es gibt, glaube ich, eine Social Media-Personen, das Sushi Mango heißt der Kontakt, die sind super, die bringen das auf die Spitze und erzählen immer wie die italienischen Eltern einfach auch schräg und skurril sind, wie sie sind, genau.
00:32:54: Das beschreibt das und deswegen, das ist einfach immer wieder eine Erinnerung oder einfach ganz ganz zauberhafte auf verschiedenen Ebenen.
00:33:08: Ja, Italien kann tatsächlich auch chaotisch sein.
00:33:13: Ja, da gab es also eher eine traurige Geschichte, die mich irgendwie an an eben die Situation oder eine Haarsträubende Situation.
00:33:21: Und zwar waren wir eben in Apulien unten und sind dann in eins dieser tollen Dörfer gefahren und parkten und wir hörten ein Hund relativ jämmerlich wirklich lautstark bellen und wir gedacht, es gibt es auch gar nicht.
00:33:34: Und wir hatten ein bisschen zu tun mit der Parksituation, bis die Kinder dann rein und raus sortiert waren.
00:33:39: Hatte das einfach eine ganze Weile gedauert, aber der Hund hörte nicht auf.
00:33:44: Welte und jaulte wirklich.
00:33:47: Und ich habe eigentlich keinen großen Bezug zu Hunden.
00:33:49: Wir hatten aber ein Freund dabei, der Tierarzt ist.
00:33:52: Den hatte ich das gesagt habe.
00:33:53: Ich meine, kann das sein, dass hier irgendwie tut dem was weh?
00:33:56: Und dann sind da der Spur gefolgt.
00:33:57: Die war gar nicht so weit weg.
00:33:58: Und dann war das, um es auf den Punkt zu bringen, ein Hund, der in einem stillgelegten, das war mitten im Ort, ein stillgelegtes Hotel oder Hotelanlage und da war offensichtlich ein Pool vorher und der ist da reingerutscht in diese Poollücke, die relativ groß war, aber halt tief und er kam nicht mehr raus und der hing da im kalten Wasser, also da war noch so... Regenwasser oder was weiß ich, auf jeden Fall stand da noch, er stand, naja, nie, stimmt nicht, der wär untergegangen, der musste die ganze Zeit kämpfen, um nicht unterzugehen und das heißt, er hatte keinen Stand und jaulte und versuchte immer wieder über Wasser zu bleiben mit dem Gesicht.
00:34:37: Und das haben wir zum Glück gesehen und haben ihn retten können.
00:34:40: Der war natürlich ein bisschen giftig, wenn wir ihn zu nahe kamen und wir haben dann irgendwie eine alte Leiter gefunden.
00:34:46: Also sprich der Zugang zu dem Pool lag dann auch irgendwo rum schäbig und den haben wir dann reingestellt.
00:34:54: Und der hatte so einen Kettenhalsband um und da haben wir ihn geschnappt.
00:34:58: Der schnappte auch nach uns kurz, aber er war so entkräftet und ist dann abgezischt.
00:35:03: Und das Kurilste daran war, wir haben ... dann stand dann die Polizei drum herum, die haben das irgendwie alles mitbekommen.
00:35:10: Und der Spruch der Italiener war auch, ja, wir haben den schon seit paar Tagen Bellen hören und haben uns gewundert, was das ist.
00:35:18: Aber dass da mal einer auf die Idee kam, da hinzugehen, das hat uns wirklich verärgert.
00:35:23: Und dann dachten wir, man seid ihr schräg drauf hier.
00:35:27: Genau.
00:35:27: Also das war so eine skurrile Situation.
00:35:29: Aber ich glaube, das wäre dir auch in anderen Ländern passiert oder hätte dir passieren können.
00:35:33: Und das ist jetzt gar nicht auf Italien zu Münzen, aber tatsächlich, wenn es was gibt, dann wäre das das als Szene, die mir Erinnerung bleibt oder blieb.
00:35:41: Es gibt noch eine lustige Geschichte, an die ich mich immer wieder gerne erinnere.
00:35:45: Ich bin ja Papa von zwei Töchtern und die waren natürlich relativ jung noch in dem Alter.
00:35:49: Wir waren sofort drei Jahren, vier Jahren, ich weiß es nicht mehr genau.
