#18: Venedigs Dieb, Riminis Stern, alles über Jesolo

Shownotes

Alles Gute zum neuen Jahr!

Das Bistrot Chat Qui Rit in Venedig, nicht weit vom Markusplatz, wurde Opfer eines dreisten Mundraubs.

Italiens lebenswerteste Stadt? Mailand – angeblich. Ganz am Schluss: Caltanissetta, eine Stadt in den Bergen Siziliens. Komisch, Goethe mochte es dort.

Die Webseite Taste Atlas ließ ihre User über die schlechtesten Gerichte Europas abstimmen. Gleich sieben Mal ist eine italienische Spezialität dabei – Unverschämtheit!

Die Trattoria Da Lucio in Rimini, die auf einem Kai mitten in der Adria liegt, hat ihren ersten Michelin-Stern bekommen. Es ist ein ganz besonderes Fischlokal.

Oder doch lieber figurbewusst ins Jahr starten? Der Abnehm-Podcast »Disziplin trifft Donut« ist sehr lustig, hört mal rein! https://disziplin-trifft-donut.podigee.io/

Die Spaghetti-vongole-Tagebücher sind 2024 im Molden Verlag erschienen.

Jesolos ganz besondere Pizzeria heißt Panisfizio und liegt in der Via Bartolomeo Colleoni 3.

Die italienischen Autobahngebühren sollen zurückerstattet werden, sobald man länger im Stau steht. Ab Juni geht es versuchsweise los.

Christoph Thürs Jesolo Magazin findet ihr auf Facebook.

Fragen, Wünsche, Anregungen? Wen wollt ihr mal als Gast hören, welche Themen soll ich mir vornehmen, was würdet ihr wirklich gern wissen? Schreibt mir: radioadria@gmx.de

Mehr von mir: Instagram: @buch_und_wein
Blog: www.postausitalien.com

Der Podcast ist eine Produktion von www.studiovenezia.de

Transkript anzeigen

00:00:06: Buongiorno und herzlich willkommen bei Radio Adria, dem Podcast aus Italien.

00:00:11: Hier dreht sich alles um la deutsche vita, um das Lebensgefühl zwischen Espresso und Aperitivo, um die kleinen Geheimnisse und großen Geschichten dieses wunderbaren Landes.

00:00:22: Ich bin Stefan Maywald, Autor und Wahlitaliener aus Grado und ich nehme euch mit auf eine Reise voller Sonne, Genuss und Italianita.

00:00:32: Also zurücklehnen, entspannen und ein bisschen Italien ins Leben lassen.

00:00:37: Andiamo!

00:00:44: Buongiorno aus Grado.

00:00:47: Ich hoffe, ihr seid gut ins neue Jahr gekommen.

00:00:51: Und ich hoffe, ihr freut euch schon auf euren nächsten Italienurlaub.

00:00:56: Was sind denn eure guten Vorsätze?

00:00:59: Wie wäre es mit noch mehr Reisen in den Süden?

00:01:03: Versprochen, hier bekommt ihr die besten Tipps.

00:01:06: Im zweiten Podcastjahr, das soeben beginnt, werde ich noch ein bisschen nutzwärtiger werden.

00:01:13: Das war ein Wunsch von Euch.

00:01:16: Ab dem nächsten Ausgabe gibt es Top Ten-Listen.

00:01:19: Die besten Pizzerien, Bars, Cafés, Hotels für jeden Geldbeutel, Strände, Shopping.

00:01:25: Ihr wisst schon.

00:01:27: Alles natürlich selbst bereist, verkostet und beschlafen.

00:01:31: Dazu bin ich ja hier.

00:01:34: Alles andere bleibt wie immer.

00:01:37: Was gibt es dieses Mal auf die Ohren?

00:01:40: Dieses Mal geht es kreuz und quer durch Italien.

00:01:44: Uns erwartet eine wichtige Änderung bei den Autobahngebühren?

00:01:48: Das geht uns ja fast alle an.

00:01:51: Wir reden über einen dreisten Zechpreller in Venedig, die beste und die schlechteste Stadt Italiens und einen Michelin-Stern in Rimini.

00:02:01: Zu Gast im Radio Adria-Fragebogen ist Christoph Thür, der deutschsprachige Jesolo-Experte Nummer eins.

00:02:10: Die wichtigsten

00:02:12: Schlagzeilen.

00:02:14: Venedig.

00:02:15: In dem Bistro Shakiri, in der Caletron, nur ein paar Schritte vom Markusplatz entfernt, hat ein Tourist für ordentlich Aufsehen gesorgt.

00:02:25: Der siebenundvierzigjährige Spanier gönnte sich ein feines Menü.

00:02:30: Meeresfrüchte, Linguine mit Krabbensoße, und dazu den teuersten Amarone des Hauses.

00:02:37: Der Besitzer, der das Haus seit twenty-fünfzehn betreibt, ist ein Weinliebhaber und, ich kann es nicht anders sagen, hat wirklich eine feine Karte.

00:02:47: Doch, als die Rechnung kam, satte siebenhundert Euro passierte Folgendes, apropos Karte.

00:02:53: Die Kreditkarte des Spaniers verweigerte den Dienst.

00:02:58: Er versprach, am nächsten Tag wiederzukommen und alles zu begleichen.

00:03:03: Der Restaurantchef traute der Sache nicht und verständigte sofort die Karabinieri.

00:03:09: Die nahmen den Mann mit zur Kaserne und dort begann eine groteske Show.

00:03:14: Der Tourist präsentierte mehrere Kreditkarten und sogar ganze Stapel angeblicher Luxus-Einkaufsbelege.

00:03:21: Seine Botschaft, ich habe groß eingekauft, was sind da schon siebenhundert Euro, zahle ich doch mit links.

00:03:28: Nur, die Ermittler fanden schnell heraus, dass es sich nicht um echte Einkaufsbeläge handelte, sondern lediglich um Kostenvoranschläge.

00:03:39: Gekauft

00:03:39: hatte er gar nichts.

00:03:42: Und das war nicht alles.

00:03:43: Bei ihm tauchten zahlreiche Karten und Dokumente auf, offenbar dazu gedacht einen finanziellen Wohlstand vorzutäuschen, den er gar nicht hatte.

00:03:52: Leute, ich fasse es nicht.

00:03:54: Wie kann man glauben, damit durchzukommen?

00:03:57: Und wozu überhaupt?

00:03:59: Vielleicht plante er eine Karriere als Heiratsschwindler.

00:04:03: Der Restaurantsitzer erstattete Anzeige und rund um den Markusplatz wurde inzwischen eine Warnung vor dem Edelgenießer ausgesprochen, damit er nicht auch noch das nächste Abendessen umsonst bekommt.

00:04:15: Die nächste Schlagzeile, die Stadt, in der es sich in Italien am besten lebt, ist Überraschung, Mailand.

00:04:24: In den aktuellen Top Ten finden sich ausschließlich Städte aus dem Norden.

00:04:29: Ich lese mal die Top Ten der lebenswertesten Städte vor.

00:04:33: Platz eins, Mailand.

00:04:35: Platz zwei, Bozen.

00:04:37: Normalerweise liegt diese Stadt immer auf Platz eins.

00:04:40: Dann folgen Bologna, Florenz, Monza, Trient, Padua, Verona, Parma und Rageo Emilia.

00:04:51: Die Rangliste basiert auf neun Faktoren.

00:04:54: Geschäft und Arbeit, Umwelt, Bildung und Ausbildung.

00:04:58: Bevölkerung, Kriminalität und Sicherheit, Wohlstand, Gesundheit sowie Tourismus, Unterhaltung und Kultur.

00:05:08: Naja, die Schlusslichter der Liste aller hundert sieben Städte.

00:05:13: Neapel, Palermo, Catania, Tarent, Syracus, Agrigento, Foggia, Regio Calabria, Crotone und Caltanissetta.

00:05:25: Caltanissetta hat null Punkte.

00:05:28: Neaplatt immerhin noch hundertdreißig.

00:05:31: Also, wenn ich Chefredakteur vom Stern wäre oder vom Standard, ich würde doch sofort einen Reporter nach Kaltanissetta schicken, der mit einer feinen Geschichte zurückkommt.

00:05:42: Ich war jedenfalls neugierig und recherchierte ein bisschen.

00:05:46: Kaltanissetta liegt mitten in Sizilien, hat fast sechzigtausend Einwohner und ist zudem die größte Stadt der Insel, die nicht am Meer liegt.

00:05:56: Und Achtung!

00:05:57: Der zweimal in der Woche stattfindende Markt wurde schon von Goethe in seiner italienischen Reise erwähnt.

00:06:04: Er übernachtete auf dem Weg von Agrigento nach Catania am achtundzwanzigsten April, die er als Wohlgelegen- und Wohlgebaut beschrieb.

00:06:16: Sieh mal an!

00:06:18: Es gab keinen Gasthof, also mussten er und der Zeichner Christoph Heinrich Knieb in einer improvisierten Bettstadt in einem Privathaus schlafen.

00:06:28: Goethe berichtete auch von einem amüsanten Missverständnis.

00:06:32: Auf dem Markt, wo die angesehensten Einwohner nach antiker Weise umhersaßen, sich unterhielten und von uns unterhalten sein wollten, wir mussten von Friedrich II.

00:06:42: erzählen und ihre Teilnahme an diesem großen König war so lebhaft, dass wir seinen Tod verhielten, um nicht durch eine so unselige Nachricht unseren Würden verhasst zu werden.

00:06:53: Während Goethe jedoch vom kürzlich verstorbenen preußischen König Friedrich II.

00:06:58: sprach, kannten die Einwohner Siziliens unter dem Namen Federico Secondo nur den berühmten mittelalterlichen Stauferkaiser Friedrich

00:07:07: II.,

00:07:07: der auf der Insel aufgewachsen war und dort bis heute populär ist.

00:07:13: Weder Goethe noch die Gesprächspartner bemerkten, dass sie einander vorbeiradeten.

00:07:18: Also, ich bin gespannt, ob wir bald in irgendeinem Magazin eine Reportage über die angeblich schlimmste Stadt Italiens lesen werden.

00:07:27: Und noch eine Rangliste, passend zur Diät und zu den Neujahrsvorsätzen.

00:07:32: Denn jetzt reden wir über die unangenehmsten italienischen Köstlichkeiten.

00:07:38: Das Foodportal Taste Atlas hat nämlich online abstimmen lassen.

00:07:43: Über die hundert schlechtesten Gerichte Europas.

00:07:48: Online-Abstemmungen sind immer so eine Sache, aber gucken wir uns die Sache mal an.

00:07:52: Der Spitzenplatz geht nach Island.

00:07:55: Dort wird Zwitt serviert, ein über offenem Feuer zubereiteter Schafskopf.

00:08:01: Auf Platz zwei folgt ein Gericht aus Schweden.

00:08:04: Bloodpilt, Knödel, die traditionell mit Elchblut zubereitet werden.

00:08:09: Und auch Platz drei bleibt nordisch.

00:08:12: Torramatur, ein isländisches Potpourri aus Blutforst.

00:08:17: Heifisch und Lamm, au via.

00:08:21: Spanien schafft es mit Tocas Alanavara auf Platz vier, einer Forelle, die mit Schinden gefüllt wird.

00:08:28: Und die Schweiz landet mit ihrer berühmten Heusuppe immerhin auf Platz zehn.

00:08:33: Doch so richtig für Aufregung sorgte diese Liste in Italien.

00:08:38: Hier ist man not amused, gleich sieben Mal unter den Worst One Hundred vertreten zu sein.

00:08:44: und dabei ist die italienische Küche doch gerade zum Weltkulturerbe ernannt worden.

00:08:50: Am schlechtesten schneidet der Mai-Länder-Klassiker Nervetti ab, eine Art Salat aus ganz lange gekochten Rindersänen gemischt mit Gemüse.

00:09:00: Lakritzeeis aus Kalabrien landet auf Platz neunzehn.

00:09:04: Dazu kommen weitere wenig geliebte Spezialitäten wie römische Tripa, Erdbeerrisotto und verschiedene traditionelle Kekse und Süßspeisen.

00:09:15: Auch die Schweiz ist auffällig oft vertreten.

00:09:18: Neben der Heusuppe finden sich dort unter anderem die Rohwurst Longeau, das Honiggebäck Tirgil, die Baselameelsuppe und Ritz-Kasimir, eine Reispfanne mit Kalbfleisch und exotischen Früchten.

00:09:31: Deutschland kommt vergleichsweise glimpflich davon.

00:09:34: Die Streichwurst landet auf Rang-Achtundzwanzig, Frechheit, der Brathering auf Platz Achtzig.

00:09:41: Das war's.

00:09:42: Und Österreich hat es noch besser erwischt.

00:09:44: Kein einziges österreichisches Gericht taucht in den Worst One Hundred auf.

00:09:49: Gratulation.

00:09:51: Aber zu all dem muss man natürlich ein paar Sätze sagen.

00:09:55: Wir sind vielleicht erst die zweite oder dritte Generation der Weltgeschichte, die es sich leisten kann, nur die Filierstücke zu essen und den Rest des Tieres einfach wegzuschmeißen oder zu Hundefutter zu verarbeiten.

00:10:07: Diesen Luxus hatten hunderte Generationen vor uns nicht.

00:10:12: Dort musste alles verwertet werden.

00:10:14: zwangsläufig.

00:10:15: Und die Italiener waren eben besonders kreativ.

00:10:19: Heute mögen uns diese Spezialitäten abstoßen, aber wir sollten uns öfter überwinden.

00:10:24: Auch aus Respekt vor dem Tier.

00:10:27: Und hier noch ein Zitat dazu von Anthony Baudet, gerade gefunden, der zwar über die französische Küche spricht, aber das gilt umso mehr für die italienische Küche.

00:10:38: Das beste Essen entstand aus großem menschlichen Leid, aus Kampf und Armut.

00:10:43: Ein Großteil der Küche ist aus düsterer Notwendigkeit hervorgegangen.

00:10:47: Man darf Essen nie isoliert betrachten.

00:10:51: Schöner Satz.

00:10:56: Und jetzt wieder zum guten Essen.

00:10:58: Gratulation an die Trattoria Daluccio und Betreiber Jacopotiki in Rimini zum ersten Michelin Stern.

00:11:06: Das Restaurant liegt auf einem Pontile direkt über der Adria, deswegen passt es so gut hier rein.

00:11:12: Am Ende eines Kais in der Marina von Rimini.

00:11:15: Ziel des Restaurants ist es, das Meer zu erzählen.

00:11:18: Jede Zutat vom Kopf bis zur Schwanzflosse wird wertgeschätzt.

00:11:23: Da haben wir es wieder.

00:11:24: Man will Fisch auf eine weise Ehren, die Geschmack, Textur und Herkunft sichtbar macht.

00:11:30: Wagemutige bestellen die Fratteilier die Päsche.

00:11:34: Ein Gericht aus weniger edlen Teilen des Fisches.

00:11:37: Lasst euch überraschen.

00:11:39: Und das war letzte Woche eine Quizfrage bei Wer wird Millionär in Italien?

00:11:44: Welche Pasta bestellen Ausländer in Italien am häufigsten, zur Auswahl standen?

00:11:50: Bucatini amatricana, Pasta Bolognese, Spaghetti Carbonara und Spaghetti Vongole.

00:11:58: Na, kleine Überraschung, Platz eins ist tatsächlich die Carbonara vor der Bolognese.

00:12:04: Platz drei gehen an die Spaghetti Vongole, auf Platz vier liegen die Bucatini amatricana.

00:12:11: Wir Italien-Experten wissen es.

00:12:14: Die echte Carbonara wird nicht mit Sahne und Schinken gemacht, sondern mit Ei und Guanciale-Spec.

00:12:20: Die echten Römer, und ich war ja gerade dort, nehmen zur Carbonara übrigens kurze Nudeln, weil das das Gericht kompakter hält.

00:12:28: Die Carbonara kühlt schnell aus, daher werden die kurzen Nudeln meist in einer Art hohem Glas statt in einer Schüssel serviert.

00:12:36: Hier eine Empfehlung, auch wenn wir jetzt viel übers gute Essen und Trinken gesprochen haben.