00:35:53: Waren wir eben da in dieser Apulien-Ecke und das war so zauberhaft, aber das Lustigste war, wir sind hingeflogen.
00:35:59: nach Bari sind dann in den Leibwagen eingestiegen und haben dann die Tour mit dem Auto gemacht, hatten das auch zwei Wochen lang.
00:36:06: Und bei der Abgabe, bei der Rückreise, bei der Abgabe am Flughafen hat der nette Italiener, wie alt wird er gewesen sein, ich sag mal irgendwas Ende fünftig Anfang sechzig vielleicht, vielleicht tue ich im Unrecht, vielleicht war er auch erst Anfang fünftig.
00:36:24: Es ist jedenfalls gefühlt ein bisschen älter.
00:36:27: Und der fragte uns, Mensch, wie war es?
00:36:30: Meine Frau spricht zum Glück sehr gut italienisch.
00:36:33: Das hilft natürlich an diesen Stellen immer.
00:36:36: Und der fragte, wie es war.
00:36:37: Und sie sagte, Mensch, war total toll.
00:36:39: Und wir haben so ein bisschen erzählt.
00:36:40: Und dann meinte er nur ganz müde, lächelnd.
00:36:44: Ja, aber das nächste Mal kommst du dann mit einem Sohn.
00:36:48: Und damit war das Gespräch beendet.
00:36:50: Also für ihn war klar, das ist ja ganz schön, mit drei Mädels zu fahren.
00:36:54: Aber der Sohn fehlt halt.
00:36:57: Also da sieht man, die Tradition in Italien ist auch da noch wunderbar angesiedelt, dass da zähre ich heute noch und erzähle diese Geschichte immer wieder gerne weiter.
00:37:07: Das perfekte Getränk zum abendlichen Blick aufs Meer?
00:37:10: Ja, wenn er denn da ist, das perfekte Getränk ist in meinen Augen, kann das alles sein?
00:37:17: Ich bin gerne ein Trinker oder trink auch gern mal ein Wein.
00:37:22: oder auch gerade in italienischen Weinen.
00:37:24: Ich mag tatsächlich dann in dem Zuge auch gerne die italienischen Rotweine.
00:37:28: Das ist natürlich im Sommer manchmal ein bisschen zu schwer, zu wuchtig, aber am Abend geht es wunderbar.
00:37:34: Aber wie gesagt, ich bin ein großer Freund geworden von den Bier in Italiens und für mich ist das immer so ein bisschen so wie das Feierabendbier.
00:37:42: Und wenn man dann so in die laue Sommernacht in den untergehenden Himmel schaut, also sprich in die Sonne, die untergeht, Dann ist so ein Bierchen, vielleicht ist man noch am Strand.
00:37:55: Man ist noch nicht zum Abendessen ready, sondern man ist eben noch in dieser tollen Blue Hour sozusagen.
00:38:02: Dann ist sowas natürlich immer herrlich.
00:38:03: Aber was auch immer geht, ist natürlich ein Spritz.
00:38:06: Also ein Apferol geht irgendwie auch immer ein schöner großer Kübel.
00:38:11: In Italien schmeckt er dann natürlich auch nochmal ganz anders und nochmal viel, viel intensiver.
00:38:18: Dein Geheimtipp an der Adria-Küste?
00:38:20: Ich weiß gar nicht, ob es da irgendwie dazugehört, geografisch.
00:38:23: Aber eben in diesem Apulien-Urlaub, so Locorotondo, glaube ich, heißt die Stadt, Santani, zauberhafte Städtchen, die einfach wirklich bereisens- und sehenswert sind.
00:38:35: Aber so sind die ja fast alle.
00:38:37: Und was mich am meisten beeindruckt hat, wir sind eben auch nach Kalabrien irgendwie vor zwei oder drei Jahren.
00:38:43: und sind in Bari gelandet, haben uns da bewusst einen Leibwagen von dort ausgenommen.
00:38:49: Das waren dann nochmal so zwei Stunden durchs Landesinnere und da haben wir geplant den Trip durch Matera.