00:12:41: Hört doch mal in den neuen Podcast Disziplin trifft Donut rein.

00:12:46: Zwei Menschen wollen gemeinsam, Achtung, hundert Kilo verlieren.

00:12:50: Der eine mit ganz vielen Analysen und Tracking, die andere mit ganz viel Gefühl.

00:12:56: Sehr amüsant und ich finde, das ist der einzige Abnehmepodcast, den ihr braucht.

00:13:02: Ich packe alle Informationen wie immer in die Show Notes.

00:13:07: Und jetzt eine gute Nachricht zu den Autobahngebühren.

00:13:10: Ihr seid in Italien unterwegs und zack landet ihr im Stau.

00:13:14: Bisher hieß es, hm, Pech gehabt, Maut gezahlt, Zeit verloren.

00:13:20: Aber jetzt gibt's wirklich gute Nachrichten.

00:13:22: Die italienische Verkehrsbehörde hat ein neues System angekündigt, das ab Juni-Zw.a.

00:13:29: starten soll, also netterweise vor der Hauptreise will.

00:13:34: Und dieses System sorgt dafür, dass ihr Geld zurückbekommt, wenn ihr auf der Autobahn länger braucht als eigentlich vorgesehen.

00:13:42: Wie soll das Ganze funktionieren?

00:13:44: Ab ersten Juni geht es los.

00:13:46: Erstmal auf bestimmten Abschnitten, die nur einen Betreiber haben.

00:13:50: Und dann ab ersten Dezember gilt die Regelung auch für die Strecken, auf denen mehrere Betreiber zusammenarbeiten.

00:13:57: Sprich, nach und nach soll das komplette Netz abgedeckt sein.

00:14:01: Wann bekommt man Geld zurück?

00:14:03: Es kommt auf die Streckenlänge an und auf eure Verspätung.

00:14:07: Unter dreißig Kilometern gibt es eine Erstattung, unabhängig davon, wie lange die Verzögerung ist.

00:14:13: Dreißig bis fünfzig Kilometer, ab zehn Minuten Verspätung, über fünfzig Kilometer, ab fünfzehn Minuten Verspätung.

00:14:21: Und richtig heftig wird es bei mindestens drei Stunden Stau.

00:14:24: Dann soll die komplette Maut erstattet werden, zumindest bei längeren Strecken.

00:14:30: Wichtig, das Ganze gilt nur für Baustellenstaus.

00:14:34: Wenn es wegen eines Unfalls, Unwetters oder einer Notfallreparatur zu Verzögerungen kommt, gibt es keine Erstattung.

00:14:42: Wie läuft diese Rückerstattung ab?

00:14:44: Auch hier will Italien modern werden.

00:14:47: Die Infos sollen in einer einheitlichen App aller Autobahnbetreiber abrufbar sein.

00:14:53: Die Gutschriften werden automatisch angezeigt.

00:14:57: Und was ist mit ausländischen Fahrern?

00:14:59: Anfangs war nämlich unklar, ob Touristen oder Durchreisende überhaupt etwas davon haben.

00:15:05: Die Regelung soll aber ausdrücklich alle Nutzer fair behandeln, also auch Urlauber und Ausländer hinterm Steuer.

00:15:13: Wie genau das im Detail aussehen wird, wird in den kommenden Monaten weiter ausgearbeitet und wir bleiben dran.

00:15:21: Ich sehe da noch verflickst viele Probleme, aber der Wille ist da und das ist doch eine gute Nachricht zum neuen Jahr.

00:15:30: Bildungauftrag das italienische

00:15:33: Wort.

00:15:34: Das italienische Wort der heutigen Folge ist das Wort für Rumknutschen.

00:15:39: Und das ist doch ein schöner Start ins Ja.

00:15:43: Denn Rumknutschen heißt auf Italienisch sehr schön, aber auch sehr geheimnisvoll, Limonare.

00:15:49: Zitronieren.

00:15:51: Was haben denn Zitronen mit Küssen zu tun?

00:15:54: Auch Lingoisten sind etwas ratlos und stützen sich auf drei Erklärungen.

00:15:59: Einer Theorie zufolge stammt der Ausdruck aus dem Norden Italiens und hängt mit dem Markthandel zusammen, bei dem Zitronen immer paarweise verkauft wurden.

00:16:09: Eine andere Erklärung bezieht sich auf die drehende Bewegung der Zungen beim Küssen, die an das Auspressen einer Zitrone erinnert.

00:16:17: Naja, ich weiß ja nicht, wie Lingüesten küssen.

00:16:21: Außerdem wird auf eine alte Tradition verwiesen, bei der das Geschenk einer Zitrone einen Heiratsantrag besiegelte.

00:16:28: Jetzt Geht es wieder ums Essen?

00:16:31: Weil wir gleich nach Jesolo reisen, lese ich euch einen Text über Jesolo vor, der aus meinen Spaghetti-Wongole-Tagebüchern stammt.

00:16:40: Jesolo?

00:16:41: Die sehr erträgliche Leichtigkeit des Seins.

00:16:45: Was wäre Italien ohne Pizza?

00:16:47: Tja, das weiß ich auch nicht zurecht, denn meine Familie ist nicht besonders scharf drauf.

00:16:55: Als ich im Covid-Lockdown ernsthaft den Bau eines Pizzarofens auf der Dachterrasse in Erwägung zog, man brauchte in diesen Zeiten ja ein Projekt und mir sogar schon eine Anleitung dazu ausdruckte, wusste Laura nicht, ob sie erst die psychologische Notfall-Hotline oder gleich den Scheidungsanwalt verständigen sollte.

00:17:14: Weil Pizza in unserem Leben einfach keine so große Rolle spielt, um dafür einen Wohnungsbrand zu riskieren.

00:17:21: Und weil mein handwerkliches Geschick nicht einmal dazu ausreicht, einen Fahrradschlauch zu wechseln.

00:17:27: Warum wollte ich dann direkt über den Köpfen der Familie etwas mauern, das dreihundertfünfzig Grad Hitze erzeugt?

00:17:35: Meine Töchter mögen Pizza aber manchmal und deswegen fühlte ich mich geradezu verpflichtet, ein paar Erkundigungen einzuholen, zumal die Pizza-Metropole des Nordens an klaren Tagen von der nach wie vor Pizza-Ofen-Losen-Dachterrasse auszusehen ist.

00:17:51: Auf der Staatsstraße Vierzehn, die von Venedig bis Triest führt, geht es in einem Sichelschnitt über die Strada, Entschuldigung, Strada-Provinciale Vierzehn namens Jesolana und die Strada-Regionale Vierzehn nach Jesolo und von dort weiter nach Lido de Jesolo.

00:18:09: Ich weiß, was ihr jetzt denkt, aber bleibt bitte kurz bei mir.

00:18:14: Vor ein paar Jahren war ich einmal für eine sommerliche Woche am Lido de Jesolo.

00:18:20: Und jetzt kommt's.

00:18:21: Es war eine der schönsten Urlaubswochen meines Lebens.

00:18:25: Denn Jesolo mit seinem Lido, wie überhaupt die ganzen vermeintlich verrufenden Adria-Orte wie Elignano, war die absolute Unbeschwertheit, die totale Entspannung.

00:18:36: Der perfekte Strand gepaart mit Sorglosigkeit.

00:18:40: Dir bleibt ja keine Wahl und das ist gut so, denn du musst überhaupt keine Entscheidung fällen.

00:18:45: Dein Tag verlangsamt sich aufs allerangenehmste, verfällt in einen beruhigenden, gleichmäßigen Takt.

00:18:53: Morgens aufstehen Frühstücken und am Sonnenschirm bis zum Mittag, eine kurze Siesta im kleinen, kühlen Hotelzimmer, dann wieder zurück an den Strand, am Abend eine Pizza, eine Nudel oder ein Frito-Misto.

00:19:05: Psychologen sagen, jeder Urlaubstag würde den IQ um zwei Prozentpunkte senken, aber das ist großer Unsinn.

00:19:13: wie so vieles, was Psychologen behaupten.

00:19:16: Nein, es fällt im Gegenteil viel überflüssiger Ballast ab.

00:19:21: Ich habe nirgendwo mehr geschrieben als damals in Jesolo.