00:38:56: Das war allerdings frühmorgens und natürlich dann in der Mittagshitze, aber ich bin ja ein großer James Bond Freund und ich finde diese Reisen oder diese Blicke, wenn ... Der Esten Martin über die italienischen Küstenstraßen rollt einfach ganz traumhaft und der letzte, vorletzte Bond, eben in Matera, ja, spielte die Anfangsszene.
00:39:23: Das wollten wir uns angucken, weil es eben in der Nähe war und ja eben auch Weltkulturerbe mittlerweile ist.
00:39:29: Klar, sehr touristisch dann am Ende, aber wir waren zum Glück zu einer Zeit da, die nicht ganz so besiedelt und beackert war von Touristen, aber es war sehr heiß, deswegen war das mit Kiddies natürlich ein bisschen schwierig.
00:39:41: Aber die Stadt als solches, da bin ich zähre ich immer noch von, wie traumhaft und wie schön einfach dieses Materer auch ist.
00:39:50: Vor allen Dingen, weil es ja eben auch da oben in dieser Hügel und mit diesen tollen Straßen und Gassen, das war ganz sauberhaft.
00:39:56: Also das wäre so mein Tipp auch, auch wie gesagt, wenn es touristisch ist.
00:40:01: Aber ich glaube, dass man da am Abend, das haben wir leider nicht gemacht, weil wir dann eben zu weit weg waren, aber das steht nochmal auf der To-do-Liste, wenn wir irgendwie in der Nähe sind, da nochmal am Abend auch hinzugehen, weil es so tolle Restaurants und so kleine, lustige Lädchen wir gesehen haben, die sicherlich am Abend ganz, ganz zauberhaft sind.
00:40:18: Und ich glaube, das ist immer eine Reisewert dorthin als kleiner Tipp.
00:40:23: Ansonsten bin ich immer ganz schlecht mit Namen und mit Erinnerungen, die ich zum Glück über Bilder mir holen kann an meinem Handy.
00:40:31: Hab's so nicht so mit Namen und merkt mir das nicht.
00:40:34: Ich hab immer Situationen eher im Kopf und das sind dann verschiedene Speisen, die wir auch unten eben in Kalapien hatten.
00:40:41: Da waren wir auch in einem kleinen Ölchen und da sind wir nachts da oder am Abend rumgeirrt.
00:40:46: Es war sogar ein bisschen frisch, aber wir saßen ganz zauberhaft in so einem alten Castello hinten drin und die hatten so eine Außenbewirtung.
00:40:56: Übrigens, das kulinarischste Highlight, was ich da gegessen habe, war eine selbstgemachte gefüllte Pasta mit, vielleicht passt das nochmal zu der ersten Frage, auch mit, die war mit so einer Ricotta leichten Käsekreme, mit Parmesan war da natürlich drin und so einer ganz zarten mit Olivenöl abgebundenen Zitronikensauce und oben drüber und ich... Also, Hassen wäre zu hart, aber ich mag eigentlich kein Lakritz, aber da war so Lakritzstaub drübergehobelt.
00:41:28: Das war zum Niederknien.
00:41:30: Und ein anderes Gericht noch, was auch mit gehackter, unfassbar leckerer Garnäle.
00:41:36: Und innen war das klassisches Traziatella, also das Innere der Borata eigentlich damit eingepflegt.
00:41:44: Boah, das war auch zum Niederknien.
00:41:45: Das sind die Erinnerungen, die ich dann eher habe an die Ortschaften.
00:41:50: Wer da den Tipp braucht, das suche ich gerne raus, aber ich habe es aktuell nicht parat, ist jetzt wie gesagt auch eher an der unteren Ecke und im Landesinneren aber ja, traumhaft.
00:42:01: Also wie gesagt, Matera ist wirklich eine Reise wert und alle Örtchen drumherum sicherlich auch.
00:42:08: Mit welcher Italienerin oder welchem Italiener, aus der Gegenwart oder Vergangenheit, würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen?
00:42:15: Also für mich, der ist ja zwar nur einen Teil oder ich weiß gar nicht welche Teile da, Familie aus Italien kommen.
00:42:23: Aber Robert De Niro ist tatsächlich jemand oder auch Alpe Gino, die mich geprägt haben in der Kindheit über die Filme, die sie gemacht haben.
00:42:31: Über die Klassiker natürlich der Part oder sonst was, aber auch Casino oder Hit oder all diese Filme, die natürlich actionreich sind.
00:42:38: Als junger Kerl mag man diese Filme.
00:42:40: Aber ich finde und ich folge auch Robert De Niro auch gerade in den letzten Jahren auch politisch.
00:42:46: der ja ganz klare Ansichten auch hat.
00:42:49: Das wär ein Typ, mit dem würde ich mich gerne mal, vielleicht nicht nur zu einem Café, sondern vielleicht auch zu späterer Stunde oder zur Vorabendzeit, mit dem würde ich mich gerne mal treffen und würde gerne mal ein Pfeuschchen halten.
00:43:02: Das wär mit Sicherheit ganz, ganz traumhaft und würde ich sehr begrüßen.
00:43:13: Ich hab's ja eben schon so ein bisschen ange... Tisert, wo ich noch nie war, ist Rom tatsächlich.
00:43:19: Sicherlich super krass touristisch, aber das ist sicherlich was, was man unbedingt noch mal sehen müsste.
00:43:26: Neapel war ich tatsächlich auch nicht asche über meinen Haupt.
00:43:29: Wir wollten das im Zuge des Pizzabuches machen.
00:43:31: Das ergab sich leider nicht, aber es steht noch auf der jüngeren To-do-Liste.
00:43:35: Das würde ich sogar vor Rom machen wahrscheinlich.
00:43:38: Ja, das sind so die Orte, wo ich gerne noch hin würde.
00:43:40: Und Venedig ist natürlich auch ein Traum.
00:43:43: dass klar, hier sind wir wieder bei James Bond ein bisschen gelandet, aber ich glaube, dass das vielleicht zu einer Nebensaisonzeit auch wirklich toll zu bereisen ist.
00:43:53: Meine Frau war schon mal da beruflich, aber ich glaube, dass das unfassbar schön ist, auch gerade durch diese Kanäle zu schippern, auch wenn das natürlich mittlerweile ein bisschen angegriffen ist alles.
00:44:05: Aber und ich glaube auch im Sommer ordentlich müffelt.
00:44:09: Aber vielleicht eben zu so einer Off-season-Zeit hinzutüsen, das wäre auch nochmal auf meiner To-do-Liste und sicherlich der nächste Besuch.
00:44:16: Dein Italien in drei Worten?
00:44:19: Ah, Kulinarik, Kulinarik, Kulinarik.
00:44:22: Und spannende Leute.
00:44:25: Ja, aber ich glaube, Kulinarik ist wirklich das, was ich schon eingehen gesagt habe.
00:44:29: Du machst in Italien einfach kulinarisch nie etwas falsch.
00:44:34: Ob es dann auch, auch hier habe ich ganz viele Dinge kennengelernt.
00:44:38: Auch gerade diesen, diesen Fischrogen, Otaga, über eine Pasta zu reiben.
00:44:43: Wir haben es auch ins Buch natürlich mit aufgenommen.
00:44:46: Ah, toll.
00:44:47: Auch meine erste unfassbar leckerste Feige, vielleicht auch noch mal kurz erzählt, beim Joggen gewesen.
00:44:55: irgendwie verlaufen, dann sehe ich eben am Horizont so Ziegen, die sich so an den Baum hochrecken und die Hälse strecken, dann bin ich neugierigerweise da vorbeigelaufen und dann war das ein Feigenbaum.
00:45:07: Und ich sag euch, ich esse nie wieder Feigen in Deutschland oder anderen Orten da, wo sie nicht herkommen, sondern da direkt in der perfekten Reifezeit vom Baum zum Niederknien.
00:45:19: Wir haben aber mittlerweile dann auch Feigen bei uns und die kommen ganz nah dran, bei uns auf der Terrasse stehen, kommt natürlich immer wieder ein bisschen aufs Wetter an.
00:45:28: Hier kommt die neunzehnte Frage, ganz exklusiv.
00:45:31: Welcher Belag wäre auf deiner Henkers Pizza?
00:45:36: Die Hänkers-Pizza, poch, schwer, schwer zu sagen.
00:45:39: Also ich sag jetzt nicht die Pizza Hawaii.