00:19:24: Und ich habe Thomas Manns Bodenbruchs gelesen.

00:19:28: Wäre diese Lektüre in Florenz oder Rom möglich gewesen?

00:19:32: Niemals.

00:19:34: Wenn ihr euch Anna Karenina, Don Quixote oder den Zauberberg vorgenommen habt, aber nicht dazu kommt, auf nach Jesolo.

00:19:43: Ich könnte nie am Lido die Venezia-Urlauben, jedenfalls nicht in demselben Entspannungszustand.

00:19:49: Die vielen Kunstschätze, so nahe der Blick auf den Kampagniele und die Kuppeln der Salutekirche im fernen, sommerlichen Dunst, der sofort ein schlechtes Gewissen macht.

00:19:59: Das gewaltige Museo Correa, das sich in den ehemaligen Prokurazien rund um den Markusplatz wickelt, ist nach vielen Jahren der Restaurierung wieder geöffnet worden.

00:20:09: Das müsste man doch mal, nein.

00:20:12: Gebt mir den Lido die Jesolo und lasst mich in Ruhe.

00:20:16: Wenigstens für eine Woche.

00:20:18: Übrigens hatten die Jesolo-Touristiker eine richtig clevere Idee.

00:20:23: Sie haben den Lungomare, also die Flaniermeile am Strand, abschnittsweise nach italienischen TV-Persönlichkeiten benannt.

00:20:30: Und zwar nach noch Lebenden, etwa nach Nancy Brilly und Christian Desica.

00:20:36: Die fühlten sich mächtig geschmeichelt, dass sie eine eigene Straße bekamen, erschienen zur Einweihung und sorgten Italienweit für gute Presse.

00:20:44: Das ist Marketing.

00:20:46: Doch Jesolo will sich ändern und das finde ich beinahe schade.

00:20:51: Es gibt viele Kulturveranstaltungen, der Ökotourismus mit hervorragend ausgebauten Straßenfernen ratwegen wird beworben und Jesolo schmückt sich seit ein paar Jahren mit einem erstklassig gepflegten Achtzehn-Loch-Golfplatz.

00:21:06: Aber wenn ich Jesolo wäre, dann würde ich ausschließlich mit unbeschwertem Strand da sein werden.

00:21:12: Für Hochkultur sind die übrigen fünfzig Wochen im Jahr da.

00:21:16: Warum soll ich mich im Urlaub mit Events, Konzerten, Lesungen oder Museen abblühen?

00:21:22: Und noch eine spannende Entwicklung, die ich bereits auf meiner Pizzarofenlosen-Dachterrasse angedeutet hatte.

00:21:29: Jesolo hat sich in den letzten Jahren zur Pizzahauptstadt des Nordens aufgeschwungen.

00:21:34: Vielleicht kann ich von dort doch irgendetwas mitnehmen, was mir nützt, zumal Jesolo sich mir entlang der Adria-Route praktisch in den Weg wirft.

00:21:43: In rund dreihundert Bewertungsbetrieben in ganz Jesolo, Sant Lido, wird Pizza serviert.

00:21:50: Und es ist beinahe unfair Orlando Bortolami, der erst vor ein paar Monaten in Jesolo angekommen ist, nur auf Pizza zu reduzieren.

00:21:59: Vorab... Wer Pizza für Fast Food hält, hat erstens Recht.

00:22:04: und zweitens auch wieder nicht.

00:22:05: Wie beispielsweise aus unserer Kartoffel kann daraus alles und nichts entstehen.

00:22:11: Pizza hat eine immense kulturelle Bedeutung.

00:22:14: Und so, wie sich Spanier immer darüber aufregen, auf Flamenco und Stierkampf reduziert zu werden, eine vorwiegend andalusische Tradition.

00:22:23: So sind Italiener stinksauer, wenn man sie auf Pizza und Pasta reduziert.

00:22:27: Aber ich finde... Es gibt Schlimmeres für die kulturelle Identität eines Landes, als zwei Speisen erfunden zu haben, die zu den beliebtesten Gerichten weltweit zählen.

00:22:38: Und Pizza geht auch in gut.

00:22:42: Das beweist Orlando Bortolami, dessen Name schon klingt wie ein klassisches Musikstück.

00:22:47: Apropos, das Wort Pizza ist das italienische Wort, das weltweit am häufigsten benutzt wird.

00:22:53: Auf Platz zwei.

00:22:55: Ciao.

00:22:56: Orlando Bortolami sieht überhaupt nicht aus wie irgendjemand, der mit Essen zu tun hat.

00:23:00: Aber das ist ja bei vielen Italienern so.

00:23:03: Massimo Bottura, Italiens bester Koch und Rank und Schlank hat ein Buch geschrieben mit dem Titel Never Trust a Skinny Italian Chef.

00:23:12: Ein ironischer Titel, Traonie einem dünnen italienischen Koch.

00:23:17: Da fällt mir gerade ein.

00:23:19: Ich habe von einer Studie gelesen, dass wir bei dicken Kellnern mehr bestellen als bei dünnen Kellnern.

00:23:25: klingt irgendwie schlüssig.

00:23:27: Orlando Bortolami jedenfalls sieht aus wie ein Wissenschaftler und auf eine Art ist er das ja auch.

00:23:33: Er sagt Sätze wie diesen.

00:23:35: So habe ich zum Beispiel ein Jahr lang an Studiengruppen über die Verwendung von in Wasser stabilisierten Milchsäurebakterien mit konstanter Bakterienbelastung teilgenommen.

00:23:45: Sagt das noch mal langsam und auf italienisch und so, dass es besonders sexy klingt.

00:23:51: Also denkt euch mein italienischen Akzent weg, mein deutschen Akzent.

00:23:55: Adesempio, per dodici mesi o partecipato agropi di studio sul utilizio dei batteri latici stabilizzati in aqua econcarica batterica costante.

00:24:06: Ich sehe mich als Philosoph, sagt der schmale Mann mit der angenehmen Stimme und ich gehöre zur Schule der Heretica.

00:24:13: Jesolo ist für mich die Tana del Lupo, sagt er.

00:24:17: Wolfsbau, lautet die genaue Übersetzung, Schlangengrube trifft es aber besser.

00:24:23: Der Neuling, der in einer Sterneküche lernte, wurde und wird angefeindet, ausgelacht, ignoriert, als Snob bezeichnet.

00:24:31: Doch er ist ja Heretika, weicht von der offiziellen Kirchenlehre ab, die billige Massenware propagiert.

00:24:38: Und das fängt bei der Materia prima an.

00:24:41: Er betreibt ein paar Kilometer von Jesuo entfernt einen Bio-Bauernhof mit Gemüse und Obst, Kräutern und auch Hühnern.

00:24:48: Jeden Morgen wird eingesammelt.

00:24:51: Die mit Ricotta gefüllten Zucchiniblüten, die ich zur Vorspeise bekomme, waren vor ein paar Stunden noch auf dem Feld.

00:24:58: Auch die dünne Schicht exzellenten Tomatensugos stammt von dort.

00:25:03: Orlando nennt seine Küche retroinnovativ.

00:25:07: Daher gibt es auch viele Pizzen ohne Käse, denn Käse, sagt er, ist eine relativ neue Zutat.

00:25:14: Der Rand der Pizza ist übrigens so hoch, erklärt Orlando, damit man ihn etwa auf halber Höhe abreißen und zum Aufstippen des Tomatenzugos benutzen kann.

00:25:25: Wertvolles Wissen.

00:25:27: Pizza ist eben doch mehr als ein aller Weltsessen.

00:25:31: Es ist nach wie vor nicht das Lieblingsgericht unserer Familie und ich frage ihn nicht nach einem Rezept, denn er hat mir an einem einzigen Abend etwas viel Wichtigeres beigebracht.

00:25:41: Den Respekt vor jeder einzelnen Zutat.

00:25:44: Egal, wie die Umstände sind, hier dürfen keine Kompromisse gemacht werden.

00:25:54: Und sehr passend zu Gast in meinem Radioadria-Fragebogen ist dieses Mal Christoph Thür.

00:26:00: Der Salzburger ist der deutschsprachige Jesolo-Experte.

00:26:04: Er ist sozusagen das für Jesolo, was ich für gerade bin.