00:45:44: Die ist es aber auch nicht.
00:45:46: Tatsächlich haben wir auch dieser im Buch ja einen großen Raum oder einen überspitzen Raum gegeben, sowohl in dem Anfangsbild als auch ein Stoppzeichen in der Liste, wo sie auftaucht.
00:45:59: Und die hat absolut ihre Berechtigung.
00:46:01: Ich möchte zumindest an der Stelle auch erwähnen.
00:46:03: und ist ganz zauberhaft, wenn man das richtig macht.
00:46:07: Aber meine persönliche Henkers Pizza, ich hoffe soweit kommt es nie, aber wäre ganz klar was mit Artischoke.
00:46:16: Und zwar, weil ich sie lieben gelernt habe, witzigerweise auch über meine Frau und auch, wie eingehend erwähnt, in Mainland.
00:46:24: Wir waren in einem tollen Laden, den gibt es leider nicht mehr und haben dort auch Artischocke, nicht klassisch, wie wir sie kennen, irgendwie aus der Dose und irgendwie eingelegt, sondern frisch.
00:46:36: Aber die haben das angeboten als riesengroßer Teller.
00:46:39: Es war zur perfekten Artischockenzeit.
00:46:42: Wurden diese Böden ganz hauchdünn gehobelt und dann nur mariniert mit einem tollen Olivenöl, ne Prisesalz und Zitronensaft.
00:46:52: Und das war so.
00:46:53: zum Niederknähen nach wie vor.
00:46:55: Ich glaube ein bisschen Parmesan war noch drüber, aber das war es auch.
00:46:59: Und das war wirklich zum Niederknien.
00:47:01: Und wir haben natürlich die eine oder andere Pizza mit Artichocke auch in unserem Buch drin, weil ich sie eben so feiere.
00:47:08: Und da gibt es mehrere Möglichkeiten, wenn man die als Beispiel auch die kleinen sogenannten, die kommen glaube ich bei uns in den Handel als italienische Artichocke, die sind deutlich kleiner.
00:47:19: Hier kann man aber ein bisschen die Blätter mit verwenden.
00:47:22: Und wenn man die frisch kleine Ecken schneidet und dann vorab, bevor man sie in, also die Pizza zubereitet, frittiert, also wirklich im heißen Öl ausbackt und dann am Ende nach dem Backen der Pizza, was auch immer drunter ist, man kann die ganz klassisch auch nur mit Tomaten oder so machen.
00:47:42: Ich mag da keinen Mozzarella in dem Zuge, weil der mir zu viel zieht und zu viel, sondern wirklich vielleicht ein Rekottercreme auch und ein Parmesan.
00:47:51: und diese dann in Verbindung mit frischen oder leicht getrockneten Tomaten zum Niederknien.
00:47:57: Oben drauf packt als quasi Topping, aber nach dem Backen der Pizza.
00:48:02: Oder sie hauchdünn, wie ich es gerade beschrieben habe, vorher ein bisschen mariniert, mit Olivenöl nur, der Prisesalz und eben vielleicht ein Spritzer Zitrone schon dran gibt, ganz hauchdünn über die Pizza verteilt mit einem minimalistischen Untergrund.
00:48:18: Ganz zart Tomate muss dran, um die Säure mitzukriegen und das dann mit einer Prise Parmesan mitbackt.
00:48:26: Da braucht man tatsächlich nicht mehr.
00:48:28: Wenn man hier noch ein Stück weitergehen möchte, könnte man noch so ein Stratzer Teller auf frische oben drauf machen und vielleicht sogar noch die Frittierte und dann wäre das so die Artischocke.
00:48:41: Das wäre, da würde ich mir die Finger danach lecken.
00:48:44: Ja, das wäre eigentlich meine Henkers Pizza.
00:48:47: Vielen Dank.
00:48:48: Hat Spaß gemacht und freue mich auf das Ergebnis.
00:48:52: Vielen Dank.
00:48:53: Danke, habe ich sehr gefreut.
00:48:55: Alle Infos zum Buch in Pizza We Crush stehen in den Show Notes.
00:49:00: Und noch etwas.
00:49:01: In einer der nächsten Folgen stelle ich die besten Pizzerien an der Adria vor.