00:26:07: Bloß macht er es seriös und stets aktuell.

00:26:11: Er betreibt, dass Jesolo-Magazin das Tagesaktuell berichtet, Das in der Hauptsaison mehr als eine Million Leser hat und zum Beispiel auf Facebook sind es fast sechzigtausend Follower.

00:26:22: Schaut vorbei.

00:26:24: Ich weiß und habe es ja gerade vorgelesen, dass Jesolo hier und da nicht den allerbesten Ruf hat.

00:26:30: Aber ich war, wie gerade gehört, schon öfter da und man kann es nicht anders sagen.

00:26:34: Da tut sich richtig was in Richtung hochwertigen, auch nachhaltigen Tourismus.

00:26:39: Aber das ist mal ein Thema für eine der kommenden Ausgaben.

00:26:43: Gehen wir mit Christoph Rhein in den Fragebogen.

00:26:46: Alles zu ihm und den Link zum Jesu-Magazin packe ich in die Show-Notes.

00:26:55: Ja, herzlichen Dank für die Einladung in deinen Radio-Adria-Podcast.

00:27:00: Mit Radio-Adria verbindet mich ja relativ viel.

00:27:03: Das waren so ziemlich die ersten Erinnerungen, die ich als Kind an den Adria-Urlaub hatte.

00:27:09: Was will ihr wissen?

00:27:11: Radio-Adria wurde in Aquilea, also ganz in der Nähe von Davuto wohnst.

00:27:15: Alle, die nachgerado fahren, kommen unweigerlich an Aquilea vorbei.

00:27:19: Und da war dieses Sendestudio von Radio Adria.

00:27:24: Und das sind so ziemlich die ersten Kindheitserinnerungen, die bleibenden Erinnerungen, dass man an der Adria in Italien diesen italienischen, also einen deutschsprachigen Radiosender hören konnte.

00:27:38: Das war doch was Besonderes.

00:27:40: Und dass du jetzt diese Tradition mit Radio Adria als Podcast weiterführst, finde ich großartig.

00:27:47: Deine Lieblingspasta.

00:27:49: Meine Lieblingspasta, das ist relativ schwierig zu sagen.

00:27:53: Also eigentlich nicht schwierig, sondern reingeschmacklich ist es in das Devangole, also das Baguette-Vangole.

00:28:00: Allerdings sind wir zu mühsam zum Essen und sind meistens kalt, bevor ich aufgegessen habe.

00:28:08: Darum ist eigentlich meine Lieblingspasta, die ganz klassische Bolognese.

00:28:11: Die kann ich eigentlich immer essen und esse ich auch sehr, sehr gerne und auch relativ häufig.

00:28:18: Deine italienische Lieblingsstadt.

00:28:21: Die italienische Lieblingsstadt ist Die gibt es eigentlich nicht.

00:28:24: Ich habe keine Lieblingsstadt, ich habe Lieblingsstädte.

00:28:27: Und zwar der Bereich von Triest bis Venedig.

00:28:31: Das ist der Bereich, wo ich mich am liebsten aufhalte.

00:28:34: Ich bin im Frühling sehr gerne in Triest, im Frühling und Herbst eigentlich in allen Orten gerne unterwegs.

00:28:42: und schätze aber auch beispielsweise Jesolo, insbesondere im Winter, da da erstaunlich viel los ist.

00:28:49: Das hat sich jetzt in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren, also eher zehn Jahren, hat sich das wirklich sehr viel geändert in Jesolo, dass sehr, sehr viel geboten wird mit dem Weihnachtsmarkt, mit der wirklich sehenswerten Sandkrippe.

00:29:02: Da gehört auch Jesolo inzwischen im Winter zu meinen Lieblingsorten, aber natürlich darf man auch Venedig nicht vergessen, abseits der Massen kann man auch im Juli und August, wenn man sich nur weg von den Touristen-Hotspots bewegt, aber auch abseits der Hotspot-Monate.

00:29:23: Man kennt ja dieses Venedig von O bis O, also von Ostern bis Oktober, dass das die Hauptreisezeit ist.

00:29:31: Aber Venedig beispielsweise im November oder Dezember oder Anfang Januar ist absolut sehenswert, wenn noch kein Karneval ist, wenn wenig los ist.

00:29:39: Also eines der schönsten Venedig-Erlebnisse hatte ich tatsächlich am vierundzwanzigten Dezember.

00:29:43: Ich habe mich ganz alleine aufgemacht, durch die Lagone in Stadt, bin nach Burano rübergefahren, habe den Fischern zugeschaut, wie sie auf den Plätzen, wo sich Normal-Touristen drängen, haben die einfach ihren Griller stehen und haben dort ihre Fische gekrillt.

00:29:57: Also das war wirklich was Tolles und das kann ich eben nur ans Herz legen.

00:30:02: Gibt es ein italienisches Gericht, das du nicht so gern magst?

00:30:06: Ein italienisches Gericht, das ich nicht so gerne mag.

00:30:08: Es ist also nicht so ein typisch italienisches, aber was auch sehr sehr häufige Italien vorkommt, auch in Italien gezüchtet wird und zwar ist das die Auster.

00:30:18: Ich wurde da von einem Hotel eingeladen, wirklich tolles Ambiente, sehr hochwertiges Hotel auf der Dachterrasse, Blick übers Meer und es wurden Austernkredenz.

00:30:29: Diese waren auch noch mit Blattgold überzogen.

00:30:32: Aber es ist leider so gar nicht meins.

00:30:33: Also, ich liebe Meeresfrüchte, aber bitte nicht roh.

00:30:37: Also, wer aus dem Markt, ich gehöre da nicht dazu.

00:30:41: Deine erste Erinnerung an Italien?

00:30:44: Ja, meine ersten Erinnerungen an Italien habe ich schon erwähnt, die geblieben sind.

00:30:48: Das ist Radio Adria, eben dieses Tolle, dass man einen Radiosender auf Deutsch in Italien hört.

00:30:54: Ich bin ja mit ungefähr sechs Jahren das erste Mal am Meer gewesen.

00:30:59: Das war in Cavallino.

00:31:00: auf einem kleinen Campingplatz, den gibt es auch jetzt noch.

00:31:03: Er schaut auch noch ziemlich genauso aus wie damals, Ende der achtziger Jahre.

00:31:09: Und seitdem bin ich einfach wirklich gerne dort.

00:31:12: Was sind meine Erinnerungen?

00:31:14: Kilometerlanger Sandstrand, der als sechsjähriger praktisch nirgendwo aufhört, dann natürlich das erste Mal diesen Blick aufs Meer hinaus dieses nicht vorstellen können, dass dahinter einfach Also diese Kugelkammern, die Weltkugel kann man als Kind einfach noch nicht fassen.

00:31:32: Es ist auch jetzt teilweise schwer das Ganze zu fassen, wie groß und einzigartig diese Welt eigentlich ist.

00:31:39: Aber eben dieser Blick und ich habe es mir einfach nicht vorstellen können, was ist hinter diesen Horizont.

00:31:45: Das sind eigentlich diese wirklich bleibenden Erinnerungen an Italien.

00:31:49: Wenn du zu Hause bist, was gehört für dich zu einem italienischen Abend?

00:31:54: Zu Hause... Es ist natürlich auch Italien immer ein Thema bei mir.

00:32:00: Was gehört dazu?

00:32:01: Die Kulinarik.

00:32:02: Also es gehört einfach Pasta, Pizza, was mich Kulinarisch an Italien erinnert und ein gutes Glas Wein.

00:32:11: Ich nehme auch immer italienisches Bier mit.

00:32:14: Das ist ja nicht unbedingt, Italien ist ja nicht unbedingt bekannt für gutes Bier.

00:32:18: Allerdings hat sich auch das in den letzten Jahren geändert.

00:32:21: Ich habe dann das Icnusa-Bier aus Sardinen kennengelernt, das ich sehr gerne mag.

00:32:25: Aber auch eine neue Brauerei in der Nähe von Porto Croaro.

00:32:31: Castello heißt das, die gibt es, glaube ich, seit malzehundertsiebenehundneinzig.

00:32:35: Und auch das Bier schmeckt mir.