00:49:05: Ich will aber erst warten, bis die Saison wirklich begonnen hat, um euch nicht zu einer Pizzeria zu schicken, die vielleicht dauerhaft geschlossen hat.
00:49:16: Jetzt kommt es zur dritten Top Ten-Liste.
00:49:19: Nach preiswerten Tipps für Venedig in Folge XIX und meinen Lieblingsorten in Grado in Folge XX.
00:49:25: Ich war gerade zum dritten Mal auf der Genussmesse Pity Taste in Florenz, bei der Fünfhundert Aussteller ihre Produkte zeigen.
00:49:35: Es sind fast alles, Kleinstproduzenten und ich habe alle diese Produkte verkostet.
00:49:40: Einer muss es ja tun und sie waren großartig.
00:49:45: Hier kommen also die Top-Den.
00:49:47: Erstens.
00:49:48: Alkoholfreies Bier aus Südtirol.
00:49:51: Cleverer Slogan des Start-ups Friedl aus Lana.
00:49:55: Drinking like there is a tomorrow.
00:49:58: Das alkoholfreie Bier gibt es in vielen Varianten darunter mit Basilikum, was dem Getränk eine erfreulich spritzige Note gibt.
00:50:06: Gut, Dry January ist vorbei, aber bald kommt ja der Sober Oktober.
00:50:11: Und versprochen, wer auch so mal eine Pause einlegen will, sollte dem Friedl Bier eine Chance geben.
00:50:17: Die Süddeutsche Zeitung hat es zum besten alkoholfreien Bier gewählt.
00:50:20: Alle Infos zu den Produzenten backe ich in die Chance.
00:50:24: Zweitens.
00:50:24: Kaviar aus Venezien.
00:50:27: Vier Zuchtbecken rund um Verona und dem Gardasee betreibt der Familienbetrieb Krü Kaviar.
00:50:33: Neben verschiedenen Sorten von Störkaviar gibt es auch kaviare Krokante, getrockneten Kaviar, Kaviarbutter, Safranbutter und allerlei Accessoires für den Kaviargenuss.
00:50:44: Ganz neu.
00:50:45: ist die Caviar Experience, bei der Gäste mit den Stören schwimmen können.
00:50:50: Den Caviar habe ich gekostet, geschwürmen bin ich noch nicht.
00:50:55: Drittens Früchte aus Treviso.
00:50:58: Die Zolla Quadrodici Organic Farm in einem Naturschutzgebiet in der Marca Trevigiana gelegen, baut je acht Apfel- und Pfirsigsorten an.
00:51:08: Aus den Äpfeln macht das gut den Sorten reinen Auro-Saft.
00:51:13: pro Jahr nicht mehr als fünftausend Flaschen.
00:51:17: Viertens.
00:51:18: Biosalami aus Slowenien.
00:51:21: Biosing heißt die Firma, das steht für Biosalami Engineering.
00:51:26: Der kleinen Produzent aus Rednitzar kümmert sich mit viel Liebe um das sorgfältig ausgewählte Fleisch, das ohne Konservierungsstoffe weiterverarbeitet wird und nicht etwa im Fleischwolf, sondern von Hand zerkleinert wird.
00:51:38: Und es räuchert über heimischem Buchenholz.
00:51:42: Bis zu... Drei Jahre lang.
00:51:45: Fünftens.
00:51:47: Süßspeisen aus Sané.
00:51:49: Die Pasticherier Philippi ist ein Familienbetrieb in Sané, nicht weit von Vicenza, mit mehr als hundertjähriger Geschichte.
00:51:57: Es gibt Köstlichkeiten wie etwa Osterkolomba in vielen Varianten und immer mit Naturhefe.
00:52:02: Dazu kommen die bildhübschen kreativen Verpackungen.
00:52:07: Sechstens.
00:52:08: Köstliches aus dem Knast.
00:52:10: Das ist ein spannendes Projekt.
00:52:12: Unter der Anleitung von Konditoren stellt die Pastigeria Giotto Oltrella Dolcezza mit den Insassen des Gefängnisses von Padua erstklassige Kuchen und Torten aus den besten Zutaten her.
00:52:23: Und das Eis gilt als das Beste der ganzen Stadt.
00:52:28: Die Köstlichkeit gewinnen regelmäßig Preise und das Vorhaben ist ja ohnehin unterstützenswert.
00:52:35: Siebtens Käse aus Aviano.
00:52:38: Seit nineteenhundneunzehn ist die Latte Ria di Aviano in Familienhand.
00:52:43: Es gibt die fürs Friaul typischen Montasio Käse in allerlei Reifegraden.
00:52:48: Mein Tipp.
00:52:49: Sessanta Journey.
00:52:49: Sechzig Tage ist perfekt für Montasio.
00:52:52: Und der Montasio ist auch für die friolanische Leibschweiße Frico unverzichtbar.
00:52:57: Aber es gibt auch Käse, der mit Sahne und Pfeffer veredelt wird.
00:53:01: Neu in diesem Jahr.
00:53:02: Crennt.
00:53:03: Streichkräse mit Crenn.
00:53:06: Achtens Pasta aus Pordenone.
00:53:09: Ja, auch im Flau gibt es Pasta-Produzenten.
00:53:11: Tomadini stellt seit eighteenhundertdreiundvierzig Pasta her und ist mittlerweile ein Familienbetrieb in der sechsten Generation.
00:53:19: Sie stellen siebzig verschiedene Pasta-Formen her, es gibt auch viele Vollkornnudeln und Bioprodukte.
00:53:26: Neunthens Öle aus dem Tramontinatal.
00:53:30: Robert Torniel stellt mit seiner ganz jungen Firma Li Alchimici nicht weit von Pordenone.
00:53:36: erstklassige aromatisierte Öle und Infusionen her, darunter mit Rosmarin, Thymian, Seilbei und Fenchel, aber auch Mixturen, die zum Grillfleisch, zum Fisch oder zu Desserts passen und auch zur Aromatherapie verwendet werden können.
00:53:52: Zehntens.
00:53:53: Räucher Fisch aus San Daniela.
00:53:56: Ja, Fisch.
00:53:57: Der Ort kann nicht nur schinken.
00:53:59: Der Familienbetrieb Friol Trotter startete als Hobby.
00:54:03: Doch immer mehr Küche und Feinschmecker verlangten die Delikatenforellen.
00:54:08: Die Filets werden von Hand gesalzen und über Holzfeuer und Kräutern geräuchert.
00:54:13: Und zwar mit möglichst kühlem Rauch, wie ich gelernt habe, was den Prozess verlängert, aber für einen noch intensiveren Geschmack sorgt.
00:54:22: Okay, jetzt kommt Nummer elf von Topten, ein Bonus-Tipp.
00:54:24: Liqueur aus Zoppola.
00:54:27: Unsere Restaurantgäste.
00:54:28: Und wir, während verwirrt von der Auswahl an Lequeuren auf dem Markt, haben mir die Betreiber der Molino di Zoppolei in der Provinz Pordinone erzählt.
00:54:37: Also stellen wir nun unsere eigenen Produkte her.
00:54:39: Schnirkelos und gut.
00:54:42: Aus der Brennerei Risorgimento Cinque, benannt nach der Restaurantadresse, kommt Gin, Wermouth Amaro und der etwas leichtere Aperitivo mit bitter Orangennote.
00:54:53: Noch mal alle Infos stehen in den Schaunen zu.
00:55:05: Das Buch heißt Espresso unter Sternen.
00:55:08: Eine Reise in Sachen Glück.
00:55:10: Es erscheint erst im Mai.
00:55:12: Aber ich darf es jetzt schon vorstellen.
00:55:15: Ich habe es nämlich schon gelesen.
00:55:17: Und ich habe es auch geschrieben.
00:55:19: Es ist mein neues Buch.
00:55:21: Yeah!
00:55:22: Ich lese euch in dieser Folge nur mal vor, was der Verlag darüber sagt.
00:55:27: Ein
00:55:27: Buch wie ein italienischer Sommerabend.
00:55:30: voller Leben und Geschichten, die zum Nachdenken und Lachen einladen.
00:55:34: Wenn der Alltag zum Hamsterrad wird, brauchen wir mehr als nur eine Pause.