00:32:38: Diese klassischen, die jeder trinkt, das sind nicht so... Geschmacklich meine, aber wie gesagt, also ich trinke auch gerne italienisches Bier oder eben eine gute Flasche Wein.

00:32:49: Je nach Gericht kann es ein Router.

00:32:51: Da nehme ich gerne den Primitivo oder einen Weißer.

00:32:54: Da habe ich ganz gerne zum Fisch auch gerne einen Pinocchio dazu.

00:32:59: Schön kühl.

00:33:02: Apparol, muss ich sagen, ist jetzt nicht so das Getränk, was mir zu Hause schmeckt.

00:33:05: In Italien am Strand ist das etwas anderes.

00:33:06: Da schmeckt mir Apparol spritz oder auch in Benedik.

00:33:10: Aber zu Hause Da fehlt irgendwas.

00:33:13: Ich habe es zu Hause, aber es ist ein anderer Geschmack, genauso wie auch das Lemonsoda.

00:33:19: Das habe ich auch immer zu Hause.

00:33:20: Zu Hause in Österreich.

00:33:22: Und es schmeckt aber einfach anders

00:33:25: als

00:33:26: am

00:33:26: Strand.

00:33:27: Was vermisst du daheim am meisten von Italien?

00:33:30: Was ich vermisse zu Hause an Italien, das ist das Meer, die angenehmen Temperaturen, die Menschen.

00:33:41: Und natürlich das gute Essen und das Lebensgefühl.

00:33:45: Das sind Sachen, die ich zu Hause vermisse.

00:33:48: Gerade in Österreich sind ein bisschen vielleicht auch diese grantigen, zumindest als verschrien als die grantigen Menschen, ist vielleicht nicht ganz unbegründet, dieser Ruf, der uns davor auseilt.

00:34:01: Aber dieses Gefühl, das ist das Italien-Gefühl, das fehlt zu Hause.

00:34:06: Darum bin ich ganz gerne wieder dort und plane dann eigentlich das ganze Jahr meine Italien aufenthalte.

00:34:18: Das erste, wenn ich zurück in Italien bin, das machen wir immer so, da fragen auch schon die Kinder, wo gehen wir jetzt Pizza essen oder wo holen wir uns eine Pizza?

00:34:28: Also das erste.

00:34:29: ist immer unsere Pizza zu holen.

00:34:32: Das machen wir wirklich schon viele Jahre so.

00:34:36: Ich fahre auch mit meinen Kindern regelmäßig.

00:34:38: Die begleiten mich eigentlich so gut wie immer, wenn ich in Italien bin.

00:34:42: Und da ist immer der erste Weg, irgendwo hin eine gute Pizza und zu holen oder auch irgendwo am Strand zu essen.

00:34:49: Das ist das erste, was wir in Italien machen.

00:34:53: Bei welchem italienischen Song singst oder sumst du sofort mit?

00:34:57: Italienischer Song, das ist eigentlich, erinnert mich ja dann wieder eher an die ersten Kindheitserinnerungen, Italien-Ninzig, die WM Italien und es startet Italiana.

00:35:11: Das ist eigentlich das Lied, was mich am meisten sofort in dieses Italien-Feeling und an die Kindheitserinnerungen zurückbringt, aber auch alle anderen Lieder von sei es Eros Ramazzotti oder Zuckero.

00:35:26: Da bin ich immer sofort dabei.

00:35:27: oder Gianna Nenini sowieso oder Gianne Marandi oder wie sie alle heißen.

00:35:33: Also es gibt da wirklich sehr, sehr viele gute italienische Liedermacher und da bin ich eigentlich überall gern dabei, aber Unistate Italien.

00:35:44: Das ist einfach das Lied, wo ich sofort wieder in Italien bin.

00:35:49: Bestes Buch über Italien.

00:35:51: Das beste Buch über Italien, das beantworte ich jetzt nicht nur, weil du die Frage stellst, sondern das ist tatsächlich für mich das Italienprinzip.

00:36:00: Das ist einfach dieses Lebensgefühl, dass ich das mal nicht so wirklich gut beschreiben kann oder was ich nicht so gut beschreiben kann, was mich immer wieder in dieses Land zieht.

00:36:10: Hast du in diesem Buch einfach perfekt beschrieben.

00:36:13: Und das empfehle ich auch jedem auch jetzt wieder in Haupturlaub in August in Caballino am Strand haben wir Deutsche kennengelernt, denen habe ich es auch empfohlen.

00:36:23: Den habe ich ein anderes Buch von dir zum Lesen gegeben und haben gesagt, das Italienprinzip sollen sie sich zu Hause kaufen.

00:36:29: Und das haben sie auch schon gemacht.

00:36:31: Das ist mein... Aus meiner Sicht das beste Buch über Italien, das beschreibt, dass Italien, das ich so gern mag, wirklich in diesen Seiten einfach perfekt.

00:36:43: Und das kann ich jedem empfehlen, wer es noch nicht gelesen hat, zurück das auf jeden Fall auf die Wunschliste setzen.

00:36:51: Kulinarische Sünde,

00:36:56: ja, die habe ich nicht selbst begangen, sondern mit meiner Tochter.

00:37:02: Und mit meinem Sohn, wir sind in einer Pizzerier gesessen.

00:37:05: Ich habe ehrlich gesagt nicht aufgepasst, was die Tochter bestellt hat, aber als der Kellner mit der Pizza gekommen ist, wo Pompfritt drauf waren, habe ich mich sehr, sehr geschämt.

00:37:17: und das war eine kulinarische Sünde, die an unserem Esti stattgefunden hat.

00:37:24: Wir lachen heute noch darüber.

00:37:27: Das ist etwas, das würde mir persönlich nicht auf den Tisch kommen.

00:37:31: Aber es war schon unterwegs.

00:37:32: Die Kellner dort nehmen jetzt glaube ich mit Humor.

00:37:35: Sonst würden sie es auch nicht auf die Karte schreiben.

00:37:38: Das Gleiche kriegt mit Cappuccino nach elf Uhr.

00:37:41: Also ich bin am meisten in diesen sehr touristisch geprägten Orten unterwegs.

00:37:45: Es steht zwar jedes Jahr in irgendeiner Zeitung darin, dass das eine Sünde ist und dass die Italiener überhaupt nicht mögen.

00:37:51: Entwicklichkeit ist das egal.

00:37:53: Man kann auch am Nachmittag seinen Cappuccino trinken.

00:37:56: Solche Sünden begehe auch ich.

00:37:58: Aber die Pommes Pizza, das war mir zumindest sehr, sehr peinlich in der Pizzeria.

00:38:04: Gibt es eine Begegnung oder eine Szene mit Italienern, die dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

00:38:10: Ja, eine Szene, die ist mir absolut in Erinnerung geblieben.

00:38:15: Ein Hotelier, der leider letztes Jahr verstorben ist, aber der aussicht Esolo, einer meiner ersten Urlaubs, die ich selbst dann mit dem Auto führerschein, frischer, führerscheinneuling.

00:38:25: Mit achtzehn Jahren natürlich der erste Italien-Urlaub Richtung Jesolo.

00:38:31: und am so richtig gestandener Seniore hat der Hotelier mich dann da begrüßt, hat dann das Auto in den Fang genommen.

00:38:39: Da muss man dann auch den Schlüssel abgeben.

00:38:41: Das war ein Neuland, aber das macht man halt so.

00:38:44: Und der hat mir da so richtig mit seiner... Flachen, Hand hinten auf den Hals geschlagen.

00:38:52: Das war einfach keine Scheu, das war vor Berührungen und so weiter.

00:38:58: Das ist mir in Erinnerung geblieben, diese Urlaub.

00:39:02: in diesem kleinen Hotel in Jesolo in der zweiten Reihe.

00:39:06: Das habe ich mir einfach gemerkt und das ist wirklich eine schöne Erinnerung.

00:39:09: Und jedes Mal wenn ich an diesem kleinen Hotel vorbei gehe oder vorbeifahre, erinnere ich mich an diese netten Begegnungen mit diesen Hotelbesitzer.

00:39:19: Italien kann auch chaotisch sein.

00:39:21: Welche verrückte, unglaubliche, haarsträubende Situation hast du schon erlebt?

00:39:26: Chaotisch verrückt.

00:39:28: Es gibt viele Situationen, also insbesondere Der Autoverkehr ist ja schon humaner geworden, aber teilweise die Motorräder sind dann doch grenzwertig unterwegs und man merkt es leider auch an den Unfallzahlen.

00:39:42: Geschwindigkeitsbeschränkungen sind oft wirklich nur nicht gemeinte Schilder, die irgendwo in der Landschaft stehen, aber leider das.

00:39:51: Gerade im Verkehr erlebt man schon Haarsträubende Situationen.

00:39:55: Auch ein wirklich ein Beinaheunfall, wo ich bis heute nicht weiß, wie ich da durchgegangen bin auf der Autobahn A四, auf diesen berühmt berüchtigten Autobahnabschnitt zwischen Portugraro und Santonade Piave, wo es eben jetzt aktuell von diesen drei Spuren wieder auf die zwei Spuren zusammengeht.

00:40:13: Damals noch, wie dieser Beinaheunfall war, also für mich Beinaheunfall war es noch durchgängig zweispurig.

00:40:22: Auch wieder ein Fahrzeug, vor mir irgendwie die Kondole über das Fahrzeug verloren, schlittert hin und her.

00:40:29: Und irgendwie bin ich da zwischen zwei Fahrzeugen noch durchgekommen, habe nur irgendwo einen Spiegel abbekommen, kleine Kratze im Auto, aber das war's.

00:40:37: Das sind so Situationen, also der Verkehr ist manchmal

00:40:41: ja

00:40:42: schon sehr chaotisch, aber man lebt.

00:40:46: Man lebt damit und bei den Motorrädern leider sehr, sehr viele Unfälle, auch leider oft mit tödlichen Ausgang.

00:40:54: Da sind diese Situationen wirklich haarsträubend.

00:40:59: Das perfekte Getränk zum abendlichen Blick aufs Meer?

00:41:02: Der abendliche Blick aufs Meer, das ist jetzt nicht unbedingt ein perfektes Getränk, gekoppelt eher mit den Personen.

00:41:10: mit denen man diesen Blick genießt, wobei ich ihn auch manchmal ganz gerne alleine genieße.

00:41:15: Da setze ich mich dann auf eine Mole, beispielsweise in Kabalin auf diese Steinmolen und schaue einfach den Wellen zu, schaue ich die Sonne am Horizont versinkt, ob da jetzt eine kleine Flasche Bier dabei ist oder die Flasche Wein spielt jetzt nicht die große Rolle, sondern einfach diese besondere Anblick des Meeres, der Gerüche.

00:41:41: und da ist das Getränk jetzt nicht unbedingt das Entscheidende für mich.

00:41:48: Dein Geheimtipp an der Adria-Küste?

00:41:50: Mit Geheimtipps ist das so eine Sache.

00:41:52: Ich erstelle ja relativ viele Videos, viele Beiträge und bin immer wieder komme ich selbst in die Versuchung solche Geheimtipps zu präsentieren.

00:42:03: Allerdings habe ich auch eine große Reichweite, mit der ich doch auch sorgsam umgehen möchte und auch muss.

00:42:10: Das bin ich einfach so manchen Geheimtipps geschuldet, denn wenn man so wirklich tolle Geheimtipps veröffentlicht, dann sind das vielleicht irgendwann mal keine Geheimtipps mehr und dann werden sie überlaufen von irgendwelchen Influenz an und dann hat man auf einmal tausend Leute anstatt diesen Fleck für sich alleine zu nutzen.

00:42:30: bringe keine solchen landschaftlichen geheimen Tipps, sondern mehr beispielsweise einen Ort, dass ich sage Quartelazzo, das kleine Fischerdürfchen von Jesolo, würde ich zum Beispiel oder empfehle ich immer, wenn jemand wirklich hervor ausgezeichneten Fischer essen möchte oder generell Fischgerichte, Frutte de Mare, dem empfehle ich das Fischerdürfchen Quartelazzo oder auch die... Udine zum Beispiel ist für mich eine Stadt, die ein bisschen untergeht in diesen ganzen großartigen Städten, die Italien zu bieten hat.

00:43:04: Aber Udine, der fährt fast jeder durch, der über Kärnten an die Adria fährt.

00:43:10: Ich kannte Udine bisher vom Busbahnhof, wenn ich mit dem Flixbus umgestiegen bin oder vom Bahnhof.

00:43:16: Das sind jetzt nicht die präcklichen Gegenden von Udine, aber wenn man sich dann in die Altstadt begibt, was das für eine tolle Stadt ist, das ist zum Beispiel etwas, glaube ich.

00:43:24: tatsächlich über Udine einfach ein kurzes YouTube Video gemacht und habe diese Stadt einfach empfohlen, denn die ist es meiner Meinung nach wert, sie zu empfehlen.

00:43:33: Geheimtipp ist es jetzt nicht unbedingt, aber viele kennen es einfach nur im Vorbeifahren und ich gehe auch dort ganz gerne ins Stadion.

00:43:40: Da sind die Fußballkünste in der Serie ja, sind wir deutlich lieber als das Gekicke in Österreich.

00:43:45: Ich bin da mit meinem Sohn ab und zu im Stadion und schauen wir uns die Serie A oder auch Coppa Italia Spiele an und schlägen dann dann noch abends durch die Stadt.

00:43:56: Das sind auch tolle Veranstaltungen immer wieder.

00:43:58: Also Udene ist wirklich eine Stadt, die kann ich empfehlen.

00:44:01: Ich würde es jetzt nicht unbedingt als Geheimtipp einstufen.

00:44:04: Ein Geheimtipp vielleicht auch noch der Rilke-Wanderweg.

00:44:09: Bei Duino mit tollen Höhlen, was man dann entdecken kann.

00:44:12: Das war auch für meine Kinder spannend.

00:44:15: Die sind ja oft nicht so für eine Wanderung zu begeistern, aber dieser rilke Wanderweg auf der Küste oberhalb vom Golf von Tresd ist wirklich etwas sehenswertes und kann man durchaus auch mal besuchen.

00:44:29: Museen gibt es natürlich sehr viele oder auch die Grotte Gigante.

00:44:35: Da weiß ich gar nicht, wo ich anfangen und aufhören soll, weil es gibt so viele Tipps, ob sie wirklich geheim sind.

00:44:42: Eher nicht, aber ich versuche schon immer auch so ein bisschen, die nicht ganz so prominenten Ecken zu erkunden und auch meinen Lesern und Hörern zu präsentieren.

00:44:53: Also in Venedig jetzt nicht unbedingt das siebenhundertsechzigste Bild des Tages von der Realtobrücke zu liefern, sondern ich gehe durch das Asenale und filmen dort auf dem Weg dorthin auch komplett menschenverlassene Gassen mitten im August, wo sich die Leute wundern, wo habe ich diese Aufnahmen gemacht?

00:45:14: Man braucht die Möglichkeit, nur ein paar Schritte von diesen touristischen Hotspots in Venedig weggehen und schon hat man seine Geheimtipps, glaube ich, selbst entdeckt.

00:45:25: Mit welcher Italienerin oder welchem Italiener?

00:45:27: Aus der Gegenwart oder Vergangenheit würdest du gerne mal einen Kaffee trinken gehen.

00:45:32: Italiener aus der Gegenwart Vergangenheit, da fehlt mir spontan nicht wirklich jemand ein.

00:45:40: Also was mir gefallen würde, wer das Video kennt, wo Zuckero auf dem Markusplatz ganz alleine während eines Lockdowns am Markusplatz mit dem Klavier spielt.

00:45:55: Da, glaube ich, hätte ich mich ganz gerne dazu gesellt, vielleicht mit der Gitarre ihn begleitet, eher auf dem Klavier, ich auf der Gitarre.

00:46:03: Das ist etwas, das könnte ich mir sehr gut vorstellen.

00:46:05: Also, das Benedig in Zeiten von Corona war wirklich einmalig.

00:46:09: Das war wirklich etwas, wer das erlebt hat, wird das bestätigen können.

00:46:13: Das waren noch nicht viele, die das erlebt haben.

00:46:16: Aber das war einfach was Einmaliges und das wurde in diesem Video von Zuckero einfach großartig.

00:46:23: eingefangen dieses Venedig und dieses stille Venedig.