00:55:39: Wir brauchen eine Anderszeit, Zeit, um Unbekanntes zu erkunden, verborgene Leidenschaften erneut zu entfachen und anderen Menschen wieder mal ganz offen zu begegnen.
00:55:50: Ein Abenteuer zwischen Espresso, Grandezza und der Sehnsort nach Meer.
00:55:55: Bestseller Autor Stefan Maywald verlässt seine kuschelige Komfortzone und zieht von der Insel Grado in die vibrierende Großstadt Trieste.
00:56:04: Mit einem Augenzwinkern begibt er sich auf die Sinnnsuche in Italien.
00:56:08: Gelten die Glücksprinzipien aus seinem sandigen Wohlfühltempel auch an fremden Orten?
00:56:14: Zwischen Piazzas und Palästen stolpert Maywald ins kurile.
00:56:17: Begegnungen.
00:56:18: von schwarz gebrannten Bademeistern mit Fäbel für die DDR bis zu Espresso-Enthusiasten auf der Suche nach dem göttlichen Schuss aus der Siebträgermaschine.
00:56:27: Trieste wird zur Bühne für eine humorvolle Selbstfindung und die Suche nach Geschichten.
00:56:34: Auszeit und Glück neu denken.
00:56:36: Maywald nimmt nicht nur eine Pause, er erfindet sie neu.
00:56:39: Die Anderszeit.
00:56:41: Sie bringt Überraschungen und den Mut aus dem Alltag auszubrechen.
00:56:45: Für alle die neue Perspektiven und etwas mehr Leidenschaft im Leben suchen.
00:56:50: Soweit der Verlag.
00:56:52: Ihr könnt das Buch überall vorbestellen, in eurer Lieblingsbuchhandlung, beim großen A oder bei allen sonstigen Onlineversendern und am liebsten bei der Autorenwelt.
00:57:02: Das ist eine Webseite von und für Autorinnen und Autoren, die uns Schreibenden einen höheren Prozentsatz an den Einnahmen gibt als alle anderen.
00:57:11: Also ganz faire Sache.
00:57:13: Schaut doch mal vorbei, es ist ganz simpel.
00:57:15: Autorenwelt.de Streckstrich Espresso.
00:57:19: Steht auch in den Schaunurz.
00:57:21: Wenn ihr bei autorenwelt.de bestellt und zwar bis zum neunzehnten April, dann bekommt ihr das Buch sogar von mir signiert.
00:57:30: So, das war's für heute.
00:57:33: Was gibt es Neues vom Schreibtisch?
00:57:35: Jeden Freitag bekommt ihr von mir die mediterrane Wochenschau auf postausitalien.com mit Neuigkeiten aus Grado und der Adria.
00:57:44: kostenlos und werbefrei natürlich.
00:57:47: Ihr könnt die militärane Wochenschau ganz einfach oben auf der Startseite bei postausitalien.com abonnieren.
00:57:54: Auf Instagram findet ihr mich unter Buch und Wein.
00:57:57: Dort gibt es kleine Filme über mein Leben in Italien.
00:58:01: Apropos Film, inzwischen gibt es diesen Podcast auch zum Schauen auf YouTube.
00:58:06: Schaut doch mal vorbei, ihr findet es ganz einfach, Stefan Maywald.
00:58:10: Da zeige ich Zu meinem Audiopodcast schöne, schöne Bilder aus Italien und die, die es schon gesehen haben, finden es ganz toll.
00:58:18: Also schaut gern mal vorbei.
00:58:20: Abonniert diesen Podcast, wenn ihr es noch nicht getan habt und empfehlt ihn gern weiter.
00:58:25: Würde mich riesig freuen.
00:58:28: Jetzt erstmal einen Kaffee bei Pino.
00:58:31: Bis bald und immer schön Deutsche Wieter bleiben.
00:58:39: Das war Radio Adria.
00:58:41: der Italien-Podcast.
00:58:42: Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert den Podcast und lasst uns eine Bewertung da.
00:58:48: Das hilft uns, noch mehr Menschen zu begeistern.
00:58:51: Für mehr Italienitar folgt mir auf Instagram oder besucht meinen Blog postausitalien.com.
00:58:58: Grazie mille und bis zur nächsten Folge.
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