00:46:26: Da gibt es auch einen tollen Bildband von einem französischen Fotografen, der der exklusiv die Genehmigung erhalten hat, wirklich dieses verlassene Venedig zu fotografieren und festzuhalten für die Nachwelt.

00:46:38: Das sind einmalige Aufnahmen und eben auch dieses Musikvideo von Zuckero.

00:46:44: Italien auf

00:46:51: der Wunschliste der Süden.

00:46:54: Also durch das, dass meine Kinder doch eigentlich mich immer begleitet haben und ich eher geschaut habe und wir sehr häufig fahren.

00:47:02: Von Salzburg aus geht es ja meistens.

00:47:04: Also ist mein unter vier Stunden in Grado, in gut fünf Stunden Jesolo, Cavallino, sechs Stunden Benedikt.

00:47:12: Das sind so diese Reisezeiträume, die man auch für einen Wochenentrieb, den ich für einen Wochenentrieb auch auf mich nehme.

00:47:24: Aber der Süden, der wurde da noch ein bisschen vernachlässigt von mir.

00:47:28: Das fehlt, wird sicher mal kommen.

00:47:34: Auch Apulien oder noch weiter Südlich.

00:47:37: Das wird sicher irgendwann mal kommen, aber es fehlt mir jetzt nicht so unbedingt, dass ich jetzt sage, da muss ich jetzt... In zwei Jahren muss ich da hin, sonst fehlt mir das.

00:47:47: Sondern ja, würde ich ganz gerne mal sehen, aber es muss es nicht unbedingt sofort sein.

00:47:52: Irgendwann wird es mich auch in den Süden verschlagen.

00:47:54: Vielleicht mal mit einem Wohnmobil die ganze Küste abfahren.

00:47:57: Aber da brauche ich noch ein bisschen mehr Zeit.

00:48:00: Und da ist noch nicht der richtige Zeitpunkt gekommen.

00:48:04: Dann möchte ich mir auch viel Zeit nehmen.

00:48:06: Und das wird noch ein bisschen dauern.

00:48:09: Dein Italien in drei Worten?

00:48:12: Das ist gar nicht so einfach.

00:48:14: Land zum Glücklichsein.

00:48:18: Italien ist so ein vielfältiges Land.

00:48:20: oder insbesondere, wenn man sich jetzt nur die ersten oberen Regionen, die man passiert, wenn man eben durch das Kanal durchfährt, Friaul und dann weiter in den Veneto, was das für vielfältige Regionen sind mit den Hochkulturstätten, aber auch Badeurlaub.

00:48:40: Aber auch Ski-Urlaub, aber auch Wander-Urlaub, also hier ist einfach alles möglich.

00:48:46: Und dazu die tolle Geschichte, die Kulinarik, die Menschen, das Klima.

00:48:54: Also drei Worte reichen nicht, aber ein Land, um glücklich zu sein, ist, glaube ich, was es kurz zusammenfasst.

00:49:04: Das ganze drei Worte reichen nicht aus.

00:49:07: Aber... Wem ebenso die drei Worte nicht ausreichen, dem empfehle ich nochmals dein Buch.

00:49:12: Das Italien-Prinzip, das beschreibt es, glaube ich, auch in mehr als drei Worten, denn drei Worte sind definitiv zu wenig.

00:49:21: Danke lieber Christoph, es war mir eine Ehre und bis bald.

00:49:25: Ja, ich bedanke mich sehr herzlich für diese achtzehn Fragen, sehr spannende Fragen, wo man teilweise auch ein bisschen nachdenken muss, auch für die Zuhörer.

00:49:35: Die das mitverfolgen, können Sie sich selber überlegen, was hätte ich für eine Antwort gegeben?

00:49:41: Das sind wirklich spannende Fragen und jeder beantwortet sie doch auf seine Art.

00:49:47: Und ich finde dieses Format sehr, sehr gut und wünsche dir weiterhin viel Erfolg mit Radio Adria und mit deinen weiteren Buchprojekten.

00:49:56: Und freue mich schon.

00:49:58: Ich habe es schon zu Hause noch nicht gelesen.

00:50:01: Alle weg.

00:50:02: Da freue ich mich besonders drauf.

00:50:03: Denn für mich ist das auch immer sein tolles Gefühl, diese Nachsaison oder auch dieser Winter.

00:50:11: Insbesondere der Winter in Grado mit den Meereshexen, die Anfang Januar aus der Lagune gerodet kommen.

00:50:19: Was da für tolle Veranstaltungen sind diese Krippen in Grado.

00:50:23: Was man einfach nicht wahrnimmt über den Sommer, was ja auch meiner Meinung nach gar nicht bewerben über den Sommer.

00:50:29: Ich habe immer so ein bisschen das Gefühl in Grado wollen sie gar keinen Wintertourismus haben.

00:50:33: Sie könnten ihn haben, aber ich glaube sie wollen ihn gar nicht.

00:50:36: Da ist auch erstaunlich wenig Tourismus über den Winter, obwohl so viel geboten wird.

00:50:41: Und für mich auch immer wieder erstaunlich, man ist im Winter dort, denkt sich ausgestorben, keine Leute hier.

00:50:48: Und dann kommt eben sowas wie das Feuer am sechsten Januar oder am fünften Januar je nach Ort.

00:50:55: Und dann kommen auf einmal aus den Gassen überall Leute raus und auf der Platz ist auf einmal bumbvoll.

00:50:59: Und genauso wie wenn die Meeresächsen in Grado kommen, auf einmal ist Grado bumbvoll.

00:51:04: Und man weiß gar nicht, wo die kann.

00:51:05: Leute herkommen.

00:51:06: Das ist immer wirklich sehr, sehr spannend, dass.

00:51:09: ich mag den Winter sehr, sehr gerne, insbesondere zwischen Grad und Aquilea.

00:51:14: Das ist einfach eine wirklich schöne Zeit, auch wenn ein Nebel manchmal sehr hartnäckig sein kann.

00:51:19: Aber ich mag die obere Art sehr, sehr gerne.

00:51:23: Nochmals alles Gute und viel Erfolg weiterhin mit deinem Podcast.

00:51:34: So, das war's für heute.

00:51:37: Was gibt es Neues vom Schreibtisch?

00:51:40: Jeden Freitag bekommt ihr von mir die mediterrane Wochenschau auf postausitalien.com mit Neuigkeiten aus Grado und der Adria.

00:51:48: Kostenlos und werbefrei natürlich.

00:51:51: Ihr könnt die mediterrane Wochenschau ganz einfach oben auf der Startseite bei postausitalien.com abonnieren.

00:51:58: Auf Instagram findet ihr mich unter Buch und Wein.

00:52:01: Dort gibt es kleine Filme über mein Leben in Italien.

00:52:05: Dann bleibt ihr auch über alle meine Projekte auf dem Laufenden.

00:52:09: Abonniert auch diesen Podcast, wenn ihr es noch nicht getan habt und empfiehlt ihn gern weiter.

00:52:14: Würde mich riesig freuen.

00:52:16: Jetzt erstmal einen Kaffee bei Pino.

00:52:20: Bis bald.

00:52:21: Und immer schön deutsche Vita bleiben.

00:52:29: Das war Radio Adria, der Italien-Podcast.

00:52:33: Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert den Podcast und lasst uns eine Bewertung da.

00:52:38: Das hilft uns, noch mehr Menschen zu begeistern.

00:52:41: Für mehr Italianita folgt mir auf Instagram oder besucht meinen Blog postausitalien.com.

00:52:48: Grazie mille und bis zur nächsten Folge.

Kommentare (2)

Sanne

Wieder eine unterhaltsame Folge! Den Vorsatz, mehr zu reisen, wollen wir 2026 umsetzen. Aber nicht nur in den Süden, sondern auch in den Westen und Norden. Als Nächstes steht eine Reise zu den Nordlichtern nach Norwegen an. Vielleicht schaffen wir es vorher, aber sicherlich nach dieser Reise für ein paar Tage nach Grado und ins Friaul. Unsere Weinvorräte gehen langsam zu Ende 😉 Schöne Grüße aus dem sehr winterlichen Chiemgau, Sanne

Erika Engel

Tolle Episode, sehr zu empfehlen

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